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Aktuelle Meldungen

Bördeland Rentner schauen schon auf das nächste Jahr

(17.09.2019)

 

Seniorenrat der Gemeinde kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken / Aber auch für 2020 hat man sich viel vorgenommen

Eggersdorf l Kürzlich trafen sich in Eggersdorf die zwölf Mitglieder des Seniorenbeirates Bördeland, in dem jetzt Vertreter aus allen sieben Ortsteilen ehrenamtlich mitarbeiten. Es erfolgte eine Rechenschaftslegung über die bisher geleistete Arbeit, und Planungsaufgaben für das kommende Jahr wurden erläutert.

Die Vorsitzende, Rosemarie Ziem, schätzte ein, dass eine gute Verbindung zur Volkssolidarität, Regionalbereich Elbe/Saale, besteht und der Seniorenrat Bördeland auch im Salzlandkreis fest integriert ist und für seine vorbildliche Arbeit Anerkennung findet. Ziem lobte auch die Unterstützung vom Kreistag, schätzte die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Ortsbürgermeistern als vorbildlich ein.

In Vorbereitung zur Kommunalwahl fanden viele Veranstaltungen statt, die der Informationsverbesserung dienten, wie zum Beispiel Gesprächsrunden mit Abgeordneten und Kandidaten auf den monatlichen Treffen der Volkssolidarität.

Erstmalig wurde in diesem Jahr auf Initiative des Seniorenrates der Tag des Kindes am 1. Juni gemeinsam mit allen Kindern Bördelands in Eggersdorf gefeiert. Bürgermeister Bernd Nimmich, der bei fast allen Tagungen zugegen ist, schätzte das Kinderfest als gelungen ein und betonte: „Es sollte weiterhin zentral ausgebaut werden und jährlich in einem anderen Ortsteil Bördelands stattfinden.“

Positiv wurde auch der inzwischen dritte Tag der Senioren im Sport- und Freizeitzentrum Eggersdorf eingeschätzt. Bei der Planung und Durchführung der inzwischen beliebten Großveranstaltung war Bördelands Seniorenrat in Verbindung mit der Gemeinde federführend. Natürlich wird diese Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder stattfinden, hat sie doch das Ziel, den vielen älteren Menschen Dank zu sagen für ihre jahrelange Arbeit in den Vereinen und auch in den Ortsgruppen der Volkssolidarität. Ein Schwerpunkt in der Rechenschaftslegung war die Zusammenarbeit von Jung und Alt, der man künftig noch mehr Beachtung schenken möchte.

Auch die Verbindung zu den Ortsgruppen der Volkssolidarität hat sich weiterhin gefestigt. Die Vorsitzenden der Eggersdorfer sowie der Zenser Ortsgruppen, Renate Klus und Hannelore Czech, sind bereits im Seniorenrat aktiv tätig. Weiterhin berichtete die Vorsitzende über die gute Zusammenarbeit der Arbeit mit der Organisation „Demokratie Leben“.

Einige Mitglieder nahmen auch an Lehrgängen der Eggersdorfer Pflegestation „Lebensgeister“ teil. Lobend schätzte die Vorsitzende auch, dass alle ihre Mitglieder die Bereitschaft für eine weitere Zusammenarbeit bekundeten.

Zu den nächsten Aufgaben zähle der Besuch an der Eröffnungsveranstaltung des Pflaumenkuchenmarktes in Großmühlingen am 11. September, die Teilnahme an der Nachtwanderung am 14. September in Welsleben und eine Abschlussveranstaltung am 12. Dezember.

Abschließend war noch von der Vorsitzenden zu hören: „Ich hab doch immer eine Idee.“

Und die hat sie auch! Gemeint ist die Planung und Durchführung eines Adventsfestes am 8. Dezember in der Eggersdorfer Mehrzweckhalle für alle Kinder Bördelands. Soviel kann schon verraten werden.

Foto zur Meldung: Bördeland Rentner schauen schon auf das nächste Jahr
Foto: Der Seniorenrat blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Weltenbummlerin von Beruf

(14.09.2019)

 

Reiseleiterin Sabine Lichtenfeld aus Zens kann jetzt endlich ihren Traum leben

Zens l Die Koffer sind schon wieder gepackt. Zwischen den Arbeitsorten Norwegen und Schottland liegen nur zwei Tage Freizeit. Eine kurze Auszeit daheim in Zens für Sabine Lichtenfeld. Eine Gruppe ist verabschiedet, da wartet schon die nächste. Stress? Die 56-Jährige schüttelt vehement den Kopf. Sie ist in ihrem Element. Schließlich kann sie ihren Traum als Reiseleiterin ausleben. Endlich ... Der Weg dahin ist alles andere als gradlinig gewesen.

Rückblick: 1981 macht die gebürtige Burgerin ihr Abitur. Sie ist eine gute Schülerin. Am leichtesten fallen ihr die Sprachen. Ihre Lehrerin empfiehlt den Eltern, ihre Tochter auf eine Sprachschule zu schicken. Nach Tangermünde oder Calbe. „Meine Mutter hat sie nicht mal ausreden lassen. Ich sollte nicht weggehen. Schade“, bedauert Sabine Lichtenfeld.

Sie lässt sich nicht entmutigen, schreibt ein gutes Abitur. „Ich dachte, dass mir die Welt offen steht und ich mir aussuchen kann, was ich studieren will: Journalismus oder Sprachen“, gibt sie zu und lacht über ihre jugendliche Naivität. Was sie nicht bedenkt: Im April 1981 hätte ein Parteibuch vielleicht hilfreich sein können. Das lehnt sie ab. Bezüglich eines Berufswunsches ist sie nun ratlos. Ärztin, wie von den Eltern gewünscht, konnte sie sich nicht vorstellen. „Aber meine Schule hatte sich natürlich auch Gedanken gemacht. Nachdem ich keine Lehrerin werden wollte, hatte mein stellvertretender Schulleiter an der Ingenieurhochschule Merseburg einen Platz für mich reserviert: Diplomingenieurin für Schweißtechnik sollte ich werden. Da habe ich schallend losgelacht und gesagt: Dann gehe ich in die Produktion“, erinnert sich Sabine Lichtenfeld. Da ist sie 18.

Sie fängt als Lohnrechnerin im Burger Bekleidungswerk an, das Uniformen für die Nationale Volksarmee herstellt. Die Zeit möchte sie nicht missen. „Das ist ein interessantes Jahr gewesen. Am Puls der Zeit. Ich habe viel über die DDR erfahren, über die Wirklichkeit fernab von Intellektuellen. Das war wie eine andere Welt.“ Mit ihren jungen Jahren lernt sie schon, Verantwortung zu übernehmen. Sie ist alleine für die Gehaltsrechnung zuständig. Kindergeld, Nacht- und Meisterzuschläge, Rente – alles ist einst im Betrieb ausgezahlt worden. „Ich habe wirklich bei jedem etwas verkehrt gemacht, aber mit den Nachzahlungen viel gelernt“, räumt sie schmunzelnd ein.

Sie merkt jedoch schnell, dass das nicht ihre berufliche Zukunft ist und will nun doch – zur großen Freude der Eltern – studieren. Der Vater hilft, eine Zulassung zur Eignungsprüfung für Sprachmittler an der Humboldt-Universität Berlin zu bekommen. Den Test besteht sie, einen Studienplatz in Berlin bekommt sie nicht. „Lag‘s an der ‚West-Oma‘? – Leipzig nimmt Leute wie dich, lautete die Empfehlung“, erinnert sich Sabine Lichtenfeld. „Erst nach der Studienaufnahme 1982 wurde uns bewusst, dass wir keinen Hochschulabschluss erwerben werden, da wir nur in Russisch die komplette Ausbildung bekamen, aber in Englisch, unserer Zweitsprache, nur eine Sprachkundigenprüfung ablegen sollten.“ Damit sind die beruflichen Einsatzmöglichkeiten beschränkt.

„Mir war das wurscht, ich wollte eh ausschließlich zum Reisebüro der DDR, am liebsten in Leipzig.“ Doch da gibt es ja noch die Studienlenkung. „Vorgesehen war ich für das Schwermaschinenkombinat Ernst Thälmann in Magdeburg“ Erneut Widerspruch, diesmal fast erfolgreich: Am 1. September 1985 fängt sie bei der Bezirksdirektion Berlin des Reisebüros der DDR als Reiseleiter/Dolmetscherin an.

Sie arbeitet fast ausschließlich mit Touristen aus der Sowjetunion, erwirbt in dieser Zeit Lizenzen als sogenannte Stadtbilderklärerin (Gästeführerin) in Berlin, Leipzig und Magdeburg.

Auf ihrer Terrasse in Zens kommt Sabine Lichtenfeld beim Blick auf die vergangenen Zeit ins Schwelgen. „Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, die mich sehr geprägt haben“, sagt sie. „Ich könnte ein Buch schreiben: ,Aus dem Leben einer Reiseleiterin‘.“ Da seien die Gäste aus Magadan gewesen, die nördlichste von Menschen bewohnte Stadt der Welt. „Irre, was sie erzählt haben, die Urenkel, Enkel, Kinder von Stalin-Verfolgten.“ Oder die Soldaten des Zweiten Weltkrieges. „Das war so berührend, was sie erzählt haben. Sie standen mit Tränen in den Augen am Brandenburger Tor, wollten auf den Reichstag, hatten sie doch damals da die Fahne gehisst.“ Oder die eine Kasachin, die zehn Söhne hatte. „Sie hat zu mir gesagt: Ich bin die Mutter, ich entscheide über die Schwiegertochter. Und dann fragt sie mich wirklich, welchen ihrer zehn Söhne ich haben will.“

Sie hält kurz inne, die Erzählungen von einst werden gerade wieder vor ihren Augen lebendig. Sie braucht einen Moment, muss sich sammeln. Zu viele Emotionen ...

1988 wird ihre erste Tochter geboren, die junge Familie zieht nach Magdeburg. Sie tauschen eine Einraumwohnung ohne Balkon in Hohenschönhausen gegen eine Dreiraumwohnung Altbau mit Fernwärme in Magdeburg.

1991 kommt ihre zweite Tochter zur Welt. Der Familie ist klar: Sie braucht eine größere Wohnung. Ein Bekannter erzählt von einem Haus in Zens, das frei wird. An einem Sonntag fahren sie es sich anschauen. Es ist das heutige Grundstück der Familie Feldbach, auf dem Pfingstsonnabend seit Jahren „Dixieland non stop“ stattfindet. „Was Feldbachs daraus gemacht haben – einfach toll!“, schwärmt sie. Doch für sie sei es damals nichts gewesen, es hätte einfach noch zu viel Hand angelegt werden müssen. Doch ihr Makler hatte da noch ein Haus, so gut wie nebenan. „Das ist es gewesen“, sagt sie heute, während sie den Blick über Haus und Garten schweifen lässt. „Burg – Berlin – Magdeburg – Zens. Wir sind hier wirklich sehr freundlich aufgenommen worden“, betont die heute 56-Jährige.

Sabine Lichtenfeld will wieder Arbeit finden. Doch nach der Wende und mit zwei Kindern ist das gar nicht so einfach. Sie ist kurzzeitig bei einer Werbeagentur im Büro. Wird dann beim Fremdenverkehrsverein Elbe-Saale-Auen von jetzt auf gleich Geschäftsstellenleiterin.

Dann die nächste Herausforderung: Die Kurverwaltung Bad Salzelmen sucht einen Marketing-Mitarbeiter. Sie bewirbt sich, wird genommen und setzt mit ihrer Leiterin Ines Grimm-Hübner viele Ideen um: Ostereiertrudeln am Hexenhügel, Aufführung des Defa-Films „Das Vorspiel“ – „Wir hatten sogar zwei Hauptdarsteller zum Interview da.“, Lichterfest, Kulinarische Nacht. Sabine Lichtenfeld übernimmt immer die Moderation. Es macht ihr nichts aus, im Gegenteil. Ihre Auftritte werden immer ausgereifter.

Nebenher schreibt sie für die Volksstimme, fasst beim Radio als Honorarkraft Fuß, ist Ansagerin beim lokalen Fernsehen. Sie ist wieder da, geht in ihrer Rolle auf. Die Jahre vergehen. Die Kinder wachsen heran. Dann ist er da, der erste Urlaub ohne Kinder. „Wir sind nach Edinburgh geflogen und dann mit dem Bus weiter“, erinnert sie sich noch genau. Nach 20 Jahren Reise-Abstinenz. „Ja, ich gebe zu, ich hatte wieder Lunte gerochen. Aber ich hatte das ja alles ad acta gelegt.“ Fünf Jahre später die nächste Tour. Ihr Mann und sie gehen auf Busreise über Korsika und Sardinien. „Die Reiseleiterin wirkte unsicher und schlecht vorbereitet. Es ging einiges schief. Nach drei Tagen bot ich meine Hilfe an. Das weckte Sehnsüchte, die damals noch nicht erfüllt werden konnten.“

Die Kinder gehen noch in Calbe zur Schule, und Sabine Lichtenfeld ist in der Marketing- abteilung eines Magdeburger Unternehmen tätig. „Dann veränderten sich die Bedingungen für mich, und ich sah meine Chance, mich noch einmal beruflich zu verändern.“ Da ist sie 52.

Sie wirft alle Grübeleien über Bord. Seit Mitte 2016 ist sie selbständige Reiseleiterin, arbeitet für verschiedene Unternehmen in verschiedenen Ländern, begleitet deutsche Gäste weltweit.

Sabine Lichtenfeld kann ihren Traum leben. Die Wende hat es möglich gemacht.

Sie sieht die Welt, sie zeigt die Welt. „Ich kann meinen Job so ausleben, wie ich es immer wollte.“ Auf sieben Tage Tirol folgen drei Tage in Zens, dann vier Tage Lüneburg. Zum Beispiel. In diesem Jahr geht es noch in die Hohe Tatra und nach Irland, Kuba und Kroatien hat sie schon hinter sich. Wenn sie Ostern oder Silvester Touren hat, ist ihr Mann mit dabei. „Ein sehr angenehmer Gast“, sagt sie augenzwinkernd.

Dass sie ihren Traum ausleben kann, ist für sie „eine Gnade des Schicksals“. „Aber, ganz ehrlich, ohne die große Unterstützung meines Mannes wäre das und einiges andere nicht möglich gewesen. Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, dass es so ist und dass meine Familie es mitträgt.“ Zumal ihr bewusst ist, dass sich bei Termin- absprachen alle nach ihrem Kalender richten müssen. Für 2020 steht da auch schon ein Moderationstermin fest: die Jazz-Nacht in Magdeburg.

„Sprachmittlerin zu werden, war ein Wunsch tief in mir. Ich wollte schon immer helfen, dass ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen und ich ihnen helfen kann, dass sie sich verstehen. Das ist auch ein Beweggrund für mich, im Winter, wenn wenige Reisen anstehen, in Magdeburg Deutsch für Ausländer zu geben und dabei auch Einblicke in unser Leben“, erzählt Sabine Lichtenfeld. „Genauso möchte ich nicht nur Bauwerke betrachten und bestaunen, sondern Menschen treffen, mit ihnen sprechen und möglichst viel über ihr Leben und ihre Geschichte erfahren.“

Und welche Reiseziele findet sie besonders schön? „Flandern, ich liebe aber auch London und Kuba“, schwärmt sie. „Und die italienische Stadt Rapallo. Als ich die Promenade entlang gefahren bin, liefen mir die Tränen. So muss das Paradies aussehen.“

Nach der laufenden Saison, die vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2019 geht, wird sie 188 Tage unterwegs gewesen sein, etwa 55 Ein- und Mehrtagesfahrten mit insgesamt rund 1900 Gästen begleitet haben.

Jede einzelne Reise bereitet ihr Freude, betont Sabine Lichtenfeld. Aber immer auch das Heimkommen ...

Foto zur Meldung: Weltenbummlerin von Beruf
Foto: So lange sie noch blühen, kann Sabine Lichtenfeld nicht an ihnen vorbei, ohne an den Blüten zu schnuppern. Die Rose hat sie von ihrem Mann geschenkt bekommen. Sie rankelt an der Wand im Zenser Garten und blüht und blüht und blüht. Sehr zur Freude der Reiseleiterin, die viel unterwegs ist.Foto: Heike Liensdorf

Orgelkonzerte: Drei in sechs Stunden

(13.09.2019)

 

Zens/Kleinmühlingen/Bad Salzelmen (ok) l Gleich drei Konzerte im Rahmen des Rühlmann-Orgel-Festivals finden in der Region statt. Am Sonnabend, 21. September, wird die 14. Ausgabe der Festivalserie ausgetragen. Auftakt wird ab 15 Uhr in der Kirche Zens sein. Danach wird Organist Matthias Müller ab 17 Uhr in der Kirche Kleinmühlingen zu Gast sein. Zum Abschluss des Tages spielt er ab 19 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen. Alle Konzerte sind kostenlos. Lediglich eine freiwillige Kollekte am Ausgang wird es geben.

Foto zur Meldung: Orgelkonzerte: Drei in sechs Stunden
Foto: S. Stephan

Was passiert wenn es brennt?

(12.09.2019)

Was passiert, wenn es brennt?

Neue Eickendorfer Schule durch Feuerwehrkameraden genauestens unter die Lupe genommen

Eickendorf l „Normalerweise kommen wir nicht mit so vielen Leuten“, erklärte der Gemeindewehrleiter Bördelands, Hans-Georg Fabian. Aber weil die Kameraden ihren Dienstabend einfach mit in die Begehung der Schule eingebaut hatten, kamen mehr als eigentlich geplant.

Frei nach dem Motto: Kann ja nicht schaden, wenn noch mehr Feuerwehrmänner und -frauen die Schule auch von Innen kennen. Im Fall der Fälle.

Das sogenannte operations-taktische Studium (OTS) stand an. Mario Brych, Koordinator des Umzuges von der Welslebener Grundschule in das sanierte Eickendorfer Gebäude, übernahm kurzerhand die Führung durch die Schule. „Nach dem Umbau ist ja einiges verändert worden, das wollten wir uns nochmal anschauen“, so Hans-Georg Fabian weiter.

Also führte die Tour durch die einzelnen Klassenräume, den Keller und durch die verschiedenen Eingänge.

Wo könnte es im Brandfall Probleme geben, was muss verbessert werden, um die knapp 100 Schüler noch besser zu schützen, und was sind die überhaupt die ersten Schritte nach Eingang des Anrufs bei der Leitstelle?

Ortswehren der Löschzüge Ost und West greifen ein

„Zuerst muss ich sagen, dass der Schutz der Schüler bei einem Brand in der Schule mehr als gewährleistet ist“, erläutert Kevin Ritter. Der stellvertretende Gemeindewehrleiter und gleichzeitige Ortswehrleiter in Eickendorf lobt das im Vorfeld ausgearbeitete Brandschutzkonzept. „Die Kameraden aus Eickendorf sind natürlich am schnellsten vor Ort. Danach kommen die weiteren Kameraden aus dem Löschzug West, nämlich Welsleben und Biere mit dazu. Und auch die Ortswehr Kleinmühlingen/Zens aus dem Löschzug Ost der Gemeindewehr Bördelands wird mit dazugeordert“, so Ritter weiter. „Das heißt also, dass viele Fahrzeuge und viele Kameraden schnell vor Ort seien können. Im Ernstfall können dann außerdem noch Kräfte aus anderen Orten angefordert werden.“

Klingt erstmal nach einer Menge Sicherheit für die Schüler. „Wir sind auf jeden Fall gut gewappnet“, so der Gemeindewehrleiter Hans-Georg Fabian weiter.

„Der Computerraum ist wie gefordert mit einem Kohlenstoffdioxid-Löscher ausgestattet, wir wissen, wo wir im Brandfall das Gas ausschalten können und wo der Hauptverteiler befestigt ist“, heißt es von Seiten des Gemeindewehrleiters weiter.

Außerdem sind alle Fluchtwege und der Sammelplatz, auf dem die Schüler im Brandfall sich einfinden sollen, nochmal überprüft worden. „Der Alarmsammelplatz liegt auf dem Schulhof und ist mit einem grünen Schild gekennzeichnet“, informiert Hans-Georg Fabian.

Dort sollen dann alle Schüler sich in Sicherheit mit ihren Lehrkräften begeben. „Wichtig ist am Ende noch zu sagen, dass alle Gänge wie zum Beispiel die zur Toilette vorher den Lehrern mitgeteilt werden müssen. Nicht das wir im Ernstfall nicht genau wissen, wo ein Schüler sich befindet“, appelliert Kevin Ritter.

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Foto: Feuerwehrkameraden

135 Jahre und noch lange nicht Schluß

(10.09.2019)

 

Grundschule Großmühlingen jubiliert

 

Großmühlingen l Freilich nicht die Schule als Institution, wohl aber das repräsentative Backsteingebäude in der Dorfmitte kann in diesem Jahr seinen Geburtstag feiern. 135 Jahre steht das Schulgebäude nun schon in Großmühlingen. Und noch lange ist kein Ende in Sicht. Denn über nicht ausreichende Schüleranmeldungen kann in dem Bördedorf nicht gemeckert werden. Aber der Reihe nach.

Das Gebäude wurde zu einer Zeit gebaut, als Großmühlingen recht stark gewachsen war. Im Jahre 1880 zählte der Ort 2042 Einwohner, davon 322 Schulkinder. Bis zur Einweihung der neuen Schule im Jahre 1884 lernten sie nach Klassen getrennt in verschiedenen Räumlichkeiten über das ganze Dorf verteilt.

In den vergangenen 135 Jahren hat das schmucke Backsteingebäude am Breiten Weg ganze Generationen von Schülern beherbergt. Waren es anfangs nur Großmühlinger Schulkinder, kamen später Kinder aus den Nachbarorten Zens, Kleinmühlingen, Eggersdorf und einige Jahre auch aus Eickendorf, nach der Wende sogar aus Atzendorf zum Unterricht nach Großmühlingen.

Jetzt werden in der alten Schule die Schüler der Christlichen Sekundarschule Barby beschult. Die 91 Grundschüler der fünf Klassen von Bördelands Ortsteilen Groß- und Kleinmühlingen, Eggersdorf sowie Zens gehen in den am 3. September 1979 eingeweihten zweiten Schulergänzungsbau mit seinen acht Klassenräumen. Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich und Ortsbürgermeisterin Ute Möbius freuen sich besonders in diesem Jahr, dass zwei 1.Klassen eingeschult werden konnten und der Schulstandort gesichert wurde. Darin besteht auch das Hauptziel der beiden Politiker, der Erhalt des Grundschulstandortes Großmühlingen. Die Feier für das Geburtstagsfest haben die Kollegen der Grundschule „Friedrich Loose“ gemeinsam mit den Schülern, unter der Führung ihrer Schulleiterin Helga Frenzel, auch entsprechend vorbereitet

Am morgigen Mittwoch ab 9.45 Uhr beginnt das Programm, zu dem selbstverständlich Eltern und Angehörige der Kinder eingeladen sind. Natürlich gehört auch der Anschnitt einer großen Geburtstagstorte dazu. Eine Schulausstellung informiert über die geschichtliche Entwicklung der Schule. Die größeren Schüler der benachbarten Christlichen Sekundarschule Barby führen mit den Grundschülern Spiele von früher und heute auf dem Schulhof durch. Am Tag danach findet um 9 Uhr eine Feier in der Gaststätte „Brüderwirtschaft“ statt.

Für die Besucher des Pflaumenkuchenmarktes besteht die Möglichkeit am Sonnabend von 14 bis 16 Uhr, die Ausstellung im Grundschulgebäude zu besuchen. Besondere Verdienste bei der Gestaltung der Ausstellung erwarb sich die ehemalige Großmühlinger Lehrerin Christl Schiefer, die mit vielen Bildern die Schulgeschichte dokumentiert. Und wer noch mehr wissen und eine bleibende Erinnerung haben möchte, der kann auch ein kleines Heftchen von den Welsleber Eheleuten Gisela und Elmar Ziegler erwerben. Sie haben in ihrer kleinen Broschüre viel Wissenswertes über die Schulentwicklung zusammengetragen.

Foto zur Meldung: 135 Jahre und noch lange nicht Schluß
Foto: Ute Möbius (links) und Helga Frenzel

Drei Orgelkonzerte in sechs Stunden

(10.09.2019)

 

Zens/Kleinmühlingen/Bad Salzelmen (ok) l Gleich drei Konzerte im Rahmen des Rühlmann-Orgel-Festivals finden am Sonnabend, 21. September, in der Region statt. Auftakt wird ab 15 Uhr in der Kirche Zens sein. Danach wird Organist Matthias Müller ab 17 Uhr in der Kirche Kleinmühlingen zu Gast sein. Zum Abschluss des Tages spielt er ab 19 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen. Das wurde der Volksstimme mitgeteilt.

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Foto: Kirche Zens

Im Galopp zum Sieg in Zens

(10.09.2019)

Für die Ringreiter der Region gab es am Wochenende nur ein Ziel: Zens, das kleinste der sieben Bördelanddörfer. Denn am Sonnabend verwandelte sich der Sportplatz der Gemeinde zur Wettkampfbahn der Ringreiter. Ziel des Wettbewerbs: In schnellem Galopp einen der sechs Ringe, die an einem Balken in 2,75 Metern Höhe angebracht sind, stechen. Nach einem Probelauf, drei Wertungsläufen und mehreren Stechen setzte sich letztlich Mike Gortol (Bild) aus Tornitz auf seinem Pferd „Zora“ durch. Er stach die meisten Ringe.

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Foto: Eingreifen ZENS

Die Zukunft gestalten

(06.09.2019)

Ortschaftsratssitzung

Welsleben (eb) l Nach der Benennung der neuen Ortsbürgermeister stehen nun die Ortschaftsratssitzungen in den Bördedörfern an. Alle Termine fangen um 19 Uhr an. Einzig in Biere wird schon um 18 Uhr begonenn.

Den Anfang macht am Dienstag, 10. September, der Ort Welsleben. Weiter geht es am darauf folgenden Mittwoch, 11. September, in Kleinmühlingen. Am Donnerstag, 12. September, ist in Eggersdorf die Ortschaftsratssitzung.

In der nachfolgenden Woche beginnt Eickendorf am Montag, 16. September. Der Ortsteil Zens folgt einen Tag später, am Dienstag, 17. September.

Am Donnerstag, 19. September, findet, wie eingangs erwähnt, die Ortschaftsratssitzung im Bördedorf Biere bereits um 18 Uhr statt.

Den Abschluss gibt dann die noch in der Liste fehlende Ortschaft Großmühlingen. Hier findet am Montag, 23. September, um 19 Uhr die Sitzung statt.

Neu seit dieser Legislaturperiode ist, dass Besucher der Sitzungen nun auch Fragen zur Tagesordnung stellen können. Dies dient zur besseren Kommunikation, waren sich alle Ortschaftsräte in den Sitzungen zuvor sicher.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Feuerwehr im Einsatz

(30.08.2019)

 

Kleinmühlingen/Zens (ok) l Zu einem Feuerwehreinsatz wegen des Unwetters kam am Mittwoch gegen 16.40 Uhr. Alarmiert wurden die Kameraden der Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens. Auf der Landstraße zwischen beiden Dörfern war ein Ast abgebrochen, der die Durchfahrt versperrte. Die Kameraden beseitigen das Hindernis. Das teilte gestern das Ordnungsamt Bördeland mit.

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Foto: FFW Kleinmühlingen/Zens

Heute vor 20 Jahren

(29.08.2019)

In der Sonnabendausgabe vom 28. August 1999 berichtet die Volksstimme über eine in Gründung befindliche Bürgerinitiative in Zens. Es geht um eine Schweinemastanlage:

„Der Bau der Schweinemastanlage hat begonnen. Dagegen können wir uns nicht wehren. Wir wollen allerdings mit allen uns politisch und demokratisch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Sicherung der Umweltbelange nochmals prüfen lassen.“ Das schrieb die Vorsitzende der Bürgerini-tiative in Gründung. Bisher gehörten acht Mitstreiter der Bürgerinitiative an. Es wird betont, dass weder Gemeinderäte noch Bürgermeister in der Gruppe tätig werden. Man wolle überparteilich sein, schrieb die Volksstimme vor 20 Jahren. Nicht nur Zenser, sondern auch Bürger aus den anderen Gemeinden sollen in die Arbeit einbezogen werden.

Ziel ist unter anderem einen „runden Tisch“ mit dem Regierungspräsidenten und den Investoren. Bestimmte umwelttechnische Belange sollten dabei ausgewertet werden.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Ringreiten in Zens

(29.08.2019)

 

Zens (hl) l Der Ortschaftsrat Zens und seine Helfer laden am Sonnabend, 7. September, zum Ringreiten auf den Sportplatz Zens ein. Die Teilnehmer können sich ab 12 Uhr anmelden. Der Umzug der Reiter durch den Ort startet um 13.30 Uhr. Ab 14 Uhr sind Ringreiten und Kinderringreiten.

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Foto: Ringreiten in Zens

Von wegen Kinderfest

(26.08.2019)

 

Warum der Name für die Veranstaltung in Kleinmühlingen zu kurz greift

 

Kleinmühlingen l Kinderfest der Vereine: Der Name ist Programm und doch passt er in Kleinmühlingen nicht ganz. Denn wenn – wie am Sonnabend – zum Kinderfest eingeladen wird, dann fühlen sich alle angesprochen. Nicht nur die Jüngsten, sondern auch die Ältesten des Ortes. Nun gut, auch sie sind einmal Kinder gewesen. Somit bleibt der Name doch irgendwie passend.

Die Resonanz zeigt: Die Dorfgemeinschaft stimmt. Wenn gefeiert wird, kommen alle gern zusammen. Eben auch die Ältesten im Ort, sogar bei hochsommerlichen Temperaturen. Da tun die Bäume vor der Kirche St. Salvator guten Dienst und spenden zur Kaffeetafel reichlich Schatten. So können es auch Edith Mätze, Ilse Schulze, Gisela Sauerzweig, Gertraud Malke und Emmi Czyborra – zusammen sind sie 458 Jahre alt – etwas länger aushalten.

Mit den Jahren ist das Kinderfest schon ein Dorffest geworden. Auf dem Kirchplatz ist ein Gewusel, ein Plaudern, ein herzliches Miteinander. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken mit Klängen des Kleinmühlinger Schalmeienorchesters geht es zum Bänderreigen. Mit dem Begriff können gebürtige Kleinmühlingerinnen, die vor 1960 geboren sind, gewiss etwas anfangen. Bei den beliebten Kinderfesten durfte dieser nicht fehlen. Seit dem Wiederbeleben des Kinderfestes gibt es auch wieder den Bändertanz. Erst führen ihn die Frauen vor, dann die Mädchen.

Dass das Kinderfest so gut angenommen und von allen aus dem Ort unterstützt wird, freut auch Helga Wischnowski. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin zählt auf: Schalmeienorchester, Friedensfahrtmuseum, Feuerwehr, Kirchbauverein, Kunstradfahrer, Tischtennisspieler, Jäger, Gymnastikgruppe ... Die Kleinmühlingerin erinnert sich noch sehr gut an die damaligen Kinderfeste. Diese fanden auf dem Mühlenberg statt. „Das wollten wir eigentlich auch wieder dort machen. Aber der Weg wäre für unsere älteren Bürger zu beschwerlich. Sie möchten aber gern dabei sein. Also bleibt das Fest im Ort“, sagt sie.

Übrigens schauen die Kleinmühlinger auch über den Tellerrand. So haben sie den Auftritt des „Sandmännchens“, alias Jonas Brösel, in Zens erlebt und waren davon begeistert. Nun fährt am Abend auch bei ihnen der Sandmann im Beiwagen eines Motorrades vor und wirft Bonbons und Mehl – statt Sand. „Das kommt gut an. Und dann ist Schluss“, sagt Helga Wischnowski, gibt aber schmunzelnd zu, dass einige dann doch immer noch länger sitzen.

„Ich habe den Eindruck, dass Kinderfest möchte keiner mehr missen. Das ganze Dorf ist auf den Beinen, jeder bringt sich ein und hat Freude daran. Und so soll es doch sein“, resümiert sie.

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Foto: Bäderreigen

Ringreiten in Zens

(26.08.2019)

 

Zens (hl) l Der Ortschaftsrat Zens und seine Helfer laden am Sonnabend, 7. September, zum Ringreiten auf den Sportplatz Zens ein. Die Teilnehmer können sich ab 12 Uhr anmelden. Der Umzug der Reiter durch den Ort startet um 13.30 Uhr. Ab 14 Uhr sind Ringreiten und Kinderringreiten. Danach schließt sich ein Unterhaltungsprogramm an. In bewährter Tradition kommt gegen 18 Uhr das Sandmännchen, bevor der Abend bei Musik ausklingt

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Foto: Ringreiten

Blumen für die neuen Ortschefs

(20.08.2019)

Biere (bd) l Das neue Kommunalverfassungsgesetz für Sachsen-Anhalt sieht es nicht mehr vor, dass die (neuen) Ortsbürgermeister der Gemeinden in der ersten Sitzung der Gemeinderäte vorgestellt werden. Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (l.) wollte diese Tradition aber nicht vollkommen einstampfen, weshalb er die teils neuen Ortsbürgermeister in der ersten Gemeinderatssitzung nach den konstituierenden Sitzungen Anfang Juli in ihrem Amt willkommen hieß und sie mit einem Blumenstrauß überraschte. Nach seinem Bericht über aktuelle Themen in der Gemeinde überreichte er die Blumen an (v. l.) Rosemarie Ziem (Eggersdorf), Marco Schmoldt (Eickendorf), Peter Buchwald (Biere), Frank Ahrend (Zens), und Ute Möbius (Großmühlingen). Es fehlen die Ortsbürgermeister Tim Andy Sroka (Kleinmühlingen) und Hans-Jürgen Korn (Welsleben).

Foto zur Meldung: Blumen für die neuen Ortschefs
Foto: Bernd Nimmich Bürgermeister Bördeland mit seinen Ortsbürgermeistern Rosemarie Ziem (Eggersdorf), Marco Schmoldt (Eickendorf), Peter Buchwald (Biere), Frank Ahrend (Zens), Ute Möbius (Großmühlingen) es fehlen die Ortsbürgermeister Tim Andy Sroka (Kleinmühlingen) und Hans-Jürgen Korn (Welsleben)Foto: Bianca Osterkamp

Infoabend zu schnellem Netz

(19.08.2019)

 

Kleinmühlingen (bd) l Um schnelles Internet geht es am heutigen Montagabend in Kleinmühlingen. Der Internet-Anbieter MDDSL kümmert sich in den Bördedörfern Zens, Kleinmühlingen, Großmühlingen, Eggersdorf und Biere um den Glasfaserausbau. Über den Ausbau und Tarife können sich die Bürger um 18 Uhr in Kleinmühlingen im Sportzentrum an Mühlberg und am 29. August um 18.30 Uhr im Eggersdorfer Sport- und Freizeitzentrum informieren. Auch um Preise für Tarife und die Anschlusskosten an das Glasfasernetz soll es an den Infoabenden gehen. Laut Aussagen der Firma gab es in Hohenwarsleben ein ähnliches Projekt. Dort beliefen sich die Anschlusskosten auf circa 600 bis 800 Euro pro Haushalt. „Je mehr Leute sich an das Glasfasernetz anschließen lassen, desto günstiger wird es natürlich“, heißt es seitens der Firma.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Sanierung zum Schutz vor Hochwasser

(15.08.2019)


Gemeinde Bördeland könnte Graben in Zens ohne Umweltverträglichkeitsprüfung aufbereiten

Zens l Einen verrohrten Graben in der Ortschaft Zens will die Gemeinde Bördeland wieder in Schuss bringen. Grund dafür: der Schutz vor Vernässung, sprich der Schutz vor Bodenschäden durch Regen oder Überflutungen. Denn in durchwurzeltem Boden kann zu viel Feuchtigkeit zu Luftmangel und Reduktionserscheinungen führen. Außerdem könnte durch die Sanierung des Grabens im Hochwasserfall die Überschwemmung des westlichen Ortsteils verhindert werden.

Im Rahmen der Bauarbeiten soll der vorhandene Sohlsprung beseitigt und dadurch entstehender Rückstau von (Regen-)Wasser verhindert werden. Bei einer Verlegung des betroffenen Teilabschnitts des Zenser Grabens könnte der Zustand des Grabens dauerhaft verbessert werden.

Doch bevor es an die Bauarbeiten gehen kann, war zunächst eine standortbezogene Vorprüfung gemäß des Gesetztes über die Umweltverträglichkeitsprüfung nötig. Durchgeführt wurde diese von der Unteren Wasserbehörde des Salzlandkreises, die als zuständige Behörde für die Herstellung des verrohrten Grabens zum Schutz vor Vernässung zuständig ist.

Und weil das Vorhaben grundsätzlich einen Eingriff in die Umwelt darstellt, musste die Kreisbehörde zunächst diese standortbezogene Vorprüfung durchführen.

Im Amtsblatt des Salzlandkreises heißt es zum Ergebnis der Vorprüfung: „Die Prüfung hat zum Ergebnis geführt, dass bei er Umsetzung des Vorhabens offensichtlich erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen ausgeschlossen werden. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.“ Gründe dafür sind, dass durch die Verrohrung und Sanierung des Grabens keine erheblichen negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt und den Menschen entstehen, auch weil es sich bei dem untersuchten Bereich um einen vorbelasteten Raum innerhalb des Ortslage Zens handelt, in dem Schutzgüter nicht hochempfindlich gegenüber den geplanten Veränderungen seien.

Mit dem Ergebnis der Vorprüfung als Grundlage wird die Untere Wasserbehörde des Salzlandkreises über den Antrag auf Genehmigung des Bauvorhabens ohne gesonderte Umweltverträglichkeitsprüfung entscheiden. Wann über den Antrag entschieden werden soll, ist allerdings noch unklar.

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Foto: Graben in Zens

Das neue alte Feuerwehrauto

(03.08.2019)

Warum die Kleinmühlinger/Zenser Feuerwehr sich über ein gebrauchtes Fahrzeug freut

Neongelb auf knallrot. So sieht der Schriftzug „Feuerwehr“ auf dem neuen Feuerwehrfahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens aus. Doch so neu ist das Auto gar nicht.

Von Sebastian Rose

 

Kleinmühlingen/Zens l Thomas Scheid hat gerade den Schriftzug in der Hand, als die Sonne ein wenig durch die dichte Wolkenwand lugt. Der Pretziener Werbeagenturist beklebt das Feuerwehrauto mit dem Schriftzug „FEUERWEHR“, direkt unter der großen Frontscheibe. „Die Buchstaben habe ich selbst angefertigt“, berichtet der Pretziener. Seit 13 Jahren ist er auf diesem Gebiet selbstständig. Und auch so manches Feuerwehrauto wurde von ihm schon beklebt. „Eigentlich werden die Fahrzeuge direkt mit Schriftzug schon gekauft, deswegen habe ich nicht so häufig derartige Aufträge“, erklärt Thomas Scheid. „Aber wenn ein Feuerwehrauto rundum-erneuert wird, dann kann das schon mal vorkommen.“

Jugendwart springt ein

Unter den wachsamen Augen des Kleinmühlinger/Zenser Jugendfeuerwehrwartes Maximilian Mützelburg wird nun langsam die restliche Klebefolie entfernt. Mützelburg springt ein, weil der eigentliche Orts- und gleichzeitig der Gemeindewehrleiter, Hans-Georg Fabian, sich im Urlaub befindet. „Wir alle sind froh, dass das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) nun da ist“, versichert Mützelburg.

Doch so neu ist das Fahrzeug gar nicht. Schon seit dem Jahr 2002 ist das Feuerwehrauto auf dem Gebiet der Gemeinde Bördeland bei Einsätzen unterwegs. Maximilian Mützelburg klärt auf: „Vorher war das Tanklöschfahrzeug bei den Kameraden in Biere. Diese haben ein neues HLF 20 Fahrzeug bekommen, und wir konnten das alte übernehmen.“

Da das Feuerwehrauto aus Biere mit der Kennzeichnung TLF 16/25 noch in einem passablen Zustand war, erhielten die Kleinmühlinger und Zenser Kameraden ein neues Gefährt.

„Wir haben das TLF16/25 generalüberholen lassen, damit wir es auf unsere Bedürfnisse einrichten können“, erläutert Mützelburg weiter.

Neu sind zum Beispiel die Umfeldbeleuchtung und die LED-Beleuchtung im Innenraum des Autos. Zudem wurde in drei Wochen Arbeit das rote Gefährt von den Kameraden selbst umgebaut. „Jeden Tag von 18 bis 23 Uhr werkelten wir hier rum“, erklärt Mützelburg. Nun wurden die Einschubkisten verschraubt, der Inhalt neu sortiert und alles einsatzfest montiert. „Alles für die technische Hilfeleistung, Brandeinsätze sowie Flächenbrände passt nun in ein einziges Fahrzeug“, freut sich Mützelburg. „Endlich“, ergänzt Leonie Braun. Auch die Kameradin der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens freut sich sichtlich über das neue Gefährt.

Bis zu neun Personen, einschließlich des Fahrers, passen ins Auto.

2500 Liter Löschwasser

Zudem passen nun 2500 Liter Wasser in den Tank des roten Gefährts. „Das sagt auch schon der Name ‘TLF 16/25‘ aus“, so Mützelburg weiter. Die 25 steht hierbei für die Kapazität des Tankes.

Der Feuerwehrmann freut sich besonders darüber, dass nun alles einsatzrelevante immer dabei ist und schnell bereit für den Einsatz ist. „Es ist nun mehr Technik schneller zur Verfügung“, fasst er zusammen.

Nun sind auch längere Leitern auf dem Dach des Feuerwehrautos angebracht. Die längste misst knapp 13 Meter Länge.

Der Fahrzeugbestand beträgt aber weiterhin zwei Fahrzeuge in Kleinmühlingen und eins in Zens. „Das ganz alte Feuerwehrauto wurde nach 38 Dienstjahren veräußert“, so Mützelburg. „Wahrscheinlich wird der neue Besitzer das Auto zu einem Campingmobil umbauen“, schätzt er.

Das Neue hingegen hat sogar schon seinen ersten Arbeitseinsatz mit Bravour gemeistert. „Bei dem Strohbrand am vergangenen Mittwoch waren wir auch ohne den Feuerwehr-Aufkleber an der Front schon mit dem für uns neuen Fahrzeug unterwegs“, erläutert er weiter.

Einen Wunsch hat der Jugendwart allerdings noch. „Das wir auch mit dem neuen TLF 16/25 immer heil nach Hause kommen.“

 

Foto zur Meldung: Das neue alte Feuerwehrauto
Foto: Thomas Scheid beklebt das neue Auto. Maximilian Mützelburg und Leonie Braun schauen gespannt zu. Foto: Sebastian Rose

WhatsApp-Gruppe kommt zu Hilfe

(01.08.2019)

Bei Bränden wie in Brumby und Eickendorf unterstützen Bauern mit Löschwasser und Technik

Durch eine WhatsApp-Gruppe und die Feuerwehr konnte bei zwei Bränden in der Nacht zu Mittwoch Schlimmeres verhindert werden. Felder und ein Traktor hatten sich bei Eickendorf und bei Brumby entzündet.

Von Franziska Richter

 

Brumby/Eickendorf/Förderstedt/Zens l „Das ist eine total tolle Sache“, erklärt Kevin Ritter von der Feuerwehr Bördeland über Hilfe beim Einsatz. „Bauern aus Zens und Umgebung haben sich in einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen, um uns Kameraden bei Ackerbränden zu unterstützen. Sie kommen mitten in der Nacht mit ihren Gerätschaften und Wasser zu Hilfe, schlagen sich die Nächte um die Ohren und tragen alle Personal- und Spritkosten selbst.“

Der Einsatzleiter war mit 61 Kameraden aus Biere, Groß und Klein Mühlingen und Eickendorf in der Nacht zu Mittwoch im Einsatz. Gegen 2.45 Uhr war ein Brand von zwei Strohdiemen mit mindestens je 200 Strohballen auf einem Acker zwischen Eickendorf und Förderstedt gemeldet worden. Der Schaden wird auf 20 000 Euro geschätzt.

Boudewijn Tomkens und Kollegen von der Landboden Mühlingen GmbH aus Zens, der die WhatsApp-Gruppe mit weiteren Bauern aus der Gegend gegründet hatte, kam den Kameraden in Eickendorf in der Nacht mit Pflug und einem Traktor mit 20 000 Liter Wasser zu Hilfe. Die LPG Bördeland war ebenfalls sofort mit 30 000 Liter Wasser vor Ort. Boudewijn Tomkens bedankt sich bei den Kollegen: „Durch schnelles Handeln von Kameraden und Landwirten konnte Schlimmeres verhindert werden.“

„Die zwei Strohdiemen standen im Vollbrand“, berichtet Einsatzleiter Kevin Ritter. „Das Feuer war auf Bäume und Stoppelfeld übergangen. Wir konnten eine größere Ausbreitung verhindern. Strohballen an sich sind kaum löschbar.“ Die Brandwache hatten dann Mitarbeiter der Landwirte übernommen, während die Haufen kontrolliert abbrannten. Am Nachmittag trafen sich Ackerbesitzer und Kameraden nochmal, um das brennende Stroh auseinander zuziehen. Rauch zog zu dem Zeitpunkt wegen des starken Windes in Richtung Eickendorf.

Solche Situationen sind eine besondere Herausforderung: „Heu- oder Strohhaufen brennen nach innen. Um an den eigentlichen Brandherd heranzukommen, kann man diese nur auseinander ziehen“, sagt Experte Guido Schulz, Sachgebietsleiter Abwehrender Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst beim Salzlandkreis. „Das Löschen solcher Strohballen erfordert einen hohen logistischen Aufwand und da das Stroh meist sowieso nicht mehr zu retten ist, lässt man es meist kontrolliert abbrennen und/oder man zieht es auseinander und löscht es dann. Das ist nur bei einer offenen Fläche ohne Gefahr für Gebäude möglich.“

Gerüchte in Eickendorf, die Polizei habe zwei Verdächtige auf der Flucht festgenommen, stimmen übrigens nicht. „Wir haben vor Ort Hinweise der Kameraden auf zwei Radfahrer am Brandort bekommen, die wir dann kontrollierten“, erklärt Polizeisprecher Marco Kopitz. „Sie hatten aber nichts mit dem Brand zu tun. Einer der Radfahrer wurde in Gewahrsam genommen, aber weil er wegen einer völlig anderen Sache gesucht wurde.“

Für die Mitglieder der WhatsApp-Gruppe war Eickendorf der zweite Einsatz in der Nacht. Auch bei Brumby hatte sich am Abend zuvor um die zwei Hektar Stoppelfeld an der Landstraße 63 zwischen Autohof und A14-Abfahrt entzündet. Die Rauchwolken waren von der Autobahn aus zu sehen.

Hier war man knapp einem Unglück entgangen. Eine Strohpresse hatte während den Feldarbeiten Feuer gefangen. Die Flammen sprangen auf einen Traktor über. „Es geht ihm gut“, sagt Boudewijn Tomkens von der Landboden Mühlingen GmbH über den Fahrer des Traktors, der dieses Mal zu seiner eigenen Firma gehörte. Die hatte im Auftrag der Agrargenossenschaft Calbe das übrige Stroh von deren Acker geholt.

„Ich bin gegen 20 Uhr hingefahren“, berichtet der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Calbe, Steffen Gerber. „Der Traktor stand im Vollbrand, das Feuer hatte sich auf das Feld ausgebreitet.“ Wieder hatten die Landwirte gemeinsam mit Pflug und Wasser die Kameraden unterstützt. Dieses Mal waren die Feuerwehren Staßfurt, Calbe und Brumby mit 57 Kameraden und 11 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Polizei geht in Brumby von einem technischen Defekt als Ursache aus. „Wenn ich wüsste, wie der Brand entstanden ist, wäre ich Techniker und nicht Landwirt“, kann Boudewijn Tomkens nur sagen. Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt rund 350 000 Euro.

Das Stroh, das weiterverarbeitet werden sollte, ist vernichtet. „Der Boden aber regeneriert sich schnell und ist wieder nutzbar“, sagt Steffen Gerber über die nächste Aussaat.

Gefühlt einen Feldbrand pro Tag gibt es aktuell im Salzlandkreis. „Sobald es einige Tage heiß und trocken ist“, so Guido Schulz, führten Trockenheit, Wärme im Boden, die schnelle Entzündbarkeit von Stroh und Heu, aber auch Zigaretten oder Hitzestau in Erntegeräten zur Entzündung der Äcker.

Foto zur Meldung: WhatsApp-Gruppe kommt zu Hilfe
Foto: Bei Brumby haben ein Traktor und eine Strohpresse Feuer gefangen. Sie waren nicht mehr zu retten. Der Schaden beträgt 350 000 Euro.

Nächstes Ringreiten in Eggersdorf

(01.08.2019)

Eggersdorf (eb) l Kürzlich erst fand die Ringreitveranstaltung in Großmühlingen statt. Nun reiht sich die Bördeortschaft Eggersdorf mit in die Organisatorenliste ein. Am 24. August wird dort das Ringreitturnier veranstaltet. Um 10 Uhr beginnt vor Ort das Fahren. Um 14 Uhr startet das Turnier. Danach geht es am 1. September in Eickendorf weiter. Auch hier beginnt um 14 Uhr das Turnier. Zens ist am 7. September um 14 Uhr an der Reihe. In Eickendorf und Zens können zudem Kinder das Ringreiten separat mitmachen. Der Masterscup am 21. September ist in Eggersdorf.

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Foto: Ringreiten

Und ab geht die elektronische Post

(23.07.2019)

 

Langsames Internet ade / Wann das Glasfasernetz zu den Bördeländern kommt

Mal eben schnell eine Mail verschicken. Zeitgleich Serien gucken im Wohnzimmer und mit Freunden am Handy chatten. Dies ist in einigen Ortschaften in der Gemeinde Bördeland ein kühner Zukunftstraum. Bis jetzt!

Von Sebastian Rose

 

Kleinmühlingen/Eggersdorf l Mit großem politischem Tamtam forderte die SPD kürzlich das Recht auf „Home Office“, neudeutsch für „von zu Hause aus arbeiten“. Voraussetzung dafür ist letztendlich aber der Breitbandausbau, sprich die flächendeckende Erweiterung des schnellen Internetnetzes. Nun sollen in der Gemeinde Bördeland die Ortschaften sogar mit an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Zumindest teilweise.

Welche Dörfer bekommen das Glasfasernetz?

Was lange wärt, wird endlich gut. Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) klingt zuversichtlich, wenn er über den geplanten Breitbandausbau spricht. „Die ersten Schritte sind endlich gegangen“, meint er.

Die Firma MDDSL mit Sitz in Magdeburg kümmert sich in gleich fünf Bördedörfern um die Erweiterung. Bisher herrscht dort streckenweise eine Internetgeschwindigkeit von 2 Megabits die Sekunde (MBit/s) in einigen Tarifen. Zum Vergleich: In anderen deutschen Städten wird unter anderem das 225-fach schnellere Internet angeboten.

Im Jahr 2011 galt die im Volksmund genannte „2000er Leitung“ noch als fortschrittlich. Zumindest in Deutschland. In Zens, Kleinmühlingen, Großmühlingen, Eggersdorf und Biere können die Bürger jetzt aufatmen.

In den kommenden Jahren wird der Ausbau durch die Firma MDDSL erfolgen. „Bis zu 450 MBit/s können Haushalte mit Glasfaseranschluss dann erreichen“, erklärt Christian Daul. Der Beauftragte für den Glasfaserausbau von der Magdeburger Firma kennt zudem den weiteren Ablauf in der Gemeinde Bördeland. „Zuerst bieten wir zwei Infoveranstaltungen in Kleinmühlingen und Eggersdorf an. Bis dahin können wir auch die voraussichtlichen Preise für die Haushalte ungefähr voraussagen.“

Laut Aussagen der Firma gab es in Hohenwarsleben ein ähnliches Projekt. Dort beliefen sich die Anschlusskosten auf circa 600 bis 800 Euro pro Haushalt. „Je mehr Leute sich an das Glasfasernetz anschließen lassen, desto günstiger wird es natürlich“, so Daul.

Schon jetzt können die meisten Haushalte in den fünf Ortschaften über eine 30 KBit/s Leitung verfügen. Je nach Tarif.

„Der Ausbau erfolgte in den letzten Jahren. Die Kunden erhalten aber nicht automatisch auch schnelleres Internet. Das ist in den verschiedenen Tarifen gedeckelt“, so Daul weiter.

Die Glasfaserkabel werden durch einzelne Löcher „durchgespült“. Das heißt, dass das Aufreißen der Fahrbahndecke nicht nötig sein wird. Das Glasfaserkabel wird nur durch die einzelnen Löcher durchgezogen.

In den anderen zwei Ortschaften Eickendorf und Welsleben betreibt die Telekom nicht nur die Kabel bis hin zu den Verteilerkästen, sondern auch die Kabel zu den Haushalten selbst. „Hier ist vorerst kein Glasfaserausbau vorgesehen“, weiß Bürgermeister Nimmich aus Gesprächen mit der Telekom.

Wann Zens, Großmühlingen und Biere endgültig an das Glasfasernetz angeschlossen werden, konnte Christian Daul noch nicht final sagen. „Nach den Arbeiten in Kleinmühlingen und Eggersdorf sind die anderen drei Ortschaften an der Reihe.“

 

 

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Foto: zwei Firmen teilen sich die sieben Ortschaften in der Gemeinde auf

Wer ist der Chef vom Bördedorf Zens?

(17.07.2019)

 

Zens (eb) l Frank Ahrend (CDU) bleibt weiter Ortsbürgermeister von Zens. Der Ortschaftsrat wählte Ahrend, der von Beruf Arzt ist, am Dienstagabend in seiner konstituierenden Sitzung. Zum Stellvertreter bestimmten die Räte Boudewijn Tonkens (Freie Wähler Zens). In der ersten Sitzung des Ortschaftsrates nach der Kommunalwahl vom Mai übernahm zuvor das an Jahren älteste Mitglied die Sitzungsleitung. Dies war Ute Ahrend (ebenfalls Freie Wähler Zens).

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Foto: Gemeinde Bördeland

Im Juli trifft man sich das erste Mal

(28.06.2019)

Neue Bürgermeister 

Biere l Die neu gewählten Ortschaftsratsmitglieder wählen im Juli ihre neuen Ortsbürgermeister. Neuerungen wird es mindestens in einer Ortschaft geben. 

In Welsleben wird der amtierende Ortsbürgermeister nicht mehr gewählt werden können. Steffen Kaden (Bürgerinitiative Welsleben) hatte sich nicht mehr für den Ortschaftsrat bei den Kommunalwahlen aufstellen lassen. Hier ist eine Änderung folglich unumgänglich. 

Am Dienstag, 2. Juli, wird der neu besetzte Gemeinderat das erste Mal sich zusammenfinden. Daraufhin werden sich die einzelnen Ortschaftsräte treffen. Auf den Sitzungen wird dann gewählt und entschieden, wer nun der neue Ortsbürgermeister wird oder ob die aktuelle Besetzung so bestehen bleibt. Hier sind sicherlich die Gewinner der Wahl bevorzugt. Je mehr Stimmen, desto wahrscheinlicher ist es wohl, dass der jeweilige Spitzenkandidat für den Ortsbürgermeisterposten am Ende die Wahl auch gewinnt. 

Der Eggersdorfer Ortschaftsrat trifft sich am Mittwoch, 3. Juli, um 19 Uhr, zum ersten Mal nach der Kommunalwahl. Der Eickendorfer Ortschaftsrat trifft sich am Montag, 8. Juli, um 19 Uhr. Der Ortschaftsrat aus Welsleben trifft sich am Dienstag, 9. Juli, um 19 Uhr. Dann folgt der Ortschaftsrat aus Kleinmühlingen. Dieser trifft sich am Mittwoch, 10. Juli, auch um 19 Uhr. Am Donnerstag, 11. Juli, trifft sich der Ortschaftsrat aus Biere schon um 18 Uhr. Denn um 19 Uhr am gleichen Tag trifft sich der Großmühlinger Ortschaftsrat. Abschließend trifft sich der Zenser Ortschaftsrat am Dienstag, 16. Juli

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Foto: Gemeinde Bördeland

Zwischen Haushaltswaren und den ersten Ohrringen

(28.06.2019)

Heimaträtsel weckt bei Volksstimme-Lesern Erinnerungen an ein belebtes Schönebecker Geschäftsviertel 

Schönebeck l Wo das undatierte Foto aus dem Schönebecker Stadtarchiv aufgenommen worden ist, war vielen Volksstimme-Lesern sofort klar: Es handelt sich um die Salzer Straße. Genauer gesagt, ist das sogenannte Bäreneck zu sehen. Da sind sich auch Dieter Knabe aus Zens, Beate Wunschik aus Bamberg, Karl Ibner aus Calbe, Roland Wentzel und Familie Eichhorn aus Schönebeck sicher. 

Dieter Knabe ergänzt: „Deutlich zu erkennen ist das heute noch existierende Uhren- und Schmuckgeschäft Schwartzer.“ Auch Helga Wischnowski weiß: „Das Schmuckgeschäft Schwartzer ist noch immer dort.“ Über das Ladenlokal im Vordergrund weiß sie zu berichten: „ Im Lindnergeschäft war zu DDR-Zeiten der Laden ‚1000 kleine Dinge‘. Dort haben wir öfter eingekauft. Gegenüber war die Gaststätte Zum Frieden.“ 

An das Geschäft „1000 kleine Dinge“ erinnert sich auch Astrid Bierschenk aus Eickendorf. Die gebürtige Schönebeckerin Henny Köppel weiß außerdem zu berichten: „Das Eckhaus, in dem sich auf dem Bild noch das Kaffee-Geschäft Kaiser befindet, beherbergt heute ein griechisches Restaurant.“ 

Schienen und Oberleitungen 

„Zur heutigen Zeit ist das große Geschäft leerstehend und auf der anderen Seite befindet sich das Restaurant Adria“ schreibt Peter Klein aus Calbe und nennt den Griechen beim Namen, der sich im Kreuzungsbereich Salzer Straße/Tischlerstraße/Böttcherstraße befindet. 

Leicht herauszufinden war der Ort des Rätselfotos allerdings nicht nur durch das heute noch existierende Juweliergeschäft Schwartzer, sondern auch durch die Schienen und Oberleitungen der Straßenbahn. 

„Die Straßenbahn aus Magdeburg führte einst durch diese Straße bis zum Schönebecker Hauptbahnhof“, sagt Henny Köppel. Helga Wischnowski erinnert sich, dass sie als Kind noch mit der Straßenbahn von Schönebeck nach Magdeburg gefahren ist. 

Mit seinen über 90 Jahren erinnert sich Rudi Banse aus Schönebeck durch dieses Bild an seine Jugend zurück. „Als Jugendliche haben wir uns dort gern getroffen. Das war eine schöne Zeit in einem lebendigen Schönebeck.“ 

Simone Held aus Schönebeck – Jahrgang 1964 – erinnert sich noch an das Tabakgeschäft an der Ecke Salztor/Tischlerstraße. „Ich fand es immer spannend, dass es hier in diesem kleinen Laden zwei Türen gab. Egal von wo: Man konnte schnell rein“, sagt sie. Zudem berichtet sie: „Zum Schwartzer-Geschäft noch so viel: Im Alter von sieben Jahren hat mir meine Oma dort meine ersten Ohrringe gekauft.“ Doch sie habe Probleme mit den Ohrlöchern gehabt. So seien die Ohrringe zurück in die Schachtel gewandert und die Löcher wieder zugewachsen. 

Für diesen Einblick in ihre ganz persönlichen Erinnerungen an das Rätselfoto darf sich Simone Held in der Redaktion an der Wilhelm-Hellge-Straße 71 ihren Gewinn abholen

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Foto: Heimaträtsel

Neue Ortschaftsräte bilden sich

(17.06.2019)

Die Termine für die Sitzungen im Bödeland stehen fest – im Juli wird                                                  entschieden

Von Sebastian Rose

Biere l Die Kommunalwahlen sind endlich abgeschlossen. Die Wahlleiterin der Gemeinde Bördeland, Ursula Weck, stellte bereits die amtlichen Ergebnisse vor und nun können die neu gewählten Ortschaftsratsmitglieder ihre neuen Ortsbürgermeister wählen.

Neuerungen mindestens in einer Ortschaft

In Welsleben wird der amtierende Ortsbürgermeister nicht mehr gewählt werden können. Steffen Kaden (Bürgerinitiative Welsleben) hatte sich nicht mehr für den Ortschaftsrat bei den Kommunalwahlen aufstellen lassen. Hier ist eine Änderung folglich unumgänglich. Am Dienstag, 2. Juli, wird der neu besetzte Gemeinderat das erste Mal sich zusammenfinden.

Daraufhin werden sich die einzelnen Ortschaftsräte treffen. Auf den Sitzungen wird dann gewählt und entschieden, wer nun der neue Ortsbürgermeister wird, oder ob die aktuelle Besetzung so bestehen bleibt. Hier sind sicherlich die Gewinner der Wahl bevorzugt. Je mehr Stimmen, desto wahrscheinlicher ist es wohl, dass der jeweilige Spitzenkandidat für den Ortsbürgermeisterposten am Ende die Wahl auch gewinnt.

Termine für die Wahlen zum Ortschaftsbürgermeister

Der Eggersdorfer Ortschaftsrat trifft sich am Mittwoch, 3. Juli, um 19 Uhr, zum ersten Mal nach der Kommunalwahl. Der Eickendorfer Ortschaftsrat trifft sich am Montag, 8. Juli, um 19 Uhr. Der Ortschaftsrat aus Welsleben trifft sich am Dienstag, 9. Juli, um 19 Uhr. Dann folgt der Ortschaftsrat aus Kleinmühlingen. Dieser trifft sich am Mittwoch, 10. Juli, auch um 19 Uhr. Am Donnerstag, 11. Juli, trifft sich der Ortschaftsrat aus Biere schon um 18 Uhr. Denn um 19 Uhr am gleichen Tag trifft sich der Großmühlinger Ortschaftsrat. Abschließend trifft sich der Zenser Ortschaftsrat am Dienstag, 16. Juli.

Bislang amtierende Ortsbürgermeister in den sieben Ortsteilen sind: Ute Möbius (CDU) in Großmühlingen, Peter Buchwald (CDU) in Biere, Jürgen Rode (Pro Eggersdorf) in Eggersdorf, Marco Schmoldt (SPD) in Eickendorf, Tim Andy Sroka (Einzelbewerber) in Kleinmühlingen, Frank Ahrend (CDU) in Zens und Steffen Kaden (Bürgerinitiative Welsleben) in Welsleben.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Heute vor 2 Jahren

(17.06.2019)

Am 17. Juni 2017 berichtete die Volksstimme unter dem Titel „Bördeland aktualisiert kommunalen Brandschutz“ auch über die Diskussion zur ein Jahr später erfolgten Fusion der Feuerwehr Zens mit Kleinmühlingen. Ortsbürgermeister Frank Ahrendt (CDU) bestand bei einer Gemeinderatssitzung darauf, das Wort „Schließung“ aus der Risikoanalyse der Gemeinde Bördeland zu streichen. Dadurch wollte er verhindern, dass sich der Begriff verfestigt. Die Feuerwehr Zens hatte damals allerdings bereits keinen eigenen Wehrleiter mehr und wurde von der Feuerwehr Kleinmühlingen mitbetreut. Ein Jahr später erfolge schließlich doch noch der Zusammenschluss mit der Feuerwehr Kleinmühlingen zur Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens. Dabei bliebt das Gerätehaus Zens mit sämtlicher Ausrüstung zumindest als unselbstständiger Standort erhalten. Vor dem Zusammenschluss haben sich in Zens noch neun neue Feuerwehrleute angemeldet. Zum Erhalt der Wehr reichte dies aber nicht.

Bei der Vorstellung der Risikoanalyse im Gemeinderat wurde zudem weitere Kritik geäußert. So monierte der Welsleber Ortsbürgermeister Steffen Kaden, dass ein Düngemittellager in Welsleben nicht in der Analyse erwähnt würde. Dabei würden auf einem Betriebsgelände in Welsleben 1500 Tonnen Dünger lagern.

Gemeinderat Thomas Thamm forderte die Möglichkeit, die Risikoanalyse fortschreiben zu können. Das wurde vom Gemeinderat jedoch abgelehnt. Angemerkt wurde durch einige Stadträte, dass sich durch das Rechenzentrum Biere zusätzliche Risiken ergeben würden, auf die die Feuerwehren im Bördeland vorbereitet werden sollten. Der Gemeinderat stimmt der Vorlage zur Risikoanalyse zu.

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Foto: FFw Kleinmühlingen/Zens

Straßenbau oder Weltkulturerbe

(11.06.2019)

Welche Empfehlung die Musiker aus Reutlingen den Zensern nach ihrer Anreise geben

Einen jazzigen Pfingstsonnabend haben gut 400 Freunde dieser Musik in Zens erlebt. Feldbachs Künstlergarten ist für einige Stunden zur Festwiese geworden, die Terrasse zur Bühne.

Von Heike Liensdorf

 

Zens l Besser kann es wohl nicht laufen: Der Abend im 270-Seelen-Ort ist ratzfatz ausverkauft. Aus den Erfahrungen der Vorjahre wissen die Besucher, dass sie sich auf drei Stunden feinsten Dixieland freuen können. Das ist zum einen der Anspruch von Bärbel und Michael Feldbach an sich selbst, zum anderen wollen die Organisatoren ihre Gäste nicht enttäuschen. Wissen sie doch um ihre Kenner. Und davon ist auch Günter Friedhelm von der Band Hardt Stompers angetan. „Das Publikum hier ist unheimlich fachkundig und applausfreudig. Es macht Spaß, darauf einzugehen.“

Ganz begeistert erzählt er, dass seine Frau, die mittendrin im Publikum sitzt, von Leuten angesprochen worden sei, dass sie die Gruppe schon in Dresden und Quedlinburg bei Auftritten erlebt haben. „Echte Jazzfans also.“ Denn die Band aus Reutlingen spielt in dieser Formation zwar schon seit den 1980er Jahren, ist aber erst vier Mal in den neuen Bundesländern unterwegs gewesen. Einmal in Dresden, zweimal in Quedlinburg – und am Sonnabend in Zens.

Und zur Anreise muss Günter Friedhelm noch eines loswerden: „Man hat uns nicht gesagt, dass wir lieber nicht nach Navi fahren sollen.“ Somit ging es für die Truppe über die sehr holprige Straße von Calbe nach Zens. „Aber: Alles heile geblieben – wir und die Instrumente.“

Augenzwinkernd sagt Friedhelm, er habe schon mit Ortsbürgermeister Frank Ahrend gesprochen. „Ich finde, die Straße sollte ausgebaut oder Weltkulturerbe werden“, so der Musiker. Sein Vorschlag bringt ihm reichlich Applaus von den Gästen und einen zustimmend nickenden Ortschef.

Doch all das ist schnell vergessen. Die sechs Musiker versprechen Wellness für die Ohren, sie wollen Seelenwehwechen und Herzeleid therapieren – und das machen sie auch, und zwar bestens. Das Publikum klatscht mit, wippt mit, hat einfach Spaß und einen schönen jazzigen Abend.

Unter den Besuchern ist einer, der immer dabei ist. Zum 23. Mal laden Bärbel und Michael Feldbach in ihren privaten Garten ein, wenn es im Rahmen des Musikfestes „Klänge im Raum“ heißt „Dixieland non stop“. Und seit 23 Jahren geht es für Josef Babinsky am Pfingstsonnabend nach Zens in den Künstlergarten. Mittlerweile sei es ein ungeschriebenes Gesetz für den 81-jährigen Kleinmühlinger. „Weil die Musik so toll ist, weil man viele Leute trifft – weil es einfach ein Muss ist“, erzählt er. Sein absoluter Favorit aus 23 Jahren „Dixieland non stop“?: Das Damenorchester Salome aus Berlin. „Das war absolute Spitze“, schwärmt er. Aber auch die Gruppe Hardt Stompers gefalle ihm sehr gut, denn er höre gern Jazz.

Zens-Kenner wissen: Zur Musik gibt es immer eine Ausstellung. Dieses Mal zeigt Thomas Riedel aus Barleben seine Fotos. Als Jugendlicher habe er schon fotografiert. Dann habe er sich aber mehr dem Puppenspiel und der Musik gewidmet. Vor zwei, drei Jahren gab es dann eine neue Kamera und er hat sich an sein Hobby von einst zurückerinnert. Die Bilder, die er in Zens zeigt, sind alle im vergangenen Jahr entstanden. „Ich mache sehr gern Porträts, in Gesichtern etwas festhalten. Denn: Jeder ist schön.“ Und er mag Nahaufnahmen, Makro. Bei Feldbachs zeigt Thomas Riedel vielfältige Motive, vom Gertraudenfriedhof Bad Salzelmen bis zum Wassertropfen. Die Schau in Zens ist seine erste Fotoausstellung überhaupt. Den Besuchern gefällt es ...

Zu einem gelungenen Abend gehört auch das leibliche Wohl. Das wissen die Heimatfreunde Zicken-Zens und haben – neben Getränken – reichlich eingekauft: 360 Würstchen, fünf Kilogramm Leberkäse, 100 Buletten, zehn Kilogramm Nudel- und Kartoffelsalat, 400 Brötchen, drei große Brote für Schmalzstullen. Dazu zwölf selbstgebackene Kuchen und sechs große (zwölf normale) Bleche Zwiebelkuchen. Neben den Heimatfreunden und den Kuchenbäckerinnen sind auch wieder die Feuerwehrleute Kleinmühlingen-Zens mit dabei und weisen die angereisten Besucher ein. Erstmals wird nicht überall im Ort geparkt. Landwirt Tonkens hat auf seinem Firmengelände eine Fläche zur Verfügung gestellt.

Und die Organisatoren? Bärbel und Michael Feldbach sind geschafft, aber glücklich. Und die vergangenen stressigen Tage sind vergessen.

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Foto: Zu Beginn und zum Ende laufen die Musiker der „Hardt Stompers“ spielend durch die Publikumsreihen im Garten. Das kommt gut wie der gesamte Auftritt. Dafür gibt es stehenden Applaus. Fotos: Heike Liensdorf

Heute Abend wieder Dixiland

(08.06.2019)

 

Zens (hl) l Heute heißt es in Zens wieder „Dixieland non stop“. Aufgrund jahrelanger Erfahrung sind Bärbel und Michael Feldbach gut vorbereitet. Dennoch waren die Tage vor der Veranstaltung noch vollgepackt: Der Rasen wurde noch einmal gemäht, damit genügend Platz für die Bänke und damit wiederum für die rund 400 Besucher ist.

Der Pfingstsonnabend in Zens ist aus dem Musikfest „Klänge im Raum“ im Salzlandkreis nicht mehr wegzudenken. Dieses Mal tritt ab 18 Uhr die Band Hardt Stompers aus Reutlingen auf. Die Musiker spielen seit 1980 Stücke aus den frühen Jazzjahren, gemischt mit verjazzten deutschen Schlagern und kreolisch-karibischen Rhythmen.

Für das leibliche Wohl sorgen die Heimatfreunde Zickenzens mit Kaffee, Kuchen, Getränken, Gegrilltem und dem beliebten Zwiebelkuchen.


Heute Abend wieder Dixieland

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Foto: Klänge Plakat

Dixieland non stop: Jazziger Pfingstsonnabend

(05.06.2019)

Zens (hl) l Am Pfingstsonnabend heißt es in Zens wieder „Dixieland non stop“. Aufgrund jahrelanger Erfahrung sind Bärbel und Michael Feldbach gut vorbereitet. Dennoch sind die Tage vor der Veranstaltung noch gut vollgepackt: Der Rasen wird noch einmal gemäht, damit genügend Platz für die Bänke und damit wiederum für die rund 400 Besucher ist. Die Terrasse wird leergeräumt, denn sie wird die Bühne, auf der die Gruppe Hardt Stompers auftritt. Für die Ausstellung wird Platz gemacht, Leisten werden angebracht, denn dieses Mal gibt es Fotos von Thomas Riedel aus Barleben zu sehen.

Trotz Stresses überwiegt bei beiden die Vorfreude. Denn sie wissen und sind darüber auch sehr dankbar: In der heißen Phase können sie auf bewährte Unterstützung vieler Helfer bauen.

Der Pfingstsonnabend in Zens ist aus dem Musikfest „Klänge im Raum“ im Salzlandkreis nicht mehr wegzudenken. Dieses Mal tritt ab 18 Uhr die Band Hardt Stompers aus Reutlingen auf. Die Musiker spielen seit 1980 Stücke aus den frühen Jazzjahren, gemischt mit verjazzten deutschen Schlagern und kreolisch-karibischen Rhythmen.

Für das leibliche Wohl sorgen die Heimatfreunde Zickenzens mit Kaffee, Kuchen, Getränken, Gegrilltem und dem beliebten Zwiebelkuchen.

 

Foto zur Meldung: Dixieland non stop: Jazziger Pfingstsonnabend
Foto: Die Gruppe Hardt Stompers spielt am Pfingstsonnabend in Zens auf.Foto: Dieter Reinmüller

Bördeländer positionieren sich klar

(28.05.2019)

Vorläufigen Ergebnisse der Europa-, Stadtrat-, und Gemeinderatswahl sind vorläufig amtlich

Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten der Gemeinde Bördeland haben gewählt. Klare Ergebnisse sind die Folge. Doch wer ist Gewinner der Wahl, und welche Partei hat die meisten Stimmen einbüßen müssen?

Von Sebastian Rose

 

Biere l Die Wahlleiterin der Gemeinde Bördeland, Ursula Weck, hatte bis tief in die Nacht alle Hände voll zu tun. Schnellmeldungen müssen an das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt in Halle gesendet werden, neugierige Journalisten wollen aktuellste Zwischenstände und nebenbei müssen ja noch die Zahlen ausgewertet werden. Doch wie hat die Gemeinde gewählt?

Beteiligung gestiegen

Gewinner der Europawahl ist die CDU mit 24,4 Prozent der Wählerstimmen. Trotz des Verlusts von 8,7 Prozent im Vergleich zur letzten Europawahl 2014 ist sie in der Gemeinde die stärkste Kraft. Dicht gefolgt von der AfD. Die Partei schafft es in Bördeland auf 23,6 Prozent. Dies bedeutet ein Plus von ganzen 18,9 Prozent.

Die SPD ist wohl der größte Verlierer. Zwar ist sie immer noch an dritter Stelle, trotzdem ist ein Minus von 9,8 auf nun 13,6 Prozent zu verbuchen. Dahinter folgt die Linke (12,9 Prozent; Verlust von 7,0 Prozent), die Grüne (5,7 Prozent; Gewinn von 3,8 Prozent) und die FDP (4,5 Prozent; Gewinn von 1,1 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 47,2 Prozent. Insgesamt gingen somit 2 932 von 6 353 Wahlberechtigten wählen. Das ist ein sattes Plus von 7,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014, als nur nur 39,6 Prozent der Bevölkerung wählen gingen. Es gab zudem 66 ungültige Stimmen.

Anderes Ergebnis bei der Kreistagswahl

Bei der Kreistagswahl hingegen kam ein anderes Ergebnis am Ende heraus. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 54,1 Prozent. Dies ist ein Plus zur letzten Kreistagswahl im Jahr 2014 von 8,6 Prozent. Klarer Gewinner hier ist die SPD mit 33,2 Prozent (Verlust von 5,9 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 2014) der Wählerstimmen. Auf dem zweiten Platz liegt die CDU mit 21,6 Prozent (Verlust von 9,7 Prozent), gefolgt von der AfD mit 18 Prozent (Gewinn von 18 Prozent), den Linken mit 11,2 Prozent (Verlust von 2 Prozent), der FDP mit 6,8 Prozent (Verlust von 0,6 Prozent), den Grünen mit 4,3 Prozent (Verlust von 0,1 Prozent), der Wählergemeinschaft Elbe-Saale-Wipper mit 2,6 Prozent (Plus 1,4 Prozent) und der Alternativen Liste Calbe mit 2,3 Prozent (Gewinn von 0,9 Prozent).

Auch die vorläufigen Ergebnisse zu den Gemeinderatswahlen wurden durch die Wahlleiterin Ursula Weck bekanntgegeben. Von den 20 Plätzen bekommt die CDU sechs, die SPD fünf, die Grünen einen, die FDP einen, die Bürgerinitiative Welsleben vier, Pro Eggersdorf einen, Freie Wähler einen und Einzelbewerber ebenso einen Platz zugewiesen. Für die CDU sind Frank Ahrend, Peter Buchwald, Simon Herbrich, Ute Möbius, Thomas Thamm und Helga Wischnowski im Gemeinderaten vertreten. Marco Schmoldt, Günter Dübecke, Josefine Radmer, Hans-Jürgen Schulze und Horst Lewy konnten sich bei der SPD durchsetzen.

Eine Stimme entscheidet

Besonderheit hier: Die Entscheidung um den fünften Platz im Gemeinderat zwischen Horst Lewy und Hans-Georg Fabian wurde durch eine Wählerstimme entschieden (171 zu 170 Stimmen). Für die FDP wird Susanne Brehmer im Gemeinderat sitzen. Die Bürgerinitiative Welsleben ist durch Ekkehard Horrmann, Dietrich Horrmann, Mario Brych und Ralf Meyer vertreten.

Sebastian David von der Pro Eggersdorf wird ebenso wie der Einzelbewerber Tim Andy Sroka im Gemeinderat die Bürger der sieben Ortschaften vertreten. Gisela Schröder, die Wahlleiterin Schönebecks und Bewerberin auf den Gemeinderat Bördelands, komplettiert die Runde.

Einig sind sich die frisch Gewählten in den Punkten Finanzen und Gebäudesanierung. „Wir müssen da endlich was tun“, kommentiert Susanne Brehmer. Einige der gemeindeeigenen Wohnungen sind in einem schlechten Zustand. „Die Wohnungen müssen attraktiver speziell für junge Familien gestaltet werden“, ergänzt Tim Andy Sroka.

Foto zur Meldung: Bördeländer positionieren sich klar
Foto: Bördeländer positionieren sich klar

So wählten die Ortschaften in Bördeland

(28.05.2019)

 

Biere (eb) l Die Ortschaftsratwahlen in Bördeland sind vorläufig abgeschlossen. Im Ortsteil Eickendorf hält die SPD fünf Plätze inne. Marco Schmoldt, Martin Schmidt, Olaf Stapel, Kevin Ritter und Erika Fläschendräger sind hier gewählt worden. Außerdem erhalten Susanne Brehmer und Sandy Köhler von der FDP zwei Plätze.

In Welsleben sitzen im Ortschaftsrat: Joachim Germer (CDU), Lutz Borkowski, Ekkehard und Dietrich Horrmann, Mario Brych, Hans-Jürgen Korn und Ralf Meyer (alle SPD).

In Zens sind Frank Ahrend (CDU), Boudewijn Tonkens, Maria Frohne-Jahn, Dagmar Scholz und Ute Ahrend (alle Freie Wähler) gewählt worden.

In Biere sind Claus-Dieter Vorwig, Peter Buchwald, Simon Herbrich, Thomas Thamm (alle CDU), Josefine Radmer, Hans-Jürgen Schulze, Heike Kuzaj (alle SPD) und Gisela Schröder gewählt worden.

Helga Wischnowski, Ulrich Conert (beide CDU), Hans-Georg Fabian, Maximilian Mützelburg (beide SPD), Tim Andy Sroka und Hendrik Meier (Einzelbewerber) sind in Kleinmühlingen gewählt worden.

In Großmühlingen sind Joachim Becker, Ute Möbius, Thomas Scharsig, Kai Winkler, Ines Schleinitz (alle CDU) und Monika Becker (SPD) ernannt worden.

Günter Dübecke, Rosemarie Ziem, Horst Lewy (alle SPD), Gösta Zahn (Grüne), Sebastian David, Jürgen Rode und Klaus-Dieter Schmidt (Pro Eggersdorf) sind die Eggersdorfer Ortschaftsräte.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Land unter in Bördeland

(23.05.2019)

Heftiger Starkregen hat in einigen Ortschaften für Überschwemmungen gesorgt

Ein Unwetter sorgte in Eickendorf und Zens für vollgelaufene Keller. In Kleinmühlingen trat zudem der Dorfteich über das Ufer. Auch eine Schlammlawine soll es gegeben haben.

Von Jan Iven, Sebastian Rose und Matthias Strauß

 

Kleinmühlingen/Zens/Eickendorf l Es war ein kurzes, aber heftiges Unwetter, das über Teilen von Bördeland niedergegangen ist. In Eickendorf, Kleinmühlingen und Zens kam es am frühen Dienstagabend zu einem heftigem Starkregen. Einige Straßen und Keller wurden überflutet. Vor allem von den Feldern floss das Wasser in die Ortschaften und sorgte dort für einige überflutete Keller und Straßen.

Mehrere Feuerwehren von Bördeland wurden ab 17.47 Uhr alarmiert, darunter Biere, Großmühlingen, Kleinmühlingen/Zens und Eickendorf. „Wir haben daraufhin eine eigene Technische Einsatzleitung gebildete, um die Leitstelle in Staßfurt zu entlasten“, sagte der Einsatz- und stellvertretender Gemeindewehrleiter Kevin Ritter. In Zens mussten die Feuerwehrleute zunächst einen Graben abpumpen, der überzulaufen drohte. Das Wasser wurde in einen zweiten leeren Graben, die sogenannte Pferdeschwemme, geleitet. Von dort floss das Wasser koordiniert weiter in Richtung Kleinmühlingen, erläutert Kevin Ritter.

Denn auch in Kleinmühlingen sammelten sich die Wassermassen von den Feldern in einem Graben, bis der Dorfteich schließlich überlief. Der Inhalt ergoss sich über die Zenser Straße. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, die Straße von Wasser und Schlamm zu befreien.

Auch in Eickendorf stand das Wasser auf der Straße und in einigen Kellern und musste von den Feuerwehrleuten abgepumpt werden. Eine der betroffenen Anwohner mit überflutetem Keller ist Christa Finger, die neben dem Dorfteich in Kleinmühlingen wohnt. „Erst hat es heftig geregnet. Dann habe ich ein merkwürdiges Gluckern gehört“, erzählte die 64-Jährige. Als die Friseurin schließlich im Keller nachschaute, lief dort das Abwasser aus der Toilette über. Das Wasser stand aber nicht so hoch, dass es von der Feuerwehr abgepumpte werden konnte. Christa Finger musste es daher mit einem Eimer abschöpfen und den Keller danach trocknen. „Es ist echt ärgerlich, dass das schon wieder passiert ist. 2013 stand das Wasser ja schon mal im Keller“, erklärte sie. Der Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend (CDU) forderte unterdessen einen besseren Schutz gegen Überschwemmungen in Bördeland. Erneut habe es „eine Schlammlawine“ wie bereits in der Vergangenheit gegeben. „Die Dringlichkeit wurde deutlich“, sagte Frank Ahrend. Nach der Kommunalwahl solle daher ein Treffen zwischen allen beteiligten Gremien zu dem Thema einberufen werden.

Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren. Nimmich griff auch die teilweise geäußerte Kritik auf, wonach die Gräben nicht zum ersten Mal überlaufen. „Für normale Wetterlagen halten die Anlagen. Aber bei so einem besonderen Ereignis gibt es Probleme“, bestätigte er.

Seit Jahren werden im Rahmen des Flurbereinigungskonzeptes Pläne unter anderem für weitere Regenrückhaltebecken entwickelt. „Das ist aber ein sehr langer und bürokratischer Prozess“, sagte Bernd Nimmich. Denn dabei müssen die Vorstellungen von sämtlichen Landbesitzern berücksichtigt werden, die das Vorhaben letztendlich auch mitfinanzieren müssen. Das Thema soll heute auch noch einmal im Gemeinderat besprochen werden.

 

 

Foto zur Meldung: Land unter in Bördeland
Foto: „Das war die reinste Katastrophe. Es hat innerhalb von 30 Minuten mehr als 32 Millimeter geregnet. Das Wasser kam dann vom Rübenacker“, erklärt Toni Helmut die Situation. Foto: Matthias Strauß

Starkregen: Wassermassen überfluten Bördeland

(23.05.2019)

Das Unwetter am Dienstagabend in der Gemeinde Bördeland dauerte nur knappe 30 Minuten. Dennoch waren die Folgen verheerend. Viele Keller liefen voller Wasser. Aus Toiletten lief das Abwasser über und der Schlamm kam mit dem Wasser in die Ortschaften Kleinmühlingen, Zens und Eickendorf. Über die Äcker lief das Regenwasser erst in die Gräben. Diese spülten es dann in die Ortschaften und überfluteten unter anderem den Kleinmühlinger Dorfteich. Die gerufenen Feuerwehren aus Biere, Großmühlingen, Kleinmühlingen/Zens und Eickendorf pumpten bis in die Abendstunden das Wasser aus den Dörfern. Foto: Matthias Strauß

 

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Foto: Kleinmühlingen

Arbeiten am Trinkwassernetz

(23.05.2019)

Zens (vs) l Aufgrund dringend erforderlicher Arbeiten am Trinkwasserversorgungsnetz ist dieses am Dienstag, 28. Mai, in der Zeit von 9 bis 11 Uhr in Zens unterbrochen. Der Betreiber empfiehlt, sich für den Zeitraum mit Wasser zu bevorraten. Während der Unterbrechung sollten alle Wasserentnahmestellen unbedingt geschlossen sein. Dies gilt auch für die Druckspüler in den Spülkästen der Toilette.

Foto zur Meldung: Arbeiten am Trinkwassernetz
Foto: Bitte beachten

Es klingt wieder in Feldbachs Garten

(17.05.2019)

 

Warum unter anderem Dixieland-Freunde beim Musikfest „Klänge im Raum“ gut aufgehoben sind

Sie sind wieder da, die „Klänge im Raum“. Das Musikfest im Salzlandkreis entführt an die unterschiedlichsten Orte. Unter anderem zu Pfingsten in Feldbachs Garten.

Von Heike Liensdorf

 

Zens l „Das wird toll“, sagt Wolf-Michael Feldbach mit leuchtenden Augen. Seine Frau Bärbel nickt und schmunzelt. Beide freuen sich schon riesig auf Pfingstsonnabend, 8. Juni. Und die Vorfreude teilen sie mit vielen anderen, für die der Termin auch gesetzt ist: Pfingsten geht es nach Zens. Im Garten von Feldbachs gibt es dann „Dixieland non stop“ auf die Ohren und für die Augen.

Zens ist eine von vielen „Klänge im Raum“-Stationen. Die Konzertreihe ist ein Förderprojekt des Landes und bringt Musik ins Salzland. Von klassisch bis modern. Ob im Industriemuseum Schönebeck, im Lokschuppen Staßfurt oder in verschiedenen Kirchen. Mittlerweile zum 26. Mal.

Doch zurück nach Zens: In diesem Jahr gastiert die Band „Hardt Stompers“ aus Reutlingen (Stuttgart). Die Jazzer spielen Stücke aus den frühen Jazzjahren, gemischt mit verjazzten deutschen Schlagern und kreolisch-karibischen Rhythmen. „Die Musiker spielen schön sauber. Auch vierstimmigen Satz-Gesang. Das habe ich noch nie gehört. Da zuzuhören, tut richtig gut“, schwärmt Wolf-Michael Feldbach. „Dazu ein bisschen südamerikanische Rhythmen ...“, so Bärbel Feldbach.

Die beiden haben die Gruppe zwar noch nicht live erlebt, aber schon einiges von ihnen im Internet gesehen. Und sie sind begeistert. „Wir schauen immer beim Dixieland-Festival, welche Bands da so auf dem Programm stehen und suchen dann nach ihnen im Netz, um zu hören, wie sie spielen“, erzählt er. „Das soll jetzt nicht überheblich klingen: Aber ein bestimmtes Niveau sollten die Musiker schon haben, die hier bei uns in Zens auftreten. ,Dixieland non stop‘ gibt es ja im 23. Jahr und da wissen wir und unsere Gäste schon, was gut ist.“ Ja, wenn die Leute Pfingsten nach Zens kommen, sollen sie richtigen Dixieland hören. Das erwarten sie, und das wollen Feldbachs auch bieten.

Sie hätten immer zwei, drei Favoriten. „Die ,Hardt Stompers‘ sind unsere erste Wahl gewesen. Sie waren ganz freundlich am Telefon und haben gleich zugesagt“, erzählt Wolf-Michael Feldbach. Oft würde er bei solchen Anrufen spüren, wie verdutzt die Künstler schauen nach dem Motto: Im Garten sollen wir spielen? „Aber wenn wir dann aufzählen, wer schon alles da war, sagen sie meist sofort zu“, sagt er und erinnert an Auftritte von Jörg-Hegemann-Trio, Axel Zwingenberger oder Damenorchester Salome. „Eine Band hat auch schon von sich aus angerufen und gefragt, ob sie bei uns spielen darf.“

Unter den jährlich gut 400 Besuchern gehört ein Großteil zum Stammpublikum. Die ersten sind schon zwei Stunden eher im Garten mit einem guten Platz und einen guten Blick auf die Terrasse zu haben, die sich dann für einige Stunden in eine Bühne verwandelt. Und auch in diesem Jahr können Feldbachs wieder auf zahlreiche helfende Hände bauen. Die Heimatfreunde Zickenzens werden in bewährter Weise für das leibliche Wohl sorgen. Der beliebte Zwiebelkuchen wird nicht fehlen – versprochen. Die Ausstellung bestreitet in diesem Jahr Thomas Riedel aus Barleben. Von ihm sind Fotos zu sehen.

Eintrittskarten an der Abendkasse, weitere Infos unter www.mitteldeutsche-kammerphilharmonie.de, Telefon (03928) 40 04 29

Foto zur Meldung: Es klingt wieder in Feldbachs Garten
Foto: Noch können Bärbel und Wolf-Michael Feldbach auf der Terrasse sitzen. Pfingsten wird sie wieder zur Bühne. Foto:Heike Liensdorf

Sieben Räume für Wahl in Bördeland

(14.05.2019)

 

Biere (eb) l Die Kommunal- und Europawahl am 26. Mai steht kurz vor der Tür. Die Gemeinde Bördeland um Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) gibt bekannt, wo in den einzelnen Ortsteilen gewählt werden kann. In allen sieben Ortschaften sind Wahlräume zur Verfügung gestellt. In Biere kann in der Kindertagesstätte „Bördespatz“ in der Friedensstraße 1b gewählt werden. Im Ortsteil Welsleben findet die Wahl in der Grundschule „Juri Gagarin“ in der Krumme Straße 4 statt. In Eggersdorf wird im Bürgerhaus in der Kirchstraße 4 gewählt.

Weiter kann die Stimmabgabe in Eickendorf im Traditionshof in der Bäckerstraße 3 erfolgen. In Großmühlingen wird in der Grundschule „Friederich Loose“ im Breiter Weg 3 gewählt. Kleinmühlingens Bürger wählen im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr im Große Graue 13. In Zens wiederum wird in der „Grünen Ecke“ am Sportplatz gewählt. Alle Wahlräume sind barrierefrei für die Bürger zu erreichen.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Aufmerksamer Passant rettet den Dorfteich

(29.04.2019)

Kleinmühlingen (eb) l Am Freitag ereignete sich in Kleinmühlingen in der Zenser Straße, auf Höhe des Dorfteiches, ein Verkehrsunfall mit Personenschaden. Ein in Richtung Zens fahrender VW Passat prallte aus noch ungeklärten Ursachen gegen einen Betonpfeiler. Beim Aufprall auf den noch aus DDR Zeiten stammenden Pfeiler lösten alle Airbags des Autos aus. Die Frau wurde leicht verletzt. Nur einem Passanten ist es zu verdanken, dass das ausgelaufene Motoröl nicht in den angrenzenden Dorfteich lief. Er streute Sand auf die Betroffene Stelle, nachdem er die Frau aus ihrem Auto zog. Bei dem Feuerwehreinsatz kamen insgesamt elf Kameraden der Ortswehren Kleinmühlingen, Großmühlingen und Zens zum Einsatz.

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Foto: Feuerwehren Bördeland

Die Osterfeuer in der Gemeinde Bördeland-alle finden am Ostersonnabend, den 20. April statt

(14.04.2019)

 

 

 

Biere

Feuerplatz: Im Park neben der Kindertagesstätte

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: keine Anlieferung möglich (Verwendung von Feuerschalen)

Eggersdorf:

Feuerplatz: Festwiese hinter der Gaststätte „Zum Pferdestall“

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Entgegennahme von Brennmaterial nur am Karfreitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr

Eickendorf:

Feuerplatz: Traditionshof (Feuerkörbe werden benutzt)

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Am 13. April in der Zeit von 9 bis 13 Uhr zum Feuerplatz (Dreihöhenberg)

Großmühlingen:

Feuerplatz: Platz vor der ehemaligen Badeanstalt

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Am 13. April von 9 bis 12 Uhr und am 20. April in der Zeit von 9 bis 12 Uhr

Kleinmühlingen:

Feuerplatz: Mühlberg

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Vom 15. bis 18 April nach Absprache mit Herrn Rust. Dieser ist unter der Mobilnummer (0172) 307 14 64 zu erreichen.

Zens:

Feuerplatz: Platz an der Ecke Feldweg (Ortseingang Zens, von Kleinmühlingen: rechts)

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Am 12. April von 9 bis 13 Uhr

Welsleben

Feuerplatz: Der Platz vor dem Feuerlöschteich an der B246a

Beginn: 19 Uhr

Anlieferung: Ab dem 10. April von montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr. Sonnabends von 9 bis 17 Uhr. Sonntags von 9 bis 12 Uhr und Karfreitag von 9 bis 12 Uhr. Keine Annahme am Ostersonnabend. Abgabe gegen Entgeldspende.

Es dürfen überall nur Baum- und Strauchschnitt abgelagert werden. Keine Wurzeln, Laub oder anderes Material.

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Foto: Gemeinde Bördeland

Feuerwehrleute in der Mache

(27.03.2019)

Kinderwartin Michéle Runge engagiert sich für Nachwuchs

Ein Patenrezept für die Nachwuchsarbeit habe sie nicht, aber Michéle Runge, Kinderwartin der Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens, versucht durch Spiel und Spaß die Kinder mit der Arbeit der freiwilligen Feuerwehr vertraut zu machen.

Von Julia Puder

 

Kleinmühlingen l Acht Kinder, drei Betreuer, ein Fußball und ganz viel Spaß – mehr braucht es nicht um einen Dienst der Kinderfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens zu gestalten. Bei schönstem Frühlingswetter lernen die Kleinsten der Feuerwehr so auch wie man im Team zusammenarbeitet. Zuvor hatten sie sich im Gerätehaus der Feuerwehr schon mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ beschäftigt und mit Augenbinden versehen verschiedene Früchte probiert.

„Wir versuchen den Dienst der Kinderfeuerwehr abwechslungsreich zu gestalten, damit es für die Kleinen immer interessant bleibt“, erklärt Kinderfeuerwehrwartin Michéle Runge. Dafür erstelle sie halbjährlich einen Dienstplan, der zu 30 Prozent aus Feuerwehrthemen und zu 70 Prozent aus Spiel und Spaß besteht. So könne man durch Teamspiele und ähnlichem die Kinder an die Arbeit der Feuerwehr heranführen ohne sie zu überfordern oder zu langweilen, so Runge.

Michéle Runge spricht dabei aus persönlicher Erfahrung, denn die 21-jährige Großmühlingerin engagiert sich seit zehn Jahren bei der Feuerwehr. „Damals hat mich eine Freundin einfach mit zu einem Dienst genommen, und seitdem wollte ich nie wieder etwas anderes machen“, schwärmt sie von der Arbeit in der freiwilligen Feuerwehr. Durch zahlreiche Seminare, Weiterbildungen und ihre vielen Dienstjahre wurde sie vor kurzem sogar zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Im Zuge dessen übernahm sie dann auch die Leitung der Kinderfeuerwehr.

Fragt man sie nach ihrer Motivation und warum sie sich so viele Jahre für die Feuerwehr engagiert, hat sie eine klare Antwort: „Wir sind eine eingeschworene Truppe, fast wie eine Familie, das möchte ich niemals missen.“ Dass man sich untereinander versteht und gut zusammenarbeitet, ist ihrer Meinung nach sehr wichtig.

„Aus diesem Grund versuchen wir gemeinsame Dienste der Kinder- und Jugendfeuerwehren zu organisieren, damit ihnen der Übergang leichter fällt.“ Auch während der Grundausbildung sei man füreinander da und unterstütze sich gegenseitig beim Lernen.

Die Nachwuchsarbeit sei sehr wichtig für den Erhalt der freiwilligen Feuerwehren. Durch öffentliche Termine, wie die Brandschutzübungstage an Grundschule, könne man neuen Nachwuchs für die Feuerwehr gewinnen.

Ein Problem sieht sie eher darin, diese Kinder und Jugendliche dann auch für die aktive Wehr zu halten. „Leider hören viele nach der Jugendfeuerwehr auf, da sie anderen Verpflichtungen wie Ausbildung und Studium nachgehen wollen“, so Runge. Sie könne das aber auch verstehen, weil die Arbeit bei der freiwilligen Feuerwehr auch mit viel Arbeit verbunden ist.

„Man ist jedes zweite Wochenende bei der Feuerwehr und beschäftigt sich mit Dienstplänen, Einsätzen und deren Vor- und Nachbereitung“, erklärt Runge die Aufgaben eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau. Doch für sie sei die Feuerwehr ihre große Leidenschaft. „Die Uniform ist mittlerweile ein Teil von mir geworden. Ich könnte mir sogar vorstellen, sie in meinem Hochzeitskleid irgendwie einzubauen“.

Auch in der nächsten Zeit soll es in der Kinderfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens nicht langweilig werden. „Wir nehmen am 13. April an einem Hallensportfest in Aschersleben teil. Dort treffen sich alle Kinderfeuerwehren des Salzlandkreises um zusammen Sport zu machen“, erzählt Michéle Runge. Außerdem freuen sich die Kinder schon auf das Osterfeuer, das sie gemeinsam mit den aktiven Kameraden anstecken dürfen.

Foto zur Meldung: Feuerwehrleute in der Mache
Foto: Die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens verbringen viele spannende Nachmittage mit ihrer Kinderwartin Michéle Runge (Mitte) und lernen dabei spielerisch mehr über die Arbeit der Feuerwehr.Foto: Julia Puder

Heimatgeschichte-Schweres Unwetter legt Grube lahm

(27.03.2019)

Wie „Pauline“ ihr Ende fand

Zens (jp) l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute geht es weiter mit dem Bergbau in Zens.

Die Bergleute aus Zens arbeiteten vorwiegend in den Gruben um Großmühlingen und in der Grube „Pauline“, die sich an der Stelle des heutigen Zenser Teiches befand. Am 20. Mai 1879 entlud sich ein schweres Gewitter im Gebiet zwischen Großmühlingen und Calbe.

Die Grube „Pauline“, Teil der Consolidierten Vereinigung beziehungsweise der Grube Vereinigung, an der Schlöte wurde durch die hereinbrechenden Wassermassen einer Wasserhose, die durch zwei Brüche in die Grube gelangten, unter Wasser gesetzt.

Ob die Grube nach diesem Unglück wieder in Betrieb gehen würde, war sehr fraglich. Am 24. Oktober 1879 versteigerte der Calbenser Immobilienmakler W. Pellnitz die noch vorhandenen Gebäude der Grube „Pauline“ zum Abbruch. Dazu gehörten zwei Häuser, ein großer und ein kleiner Schuppen sowie weitere Gegenstände.

Damit hatten die dort beschäftigten Bergleute ihre Arbeit verloren. Auf der anderen Seite des Weges nach Zens war zwar bereits eine zweite Grube „Julie“ eingerichtet worden, deren Förderung blieb aber gering und wurde schon nach wenigen Jahren, circa 1885, eingestellt.

Erfahren Sie im nächsten Teil mehr über das Jagdgebiet und den Jagdbestand in und um Zens.

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Foto: Chronist Dr. Matthias Wiese

Kein Solarpark in Eickendorf

(26.03.2019)

Beschluss wird abgelehnt

Biere/Eickendorf (jp) l Ein Tagesordnungspunkt der Agenda der Gemeinderatssitzung Bördeland war der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Solarpark an der A14“ in Eickendorf. Demnach lege der Gemeinde Bördeland ein Antrag auf Errichtung eines Solarparks mit zehn Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr entlang der Autobahn A 14 im Ortsteil Eickendorf vor.

Neben der Aufstellung des Bebauungsplanes müsste dafür auch der Flächennutzungsplan angepasst werden, da das Gebiet zurzeit noch als reine landwirtschaftliche Fläche gekennzeichnet ist und genutzt wird. Dieser Punkt sorgte bei einigen Gemeinderäten für Diskussionen. Immerhin sei der Boden das kostbarste Gut in Bördeland. „Wir setzen ein falsches Zeichen, wenn wir unseren guten Boden für sowas nutzen“, stellte sich Ekkehard Horrmann der Bürgerinitiative Welsleben gegen den Beschluss.

Auch Frank Ahrend, Ortsbürgermeister von Zens, sprach sich gegen den Bau des Solarparks aus: „Wir haben schon genug Land für die Industrie hergegeben“. Eickendorfs Ortsbürgermeister Marco Schmoldt kann die Ablehnung des Projektes nicht verstehen. Es sei ein geringerer Eingriff in die Natur als zum Beispiel der Bau einer Windkraftanlage, so Schmoldt. Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich erklärte noch einmal, dass nur eine geringe landwirtschaftlich nutzbare Fläche beeinträchtigt wäre und diese nach Abbau der Anlage auch wieder genutzt werden könne.

Der Gemeinderat entschloss sich letztendlich mit acht zu sieben Stimmen gegen den Bau eines Solarparks an der Autobahn A14.

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Foto: Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich

Mehr Biogas in Zens

(26.03.2019)

Warum der Gemeinderat von Bördeland der Erweiterung der Anlage zustimmt

Die Biogasanlage in Zens der Firma Landboden Mühlingen GmbH soll erweitert werden, um mehr Strom zu erzeugen.

Von Julia Puder

 

Biere/Zens l Eine lange Diskussion brauchte es nicht, als der Gemeinderat vergangene Woche über den Grundsatzbeschluss zur Erweiterung der Biogas-Anlage in Zens beriet. „Eine Erweiterung ist von öffentlichem Interesse“, meinte Frank Ahrend (CDU), Ortsbürgermeister von Zens. Sie ist, seiner Meinung nach, für die Sicherstellung der Wärmeversorgung notwendig.

Seit 2014 läuft die Biogasanlage in Zens und wird vorrangig zur Stromerzeugung genutzt. Dieser entsteht durch die Vergasung von Biomasse, in diesem Fall Mais aus eigenem Anbau und Hühnerkot, der aus den Niederlanden importiert wird. Inhaber ist die Firma Landboden Mühlingen GmbH, mit Geschäftsführer Oltman Tonkens. Der Strom geht dann an einen Energieversorger. Außerdem versorgt die Anlage seit einigen Jahren auch die Haushalte der Ortschaft Zens mit Wärme.

2,3 Millionen Kubikmeter Biogas

Der Gemeinde Bördeland lag nun ein Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes zur Erweiterung der bereits bestehenden vor. Demnach soll die Anlage an umweltgesetzliche und energiepolitische Änderungen angepasst werden, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes gewährleisten zu können.

„Die Anlage soll höher bestückt werden, um mehr Energie zu erzeugen“, erklärt Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) das Vorhaben.

Insgesamt soll dann eine Biogasmenge von 2,3 Millionen Normkubikmetern pro Jahr erzielt werden. Dadurch soll sich auch die Nahwärmeversorgung des Ortes verbessern. Dafür müsse man aber die Nutzungsfläche vergrößern und auf landwirtschaftliche Flächen erweitern. Im Zuge dessen sei eine Anpassung des Flächennutzungsplanes notwendig.

Es sei eine Sondergebietsfläche für Biogas und Erneuerbare Energien auszulegen. Der Gemeinderat hat sowohl der Anfertigung eines Bebauungsplanes als auch der Anpassung des Flächennutzungsplanes zugestimmt.

75 Haushalte werden mit Wärme versorgt

Dennoch wurde von Seiten einiger Gemeinderatsmitglieder auch ein Problem angemerkt. Zum Standort der Biogasanlage am Ortsrand führen Straßen, die sich in einem schlechten Zustand befinden. Wenn die Anlage nun vergrößert wird, muss auch mehr Biomasse dorthin transportiert werden. Um die Straßen nicht noch weiter zu verschlechtern, müsse für dieses Problem eine Lösung gefunden werden.

Momentan läuft die Anlage bedarfsorientiert, erklärt Boudewijn Tonkens von der Landboden Mühlingen GmbH. Das heißt, sie läuft dann, wenn Strom gebraucht wird. Zurzeit sind 75 Haushalte an das Nahwärmeversorgungsnetz angeschlossen. Wenn alles nach Plan läuft, würde man gern im kommenden Jahr mit den Ausbauarbeiten beginnen, so Tonkens.

Der nächste Schritt für den Investor sei aber nur erstmal die Zusammenkunft mit dem Planungsbüro, um die nötigen Unterlagen zur Anpassung des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes zusammen zu stellen.

Diese Unterlagen werden dann an den Ortschaftsrat in Zens sowie an die Verwaltung der Gemeinde Bördeland und dem Gemeinderat übergeben, gesichtet und entsprechend ausgewertet.

Foto zur Meldung: Mehr Biogas in Zens
Foto: Biogasanlage Zens

Verschwendung von Steuergeldern

(25.03.2019)

Zum Artikel „Radweg Salzer Straße: Das eilige Projekt“ (Volksstimme vom Sonnabend, 23. März) schickte Dieter Knabe aus Zens einen Leserbrief. Er hält einen Radweg hier für unnötig:

Es wäre mal an der Zeit, eine Umfrage zu starten, um Meinungen der Bürger zu hören. Meine Meinung ist, dass hier Steuergelder verschwendet werden. Hier wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.

Meine Meinung ist, dass das Verkehrskonzept auf dem Markt eigentlich ganz gut läuft. Weitläufig wäre es doch sinnvoll dies in der Salzer Straße fortzuführen. Schönebeck soll moderner und die Innenstadt belebter werden.

Ich bin im letzten Jahr mit dem Fahrrad durch Hamburg und Berlin gefahren. Für Radwege hat man in Großstädten wie jeder weiß keinen Platz und kein Geld. Hier dürfen Fahrradfahrer gleichberechtigt mit Fußgängern den Gehweg benutzen (Gehwege dürfen auch in den Städten nur benutzt werden, wenn sie durch das weiße Zusatzschild „Radfahrer frei“ freigegeben sind – die Redaktion). Es sind alle Verkehrsteilnehmer und es zählt der Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

Foto zur Meldung: Verschwendung von Steuergeldern
Foto: Fahrradfahrer

Musik an der Mühle

(22.03.2019)

Heimaträtsel zeigt Kapelle vor Kleinmühlinger Wahrzeichen

Von Julia Puder

Kleinmühlingen l „Na das ist doch die alte Bockwindmühle in Kleinmühlingen“, erkannte Gudrun Gösch unser Heimaträtselfoto sofort. Und damit lag sie goldrichtig. Gesucht war aber nicht nur die Mühle am Ortsrand von Kleinmühlingen. Wir haben uns auch für die Menschen interessiert, die augenscheinlich davor musizierten. Auch dazu konnte Gudrun Görsch, die selbst auch in Kleinmühlingen wohnt, ein paar Sätze sagen.

„Mein Papa ist der Musiker mit der Trommel in der Mitte des Bildes“, erzählt sie stolz. Außerdem erkennt sie noch Karl und Ernst Brüche und Herrn Zickner. Sie vermutet, dass das Bild in den Fünfziger Jahren aufgenommen wurde. Ein ähnliches Bild habe sie auch Zuhause hängen.

Ralf Bethge aus Zens teilte der Volksstimme-Redaktion mit, dass seine Schwiegermutter Ursula Hanke, auf dem Bild ihren verstorbenen Mann Friedrich Hanke aus Kleinmühlingen wiedererkannte. „Sie spielten damals, circa 1958, auf dem Mühlberg in Kleinmühlingen“, schrieb Bethge in einer E-Mail. Er habe außerdem seinen Gartennachbarn Heinz Brüche und Zenser Walter Kahse erkannt.

Auch Anja Ehme hat erkannt, dass es sich bei den Musikern um die Schalmeienkapelle von Kleinmühlingen handelt.

Zur Verfügung gestellt wurde das Foto von Heidi und Hans-Georg Brüche, die es bei einem Besuch des Onkels im Schwarzwald entdeckt haben. Dieser stammte ebenfalls aus Kleinmühlingen. Auf dem Foto sind sowohl der Onkel als auch der Vater von Hans-Georg Brüche zu sehen.

Gewonnen hat in dieser Woche Gudrun Gösch. Sie kann sich ihren Gewinn, einen Biber-Ticket Gutschein, in der Volksstimme-Redaktion, Wilhelm-Hellge-Straße 71 in Schönebeck abholen.

Auch morgen haben wir wieder ein Heimaträtsel für Sie vorbereitet. Also rätseln Sie fleißig mit.

Foto zur Meldung: Musik an der Mühle
Foto: Links: Die Schalmeienkapelle Kleinmühlingen vor der alten Bockwindmühle. Foto: Archiv/Brüche Rechts: Die Mühle musste abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Foto: Thomas Linßner

Heimatgeschichte

(19.03.2019)

Arbeiter siedeln um

Höherer Verdienst lockte Zenser an

 

Zens (jp) l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute geht es weiter mit dem Bergbau in Zens.

In den acht Tuchmacher- und Wollwarenfabriken in Calbe waren 1879 zehn Dampfmaschinen und elf Dampfkessel in Betrieb, die ebenfalls einen erheblichen Braunkohlebedarf generierten. Hinzu kamen noch 20 Brauereien und 10 Brennereien mit ebenfalls erheblichem Braunkohlebedarf.

Ein Teil der Braunkohleförderung wurde in acht Fabriken zu Kohlepresssteinen verarbeitet und in diesem Zustand zur häuslichen Feuerung benutzt. Der sich rasant entwickelnde Braunkohlenbergbau benötigte unter den damals vorherrschenden einfachen Arbeitsmitteln zahlreiche Arbeitskräfte. Sie und ihre Familien siedelten sich zumeist in Städten oder in Orten an, wo unmittelbar Bergbau betrieben wurde. Schon nach kurzer Zeit reichten die Unterbringungsmöglichkeiten dort nicht mehr aus, sodass sich um 1850 Bergleute auch in Zens ansiedelten.

Zenser, die bis dahin in der Landwirtschaft oder im dörflichen Handwerk beschäftigt waren, nahmen eine Arbeit im Bergbau auf, da man dort einen höheren Verdienst erreichen konnte als in der Landwirtschaft. Ein Bergarbeiter verdiente 1879 knapp 38 Prozent mehr als ein landwirtschaftlicher Arbeiter. Trotzdem reichte der Verdienst allein nicht aus, eine ganze Familie zu unterhalten. Sie mussten deshalb ein Stückchen Land erwerben und Ziegen halten. Erfahren Sie im nächsten Teil wie ein schweres Gewitter den Betrieb der Grube bedrohte.

Foto zur Meldung: Heimatgeschichte
Foto: Chronist Dr. Matthias Wiese

Auf Tuchfühlung

(19.03.2019)

Feuerwehr klärt in Grundschule in Großmühlingen über Erste Hilfe und Brandschutz auf

Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse der Grundschule „Friedrich Loose“ in Großmühlingen konnten einmal die Ausrüstung und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ganz nah erleben.

Von Julia Puder

roßmühlingen l Die Schüler der Grundschule „Friedrich Loose“ in Großmühlingen staunten nicht schlecht, als plötzlich mehrere Feuerwehrleute auf ihrem Schulflur standen. Punkt acht Uhr schellte die Schulglocke und leitete damit die Brandschutzerziehungstage ein. Männer und Frauen aus den Ortswehren Biere, Großmühlingen, Kleinmühlingen/Zens und Welsleben waren dafür in voller Montur in die Schule gekommen.

Die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse erwarteten zwei spannende Tage voller interessanter Themen rund um das Thema Brandschutz. Dafür hatten sich die Feuerwehrleute einige praktische Projekte ausgedacht, die die Kinder spielerisch an die wichtigen Themen heranführen sollten. Die Brandschutzerziehungstage sind eine Auflage des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt um die Schüler für Gefahren im Zusammenhang mit Feuer und die Arbeit der Feuerwehr zu sensibilisieren.

„Den Kindern wurde das Thema Brandschutz praxisnah und grundschulgerecht beigebracht, sozusagen Feuerwehr zum Anfassen“, freut sich Schulleiterin Helga Frenzel über die Projekte der Feuerwehrleute. Diese brachten sogar zwei Feuerwehrfahrzeuge mit, die von den Kindern direkt freudestrahlend in Beschlag genommen wurden. „Die Mädchen und Jungen konnten das gesamte Fahrzeug anschauen, anfassen und erklären lassen. Auch Parallelen zum Feuerwehrmann Sam wurden dabei festgestellt“, erzählt Gemeindewehrleiter Hans Georg Fabian.

An der Station „Erste Hilfe“ konnten die Schülerinnen und Schüler erlernen, wie man als Ersthelfer einen Verband anlegt. Nach der Unterweisung liefen viele „Verletzte“ mit Kopfverband oder Verbänden an Armen und Füßen über das Schulgelände.

Die Ausrüstung der Feuerwehrleute war eine weitere Station. Dort konnten die Kinder einmal hautnah sehen, was der Feuerwehrmann so alles mit sich trägt, vom Helm über das Atemschutzgerät bis hin zur Feuerwehraxt. Anhand von Attrappen konnten diese dann auch einmal ausprobiert werden. Auch das Verhalten bei einem Brand wurde den Kindern beigebracht. Wie setze ich den Notruf ab? Welche Nummer wähle ich? All diese Fragen beantworteten die Feuerwehrleute.

„Die Aktion wurde von den Kindern sehr gut angenommen und einige wollen wohl auch bei der Kinderfeuerwehr mitmachen“, erzählt Frenzel und freut sich über das Interesse der Kinder.

In der nächsten Woche sind die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren in der Grundschule „Juri Gagarin“ in Welsleben unterwegs. Auch dort werden sie über das Thema Brandschutz aufklären.

Foto zur Meldung: Auf Tuchfühlung
Foto: Die Mädchen und Jungen der Grundschule konnten nach der Erste-Hilfe-Übung auch mal einen Blick in ein funktionstüchtiges Feuerwehrfahrzeug werfen. Die Feuerwehrleute beantworteten ihnen sämtliche Fragen zur Ausstattung.Fotos: Freiwillige Feuerwehr Bördeland

Friedensfahrt quer durch Schönebeck

(15.03.2019)

Heimaträtsel zeigt bekanntestes Radrennen der Region

In dieser Woche führte uns das Heimaträtsel nach Schönebeck genauer auf den Körnerplatz, wo in den Sechziger Jahren die Kleine Friedensfahrt stattfand.

Von Julia Puder

 

Schönebeck l Die Lösung des Heimaträtsels war in dieser Woche wieder eine Leichtigkeit für unsere Leser. Viele erkannten den abgebildeten Ort und die Veranstaltungen die dort stattfand.

„Es handelt sich hierbei um die Kleine Friedensfahrt in der Körnerstraße“, erzählt Marion Weber aus Bad Salzelmen wie aus der Pistole geschossen. Ihr Mann habe sich einige Jahre später selbst daran beteiligt, erinnert sie sich.

Auch Roland Wenzel aus Schönebeck weiß, dass es sich hierbei um die Ecke Goethestraße/Körnerstraße, den sogenannten Körnerplatz handelt. „Es ist sehr gut an den Erkern der Häuser erkennbar“, erzählt Wenzel am Telefon.

Volksstimme-Leserin Bärbel Möller kann sich auch noch an den Körnerplatz erinnern, obwohl sie schon seit 43 Jahren in Schwerin lebt. „Von der Goethestraße aus bin ich immer zum Bahnhof gelaufen“, erinnert sie sich.

Angelika Stolpe hat den Ort aus ganz persönlichen Gründen erkannt: „Es handelt sich um die Körnerstraße 8. Das Haus ist vor einigen Jahren abgerissen worden. Ich habe als Kind in diesem Haus gewohnt“, schrieb sie der Volksstimme per E-Mail.

Schönebeckerin Heike Ohle hat ebenfalls eine emotionale Verbindung zum Rätselfoto, jedoch eher zu der Veranstaltung, die darauf zu sehen ist. „Es handelt sich um die sogenannte Kleine Friedensfahrt. Ich selbst habe 1975 auch daran teilgenommen und sogar gewonnen“, erinnert sie sich.

Auch Dieter Knabe aus Zens hat den Körnerplatz erkannt und sich ebenfalls schon mal an einer Friedensfahrt beteiligt. „Aus allen Schulen wurden die besten Sportler dazu delegiert“, schreibt er.

Ebenso sportlich unterwegs war Harald Bahr von Ehrenberg. „Einige Male bin ich als Schulkind in meiner Altersgruppe mitgefahren. Fast alle anderen waren schon im Ziel, als ich dann irgendwann ankam, aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, erzählt er.

Heimaträtsel-Gewinner ist in dieser Woche Dieter Knabe der sich den Preis in der Redaktion abholen kann. Morgen folgt dann ein neues Rätsel.

Foto zur Meldung: Friedensfahrt quer durch Schönebeck
Foto: Körnerplatz in Schönebeck

Hoher Bedarf an Kohle

(15.03.2019)

Industrie wirkt sich auf Bergbau aus

Zens (jp) l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute geht es weiter mit dem Bergbau in Zens.

1792 nahm in Elmen eine Dampfmaschine zur Hebung der Sole ihre Arbeit auf. Bis dahin hatten 109 Pferde in den Tritträdern der Scheibenkünste den Antrieb zur Solehebung erzeugt. Zur Brennstoffzufuhr hatte man bereits 1790 begonnen, eine Braunkohlengrube bei Welsleben anzulegen. 1846 kam die „Königliche Braunkohlengrube“ bei Eggersdorf hinzu. 1849 entstanden fünf Braunkohlengruben um Großmühlingen.

Um 1850 ließ der Calbenser Fabrikant Schotte an der Stelle des heutigen Zenser Teiches eine Grube abteufen - „Pauline“ oder auch „Schottischer Schacht“ genannt. Die sich entwickelnde Rübenzuckerindustrie im Kreis Calbe ließ den Braunkohlenbedarf weiter rasch nach oben schnellen.

Der mit dem zunehmenden Baugeschehen wachsende Bedarf an Backsteinen führte zur Erweiterung der Produktion in bestehenden Ziegeleien und den Aufbau neuer, die ebenfalls einen erheblichen Bedarf an Braunkohle als Brennstoff entwickelten. 1879 gab es im Kreis Calbe 26 Ziegeleien, von denen elf mit Kalkbrennereien verbunden waren. In den acht Tuchmacher- und Wollwarenfabriken in Calbe waren 1879 zehn Dampfmaschinen und elf Dampfkessel in Betrieb, die ebenfalls einen erheblichen Braunkohlebedarf generierten.

Wie sich das auf die Entwicklung der Ortschaft Zens auswirkte, erfahren Sie im nächsten Teil.

Foto zur Meldung: Hoher Bedarf an Kohle
Foto: Chronist Dr. Matthias Wiese

Hoher Bedarf an Kohle-Heimatgeschichte

(15.03.2019)

Industrie wirkt sich auf Bergbau aus

Zens (jp) l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute geht es weiter mit dem Bergbau in Zens.

1792 nahm in Elmen eine Dampfmaschine zur Hebung der Sole ihre Arbeit auf. Bis dahin hatten 109 Pferde in den Tritträdern der Scheibenkünste den Antrieb zur Solehebung erzeugt. Zur Brennstoffzufuhr hatte man bereits 1790 begonnen, eine Braunkohlengrube bei Welsleben anzulegen. 1846 kam die „Königliche Braunkohlengrube“ bei Eggersdorf hinzu. 1849 entstanden fünf Braunkohlengruben um Großmühlingen.

Um 1850 ließ der Calbenser Fabrikant Schotte an der Stelle des heutigen Zenser Teiches eine Grube abteufen - „Pauline“ oder auch „Schottischer Schacht“ genannt. Die sich entwickelnde Rübenzuckerindustrie im Kreis Calbe ließ den Braunkohlenbedarf weiter rasch nach oben schnellen.

Der mit dem zunehmenden Baugeschehen wachsende Bedarf an Backsteinen führte zur Erweiterung der Produktion in bestehenden Ziegeleien und den Aufbau neuer, die ebenfalls einen erheblichen Bedarf an Braunkohle als Brennstoff entwickelten. 1879 gab es im Kreis Calbe 26 Ziegeleien, von denen elf mit Kalkbrennereien verbunden waren. In den acht Tuchmacher- und Wollwarenfabriken in Calbe waren 1879 zehn Dampfmaschinen und elf Dampfkessel in Betrieb, die ebenfalls einen erheblichen Braunkohlebedarf generierten.

Wie sich das auf die Entwicklung der Ortschaft Zens auswirkte, erfahren Sie im nächsten Teil.

Foto zur Meldung: Hoher Bedarf an Kohle-Heimatgeschichte
Foto: Chronist Dr. Matthias Wiese

Das Mühlrad drehte sich wieder

(14.03.2019)

Müller in Zens durften ab 1807 wieder ihre eigenen Mühlen errichten

Von Julia Puder

Zens l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute geht es weiter mit dem Landhandwerk in Zens.

Die Handwerkerdichte korrespondierte eng mit der Zahl und der Wirtschaftsstärke der marktproduzierenden Bauernwirtschaften. Die hohe Handwerkerdichte in Zens und Umgebung ist unter anderem auch damit zu erklären, dass die relative Belastung durch Feudalabgaben im Verhältnis zu den Erträgen niederiger war als in anderen Gebieten und somit die Kaufkraft der für den Markt produzierenden Bauernwirtschaften höher lag.

Außerdem waren die Gesindeentgelte im Vergleich zu den ostelbischen Gutswirtschaften höher.

Ein geflügeltes Wort war „Handwerk hat goldenen Boden.“ Das traf damals nur vereinzelt zu. Allein mit den Einnahmen aus der handwerklichen Tätigkeit konnten viele ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Deshalb kauften oder pachteten sie kleinere Ackerflächen oder Gärten, um für den Eigenbedarf eine zusätzliche Quelle zu erschließen.

Nicht zuletzt bleibt festzustellen, dass das Wachstum der Dorfbevölkerung, zumindest bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in hohem Maße von Dorfhandwerkern und ihren Familien getragen wurde.

Die ortsansässigen Handwerker lassen sich in mehrere Gruppen gliedern. Handwerker, die vorwiegend für die Bedürfnisse der bäuerlichen Wirtschaften arbeiteten, waren Schmiede, Zimmerleute, Stellmacher, Tischler, Böttcher und Maurer.

Handwerker, die für die Bedürfnisse der Haushalte arbeiteten, waren Schneider, Schuhmacher und Leinenweber. Nach 1860 endete die Ära der Leineweber, weil die Konkurrenz der industriellen Webereien so groß geworden war, dass sich eine handwerkliche Weberei allgemein nicht mehr lohnte.

Nachdem 1807 der Mahlzwang, der die Bauern aus der Stadt Calbe, den beiden Vorstädten und aus zehn Dörfern, darunter auch Zens, verpflichtete, ihr Korn ausschließlich in der Calbeschen Mühle mahlen zu lassen, aufgehoben war, ging man daran, in den verschiedenen Orten eigene Mühlen zu errichten.

Damit sollten Transportaufwand gespart und das Preisdiktat aufgebrochen werden. So wurde 1819 auf den sogenannten Flachsbergen eine sechsarmige Bockwindmühle errichtet. Besitzer waren der Windmüller Johann Andreas Lücke und dessen Ehefrau Margarethe Elisabeth Lücke, geb. Freitag.

Nachfolger des am 4. Juni 1820 verstorbenen Johann Andreas Lücke wurde der Windmüller Friedrich Heinrich Julius Laue. 1841 übernahm der Sohn des Vorbesitzers Joachim Andreas Lücke die ehemalige väterliche Mühle.

Als er auf das Altenteil ging, führte sein Sohn, der Müller Andreas Friedrich Lücke, die Mühle, bis er 54-jährig kurz nach seinem Vater am 9. Mai 1885 verstarb. Seine Witwe verkaufte daraufhin im Juli 1885 das Mühlengrundstück an den Müller Wilhelm Diesing. Von 1888 bis 1890 war Otto Heinemann Mühlenbesitzer.

1897 kauften der Müllermeister Franz Koch und seine Ehefrau Maria, geb. Engler, Teile der im Dorf gelegenen vormals Lücke‘schen Grundstücke und errichteten eine Mühle südlich der alten auf der anderen Seite der Straße nach Calbe.

Der Bergbau um Zens

Um Zens herum gab es zahlreiche Vorkommen an Sand und Kies, aber auch Lehm und Ton. Im Zuge der sich verstärkenden Bautätigkeit entstanden Gruben zur Gewinnung dieser Baustoffe rings um das Dorf herum. Nach Abschluss der Ausbeutung wurden sie zu Aschegruben umfunktioniert.

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts entstand ein wachsender Bedarf an der Braunkohle als Brennstoff. 1792 nahm in Elmen eine Dampfmaschine zur Hebung der Sole ihre Arbeit auf.

Mehr über den Bergbau um Zens, die Auswirkungen der Industrialisierung und die Jagd erfahren Sie im nächsten Teil.

Foto zur Meldung: Das Mühlrad drehte sich wieder
Foto: Chronist Dr. Matthias Wiese

Mit Bleistiftstummel zum Schnellporträt

(12.03.2019)

Pressezeichner und Journalist Karl-Heinz Klappoth überrascht Gäste der Frauentagsfeier in Zens

Der Ortschaftsrat Zens, unterstützt von fleißigen Helfern aus dem Ort, lud Alt und Jung zur traditionellen Frauentagsfeier in die „Grüne Ecke“ in Zens ein.

Von Klaus-Dieter Schmidt

Zens l Ortsbürgermeister Frank Ahrend eröffnete die Feier, begrüßte und beglückwünschte besonders die anwesenden Frauen zu ihrem Ehrentag, lobte deren Handeln in Gesellschaft und Familie, sprach von Anerkennung und Achtung verbunden mit Dankesworten.

Natürlich ging das Gemeindeoberhaupt in seinen weiteren Ausführungen auch auf die Dorfentwicklung ein. Mit den Worten: „Zens lebt, Zens soll Zukunft haben“, lobte er das gemeinsame Handeln der Bürger in dem 287-Seelen-Dörfchen, ihr schöner Zusammenhalt in der dörflichen Gemeinschaft. Die Umgestaltung des Sportplatzes und der „Grünen Ecke“ für den Breitensport ist eine Aufgabe, die der Rat anvisiert hat und auch lösen will. Deshalb kandidiert Ahrend wieder für die im Mai stattfindende Kommunalwahl, um dieses Vorhaben erfolgreich voran zu bringen.

Ein gemütliches Kaffeetrinken folgte. Die Tische waren schön eingedeckt mit zahlreichen verzierten, selbstgebackenen Torten, die von vielen fleißigen Frauen des Dorfes gebacken wurden. Man glaubte hier sei in Vorbereitung der Veranstaltung ein Backwettstreit ausgetragen wurden. Die Damen vom Ortsrat bedienten die Gäste mit der Leckerei.

Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken erschien plötzlich der angekündigte Überraschungsgast. Es handelte sich um den bekannten Pressezeichner und Journalisten Karl-Heinz Klappoth, vielen Zensern noch gut in Erinnerung, denn während seiner langjährigen Tätigkeit bei der Schönebecker Volksstimme war er oft in der Gemeinde Zens beruflich tätig. Er wurde deshalb auch von den Anwesenden herzlich empfangen, denn viele von ihnen kannten ihn noch persönlich.

Für seinen Besuch hatte sich der Veranstalter aber etwas Besonderes einfallen lassen. Es ging nicht um seine Pressezeichnungen oder um seine journalistische Tätigkeit, sonder seine Aufgabe bestand darin, die Gäste zu porträtieren. Und diese Aufgabe erfüllte er dann auch gut zwei Stunden als Schnellzeichner oder in diesem Fall als Schnellporträtist, denn nur wenige Minuten benötigt der Künstler für eine Porträtzeichnung.

Mit konzentriertem Blick auf das Gesicht der vor ihm sitzenden Person und lockerer Hand zeichnete er mit Bleistift, oder genauer gesagt, bei ihm war es ein Bleistiftstummel. In einer Schnelligkeit erschienen die Gesichtsumrisse auf dem Papierbogen. Mit Farbstiften wurde noch ergänzt und dem Kunstwerk die entsprechende Räumlichkeit verliehen - fertig ist das Porträt, das nun kritisch von den Anwesenden und natürlich vom „Motivgeber“ begutachtet und bewundert werden konnte.

Was mit wenigen Strichen anscheinend flüchtig dahin gezeichnet ist, ist aber eine durchdachte und perfektionistische Arbeit, die viel Fleiß und Erfahrung abverlangt. Für seine Porträts bekam Klappoth von den Zensern entsprechend Lob und Anerkennung ausgesprochen. Viele seiner kleinen Kunstwerke werden nun wohl so manche Wohnstube in Zens schmücken.

Foto zur Meldung: Mit Bleistiftstummel zum Schnellporträt
Foto: Die Teilnehmer der traditionellen Frauentagsfeier des Ortschaftsrates von Zens ließen sich den selbstgebackenen Kuchen schmecken. Fotos: Klaus-Dieter Schmidt

Das Ringen um die Ringe

(08.03.2019)

Endlich! Morgen beginnt sie, die Saison der Ringreiter. Einige Orte in der Region Schönebeck pflegen seit mehr als 160 Jahren die Tradition, in anderen lebt sie wieder neu auf.

Von Heike Liensdorf

Region Schönebeck l Auf sie haben es die Reiter auf ihren Pferden bald wieder abgesehen: kleine Ringe an einem großen hölzernen Galgen. Im Galopp müssen sie mit einer kleinen Lanze, einem Stecher, aufgespießt werden. In Gnadau wird morgen die Ringreit-Saison eingeläutet (Infokasten). Besonders in der Region Schönebeck fällt auf, dass es zahlreiche Wettstreite dieser Art gibt. Viele Reitsportler sind dann Wochenende für Wochenende unterwegs.

Der Lokalmatador

Ein Ringreiten in Pömmelte ohne Klaus Riemer? Kaum vorstellbar. Der heute 70-Jährige ist eine feste Größe. Als Kind hat er in seinem Heimatort das Spektakel immer fasziniert verfolgt. Seit er 14 ist, reitet er mit. Und so begeistert wie einst, ist er heute noch dabei. „So lange ich fit bin und noch aufs Pferd komme, mache ich mit“, sagt er schmunzelnd und doch festen Willens. In diesem Jahr sei er auf alle Fälle dabei. Und das Dabeisein bedeutet bei Klaus Riemer nicht nur ein Mitmachen beim Ringreiten in Pömmelte. Er ist auch in der Region unterwegs. Denn er weiß: Das Herz des Veranstalters schlägt höher, wenn viele Reiter um die Ringe eifern. Und ein großes Teilnehmerfeld lockt viele Besucher an.

Da er – selbstverständlich – bei der Interessengemeinschaft (IG) Ringreiter Pömmelte aktiv ist, weiß er, wovon er spricht. Im Ort findet es in diesem Jahr zum 162. Mal statt: Freitag wird Grünes zum Schmücken des Galgens geholt. Sonnabend wird der Galgen aufgebaut. Nach dem Ringreiten geht es auf die Höfe Schade, Ritz und Riemer. Die Reiterschar lässt die Platzierten „hochleben“, also schmeißt sie in die Luft – und fängt sie auf.

Der 70-Jährige hat schon so manche Platzierung geholt, aber nicht immer. Das will er auch gar nicht. „Man gibt sich Mühe, dass man den Ring trifft. Es können nicht alle Gewinner sein.“ Er ist ehrgeizig, jedoch nicht zu verbissen. Der „Spaß an der Freude“ sei entscheidend und das Treffen der Reiter.

Die Planerin

Jahr für Jahr holt Ute Ahrend Ende Januar Verantwortliche aus den Orten der Region, die Ringreiten bieten, an einen Tisch. In Zens gehen sie dann Wochenende für Wochenende durch, wann wo ein Ringreiten stattfindet, ob mit Fahren oder mit Kinderringreiten. „Damals hat es oft Termin- überschneidungen gegeben. Das ist für Veranstalter und Reiter nicht schön. Deshalb planen wir das seit einigen Jahren“, erklärt sie. Anfangs seien sie zu Zehnt gewesen, mittlerweile um die 30.

In Zens gab es das erste Ringreiten 1921. Nach der Wende haben es ihr Vater Hans-Joachim Bertram, Georg Gödecke und Werner Wehling wieder aufleben lassen. Die Familie hatte immer Pferde, somit ist auch Ute Ahrend geritten. Später ist sie in die organisatorischen Fußstapfen ihres Vaters getreten.

Die Neulinge

Eigentlich ist Uwe Schäfer aus Wespen ein bekannter Ringreiter. Doch im Vergleich zu der vielerorts mehrere Jahrzehnte lang währenden Tradition ein Neuling. Er und seine Frau organisieren eigene Wettstreite. Einfach so, weil sie es möchten. Ohne einen Verein oder eine IG im Rücken, aber mit fleißigen und verlässlichen Helfern. Erst haben sie vier Jahre lang das Ringreiten an Himmelfahrt in Barby/Monplaisir veranstaltet, in diesem Jahr gibt es das zweite auf ihrer Koppel Colphuser Damm in Barby. Zur Premiere kamen 38 Teilnehmer. Im Stall von Familie Schäfer stehen die Warmblüter Santana (17) und Farah (7). „Im Oktober 2008 habe ich Santana bekommen. Ostern im Jahr darauf habe ich zum ersten Mal in Welsleben beim Ringreiten mitgemacht und gleich den ersten Platz belegt“, erinnert er sich. Seine Frau sagt augenzwinkernd: „Das macht süchtig.“ Uwe Schäfer nickt. Was ihn fasziniert, sei „der Reiz zu gewinnen, man sieht viele Reiter wieder“. Sie kann das nachvollziehen, auch wenn sie nicht reitet, aber als Zuschauer ist sie immer dabei.

Die Erfahrenen

In Pömmelte wird in diesem Jahr das 162. Ringreiten ausgetragen, in Wespen das 164., in Tornitz das 166.

Eine Tradition, die es gilt weiterzuführen, betont Lutz Buchtenkirch aus Tornitz. Der heute 74-Jährige war von 1965 bis 1982 Hauptmann, also Vorreiter, bei den Ringreitern in seinem Ort. „Ich trug eine rote Schärpe und hatte das Sagen an dem Tag“, erzählt er. Sein Nachfolger ist bis 2007 Olaf Lubig (56) gewesen, seitdem Mike Gortol. Das Ringen um die Ringe findet in Tornitz seit jeher am Pfingstsonntag statt. Damals sei der Hauptmann von zwei Reitern abgeholt worden, weiß Lutz Buchtenkirch aus Überlieferungen. Zu Dritt sind sie dann zum Festplatz. Die Musik spielte auf, die Reiter sammelten sich, der Hauptmann hielt eine Rede. Diese wird noch heute gehalten. „Die kann ich noch auswendig“, meint der 74-Jährige. „Ich auch“, wirft Olaf Lubig ein.

Das Dorf sei einst eine Pferdebastion gewesen, bis zur Wendezeit um die 100 Pferde und Ponys in Tornitz/Werkleitz. Einen Reitverein gibt es nicht, alles läuft über den Heimatverein.

Der Moderator

Bei 16 Ringreiten wird Volker Brosius in diesem Jahr sein. Die Fahrveranstaltungen mitgerechnet, kommt er auf mehr als 20. Und das, obwohl er nicht als Reitsportler dabei ist. Der Kleinmühlinger ist als Moderator beliebt und daher sehr gefragt. Dabei ist er dazu eher durch Zufall gekommen. Durch seinen freundschaftlichen Kontakt zu Wolfgang Schoenebaum vom Reit- und Fahrverein Gnadau/Döben. Er habe ihn zum ersten Ringreiten in Gnadau nach der Wende 1990 als Sprecher „verdonnert“. „Er ist letztendlich schuld daran, dass ich jetzt moderiere“, sagt er schmunzelnd. „Der Job musste eben gemacht werden. Ich sah das als nichts Außergewöhnliches an.“ Allen Seiten hat es gefallen: Veranstalter, Reiter, Publikum – und auch ihm. Volker Brosius macht seinen Job gut. So gut, dass immer neue Anfragen hinzugekommen sind. Mit den Jahren kennt er Ross und Reiter, kann oft sagen, wer wo welchen Platz belegt hat.

Auch wenn der 59-Jährige nicht selbst reitet – er ist mit Herzblut dabei. Aber er hat Pferde, fährt Kutsche zur Entspannung. Und das Ringreiten reizt nicht? „Ich würde immer das Moderieren vorziehen“, antwortet er.

Der Master-Cup

Um den Besten der Besten geht es im September in Eggersdorf. Der Master-Cup schließt die Saison ab. Teilnehmen können die Reiter, die bei den Ringreiten in der Region die Plätze 1 bis 4 belegt haben.

Die Idee dazu hatte Bernd Nagel (Reitverein Eggersdorf), Unterstützer fand er in Ute Ahrend (Zens), Holger Titsch (Eickendorf) und Volker Brosius (Gnadau), erzählen Brigitte Nagel und Jeannette Neumann. Erstmals ist der Pokal 2004 vergeben worden. Seit 2007 gibt es einen Wanderpokal, gestiftet vom Pferdezuchtverein Ostharz.

Der Master-Cup wird immer mit einem Erntedankfest verbunden. Die Vereinsmitglieder schmücken den Platz herbstlich. Für jedes Pferd gibt es einen Eimer mit Hafer, Möhren, Bete und Äpfel, für den Reiter Blümchen und Sekt. Wer nicht fehlen darf: Schleifenpony Pedro mit seinen jetzt 31 Jahren.

Foto zur Meldung: Das Ringen um die Ringe
Foto: Ringreittermine

Gegen Kirchturmdenken

(06.03.2019)

Warum die Feuerwehren der Gemeinde Bördeland in Zukunft noch enger zusammenarbeiten wollen

Die Feuerwehren der Gemeinde Bördeland wollen noch enger zusammenarbeiten. Neben Kleinmühlingen und Zens planen Biere und Eickendorf gemeinsame Ausbildungen. Wer sich kennt, kann später gemeinsam handeln.

Von Klaus-Dieter Schmidt

Biere l Eine Tradition: Bevor Bördelands Gemeindewehrleiter Hans-Georg Fabian seine Rechenschaftslegung auf der 8. Delegiertenversammlung vor den Vertretern der sechs Ortswehren begann, gedachten die Versammelten ihren fünf verstorbenen Kameraden in Erinnerung an deren Einsatz für das Wohl der Gemeinschaft.

Kerngedanke der Rechenschaftslegung war die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Ortswehren im zurückliegenden Zeitraum. Einige Zahlen sollen darüber detailliert Auskunft geben. Die Gemeindefeuerwehr verfügt im Jahr 2018 über eine Gesamtstärke von 313 Mitgliedern, davon 149 Einsatzkräfte, 44 Ehren und Alterskameraden, 39 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr, 49 sind in der Jugendfeuerwehr tätig und darüber hinaus kann sich die Wehr noch glücklich schätzen, einen Spielmannszug mit 43 Mitgliedern zu haben. Alle Ortswehren mussten insgesamt zu 123 Einsätzen ausrücken, davon 85 Hilfeleistungen, 36 Brandeinsätzen, einem Übungseinsatz sowie ein Fehlalarm. Bei vielen Alarmierungen handelten mehrere Ortswehren gemeinsam.

Der Wehrleiter dazu: „Das gemeinsame Handeln und die Zusammenarbeit benachbarter Ortswehren ist heute Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit, die ja immer vielfältiger wird.“

Dazu gehört eine regelmäßige, abgestimmte Standort-ausbildung und Qualifizierung benachbarter Wehren, die abwechslungsreich und informativ sein soll. Etwa 25 Dienstabende führte jede Wehr durch, wobei jeder Kamerad 40 Ausbildungsstunden im Jahr leisten sollte. Im Durchschnitt waren es aber 65 Stunden. Das sind mehr als gefordert. „Ich habe einmal alle Stunden der Ortswehren zusammen gerechnet und komme auf rund 20 000 Stunden insgesamt. Und das alles Ehrenamtlich neben der eigentlichen Arbeit“, bekundete Fabian in seinen Ausführungen. Die Anwesenden quittierten seine Äußerung mit Beifall.

Damit ist die Palette der Arbeitsaufgaben noch längst nicht erschöpft. Viele Kameraden qualifizieren sich an den Wochenenden noch zusätzlich und besuchen Lehrgänge, in denen Grundwissen über Sprechfunk, Maschinistentätigkeit, Motorkettensägenführung und Atemschutz vermittelt wird, lassen sich zum Trupp- oder Zugführer ausbilden oder erwerben die Befähigung zur Führung einer Wehr oder als Betreuer einer Kinder und Jugendfeuerwehr.

Für das Jahr 2019 hat Wehrleiter Fabian folgende Aufgaben mit seinen Kameraden anvisiert: Der Besuch von Lehrgängen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) sowie eine Ausbildung am Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) wird für einige Kameraden erfolgen. Unter den Ortswehren wird die Zusammenarbeit intensiviert. Neben der zusammengelegten Ortswehr Kleinmühlingen-Zens führen jetzt auch die Ortswehren von Eickendorf und Biere ein gemeinsames Ausbildungsjahr durch. Ein Schlauch und Schaumlager sowie eine Leitstelle werden eingerichtet. Abschließend bekräftigte der Wehrleiter: „Wir werden auch weiterhin das kulturelle Leben in unseren Ortsteilen unterstützen, denn das ist für unsere ehrenamtliche Arbeit die beste Werbung.“

Ergänzt wurde die Rechenschaftslegung von Maximilian Mützelburg und Walter Siedentopf, die Ausführungen zur Kinder- und Jugendarbeit machten sowie über die Aktivitäten des Spielmannszuges berichteten. Erwähnenswert die Äußerung von Mützelburg: „In der Nachwuchsarbeit ist das gemeinsame Kennenlernen Grundvoraussetzung für späteres einheitliches Handeln. Das Kirchturmdenken sollte abgeschafft werden.“

Der Leiter des Spielmannszuges absolvierte mit seinen Musikern 38 Übungsabende und berichtete über 34 musikalische Einsätze.

Landrat Markus Bauer (SPD), der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Roland Rasehorn, und Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD), dankten den Kameraden für ihre freiwillige Einsatzbereitschaft bei der Bewältigung des Ehrenamtes zum Wohle der Allgemeinheit. Sie betonten auch, Feuerwehrdienst ist heute mehr als nur die Bekämpfung von Bränden. Zunehmend müssen die Kameraden zu Verkehrsunfällen und Naturkatastrophen ausrücken, die Tagesbereitschaft gesichert sein und das Zusammenspiel der Ortswehren funktionieren.

Deshalb betrachtet Bürgermeister Nimmich den Erhalt seiner bestehenden Ortswehren als auch ihr ortsübergreifendes Arbeiten als eine wichtige Aufgabe, die im zurückliegenden Berichtszeitraum mit 390 000 Euro finanziert wurde und die er in Zukunft auch weiterhin unterstützen wird.

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Foto: Gemeindewehrleiter Hans-Georg Fabian (links) und Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (Mitte) nahmen die Auszeichnungen und Beförderungen vor. Fotos: Klaus-Dieter Schmidt

Frauentagsfeuer in der „Grünen Ecke"

(06.03.2019)

Zens (ok) l Zu einer Frauentagsfeier wird am kommenden Freitag, 8. März, in die „Grüne Ecke“ nach Zens eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen möchte das Dorf mit den Frauen einen gemütlichen Nachmittag verbringen. Selbstverständlich sind zu dieser Veranstaltung auch die Herren eingeladen, wurde der Volksstimme mitgeteilt. Neben einigen Überraschungen gibt es zum Ausklang warme Würstchen (für einen kleinen finanziellen Beitrag). Der Kuchen wird gespendet.

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Foto: Frauentagsblume

Zenser Landarbeiter im 19. Jahrhundert

(01.03.2019)

Wie sich das Handwerk im ländlichen Raum entwickelte

Von Julia Puder

Zens l Die Volksstimme stellt in der neuen Reihe die Heimatgeschichte der Ortschaft Zens vor, die von Dorfchronist Matthias Wiese in zwei Bänden zusammengetragen wurde. Heute beginnen wir mit dem Landhandwerk in Zens.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts war es noch üblich, dass viele der zum Leben benötigten Gebrauchs- und Verbrauchsgüter selbst hergestellt wurden. Das betraf nicht nur Lebensmittel – das Schlachten von Kleintieren, das Brotbacken, das Buttern, die Herstellung von Pflaumenmus, das Einwecken und ähnliches – sondern auch das Spinnen, Körbe flechten, die Beschaffung von Brennholz und vieles mehr.

Der Naturalienaustausch trug erheblich zur Bedürfnisbefriedigung bei. Der Handel steckte noch in seinen Anfängen. Ab 1835 versuchten Höker (Kleinhändler) ihren Lebensunterhalt mit Handel zu verdienen. Sie konnten von vielfältiger und differenzierter gewordenen Bedürfnissen ausgehen, zu deren Befriedigung das Handwerk und die Eigenherstellung nicht mehr in der lage waren.

Auf der Basis langsam wachsender Geldeinkommen entwickelte sich eine kaufkräftige Nachfrage. Erste Höker in Zens waren Andreas Christian Sonnenberg und Johann David Christian Willmer.

In Zens hatte sich damals bereits ein außerordentlich differenziertes Landhandwerk entwickelt. Die Handwerker in Zens konnten unter der Voraussetzung der Beschaffung ihrer wichtigsten Rohstoffe Holz und Eisen die Bedürfnisse der Bauern und der Haushalte befriedigen. Warum sollte ein Bauer seine Pferde zum Beschlagen nach Calbe bringen, wenn er das vor seiner Haustür von Schmiedemeister Heinrich Becker schnell und mindestens genauso gut erledigen lassen konnte?

Auch die gängigen Geräte wie Pflüge, Eggen, Sicheln, Sensen, Hacken, Dreschflegel und Pferdewagen konnten von den ortsansässigen Handwerkern nicht nur repariert, sondern auch hergestellt werden. Die Handwerker arbeiteten zwar vorrangig für den örtlichen, aber natürlich auch für den regionalen Bedarf. Die Konkurrenz durch in Manufakturen gefertigte Gebrauchsgüter wie Stoffe, Kleidung, Schuhe aber auch Geräte für die Landwirtschaft war in vielen Zweigen noch lange Zeit gering.

Grundvoraussetzung für die Ausbreitung des Landhandwerkes war, dass in der Landwirtschaft ein ausreichend großes Mehrprodukt erzeugt wurde und ein möglichst großer Teil davon auch im Dorfe verblieb. Ohne ausreichend Kaufkraft konnte sich kein Handwerk entwickeln.

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Foto: Chronist Dr. Mattias Wiese

Leute heute

(26.02.2019)

Wer viele Jahre in der Feuerwehr tätig ist, wird dafür ausgezeichnet. Das hat Tradition. Meistens passiert diese Ehrung während der Jahreshauptversammlung. Doch sind die Feuerwehrleute nicht da, wird das auch nachgeholt. So geschehen bei der Ortswehr Kleinmühlingen-Zens. Ortswehrleiter Hans-Georg Fabian hat am Wochenende Daniel Schapitz für 20-jährige und Ulrich Conert für zehnjährige Mitgliedschaft nachträglich ausgezeichnet. (hl)

Foto zur Meldung: Leute heute
Foto: Daniel Schapitz und Ulrich Conert Foto: Heike Liensdorf

Selbst gemeißelte Marke für ein Katastrophenhochwasser

(22.02.2019)

Deichbruch setzte vor 143 Jahren westelbische Gebiete unter Wasser

Heute vor 143 Jahren brach bei Glinde der Deich. Für Pömmelte, Glinde und Schönebeck war es ab dem 23. Februar 1876 das schlimmste Hochwasser aller Zeiten. Verschiedene Wasserstandsmarken erinnern heute daran.

 

Von Thomas Linßner

Vor 143 Jahren versank dieser Teil der Schönebecker Altstadt in den Fluten der Elbe. Am 22. Februar 1876 war zwischen Glinde und Monplaisir der Damm gebrochen. Die Stelle wird noch heute als 76er-Bruch bezeichnet. Einen Teil der Schuld gibt man dem Pretziener Wehr.

 

Glinde/Schönebeck l Zu Beginn eine Episode. Kurt Schmidt aus der Schönebecker Worth wohnte dort, wo das Hochwasser 1876 wütete. Um an dieses Ereignis zu erinnern und vielleicht auch ein bisschen zur Mahnung, wollte er an seinem kleinen Haus auch eine Hochwassermarke haben, wie es sie anderen Orts an Hausfassaden bereits gab. Denn gerade in diesem Viertel der Schönebecker Altstadt gab es keine dieser Erinnerungstafeln. Weil Kurt Schmidt Heimatbewusstsein, „goldene Hände“ und eine Tochter hatte, die gerade in Halle-Giebichenstein Kunst studierte, kam er Anfang der 1970er Jahre auf eine Idee: Ich fertige mir selbst eine Hochwassermarke und baue sie ein. Tochter Bärbel Feldbach, die man heute als Wahl-Zenser Keramikerin kennt, bekam den Auftrag, den historischen Schriftzug einer solchen Marke von 1876 abzuzeichnen. Karl Schmidt besorgte sich ein Stück weißen Marmor, wie man ihn früher für Waschtischplatten verwendete, und meißelte los. Die Höhe wurde ausnivelliert, die kleine Gedenktafel kurz darauf in seinem Haus in der Worth eingesetzt.

So weit, so gut.

Als die Erben Bärbel und Michael Feldbach das Haus 2017 in Vorbereitung eines Ersatzneubaus abreißen lassen wollten, stolperte die Denkmalspflege im Zuge des Antragsverfahrens über die Hochwassermarke. Selbst Feldbachs Beteuerungen, dass der Stein in schönster Heimwerkermanier um 1973 selbst angefertigt und verlegt wurde, ließen die Denkmalsschützer nicht gelten.

Fazit: Egal, das ist ein Kleindenkmal und muss wieder dran!

So kam es, dass in die Fassade des Nachfolgehauses in der Worth Karl Schmidts historisch veredelte Waschtischplatte erneut eingesetzt wurde. Michael Feldbach betont, dass die Höhe auch exakt ausnivelliert wurde ...

Deichbruch 22. Februar

Zugemauerte Fenster

Es war wie so oft. Der Januar 1876 hatte bei relativ milden Temperaturen viele Niederschläge gebracht, die in den Mittelgebirgen als Schnee niedergingen. Anfang Februar wurde es kälter, sodass am 20. heftiger Eisgang die Elbe bedeckte. Es reichte, um den Fährbetrieb zwischen Schönebeck und Grünewalde lahmzulegen. Parallel dazu setzte schlagartig Tauwetter ein. Das Wasser wuchs, überflutete Elbtor und Müllerstraße.

Als das Wasser immer weiter stieg, blieb man gelassen, mauerte aber die ersten Kellerfenster zu, um Kohlen und Kartoffeln zu retten. Wasser in den Kellern – seit Generationen eine normale Sache. Der anschließenden Feuchtigkeit wegen hielten sich eingelagertes Obst und Gemüse oft bis zum Mai.

In den „Heimatglocken des Kreises Calbe“, eine viel gelesene Beilage der Schönebecker Zeitung, war in einem Beitrag von 1926 zu lesen: „An den Häusern entlang wurden Stege gelegt, die den Verkehr notdürftig aufrecht erhielten. Wem der Weg über die schwankenden Stege zu ängstlich war, der konnte sich auch auf einem der Großmannschen Fischerkähne von der Müllerstraße bis gegen die Elbstraßenecke hin fahren lassen, wo er dann wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Ähnlich wie heute versammelten sich die ersten Schaulustigen an der Elbstraße. Dem gegenüber strebten die ersten Betroffenen zum Rathaus, wo man sich über Pegelstände der oberen Elbabschnitte (!) informieren konnte. Verschiedene Depeschen aus Dresden mahnten zur Vorsicht.

Die älteren Einwohner erinnerten sich plötzlich an das letzte große Hochwasser, das 31 Jahre zurück lag.

Auch 1845 waren die Uferbereiche Schönebecks überflutet. Damals teilte sich der Strom vor Glinde. Ein Teil der Wassermassen floss an Schönebeck vorbei, der andere wälzte sich die Alte Elbe entlang. Sie verläuft in Richtung Pretzien, Plötzky, Randau und mündet bei Magdeburg-Salbke wieder in die Stromelbe. Der heutige Umflutkanal.

Die Wassermassen konnten sich in diesem Terrain seit Jahrhunderten ausbreiten, was den Druck von den Dämmen nahm. Doch 1876 hatte sich die Situation verändert. Das Pretziener Wehr war ein Jahr zuvor fertig geworden. Es versperrte nun diesen Weg. Als die Elbe im Februar 1876 stieg und stieg, zögerte man mit dem Ziehen des Wehrs. Der Grund: Der Umflutkanal, der die Wasser an Pechau vorbei nördlich von Magdeburg in die Elbe leiten sollte, war noch nicht fertig. Man pokerte. War es wirklich schon nötig, das Wehr zu ziehen und die im Bau befindlichen Anlagen somit zu gefährden? Als dann endlich die bedrohliche Lage erkannt wurde und an den Füßen der Deiche die ersten Sickerstellen sichtbar wurden, gab die Regierung in Magdeburg grünes Licht.

Bahndamm war Deich

Doch es war zu spät. Infolge des Eisgangs ließen sich die Schieber des Wehrs nicht mehr bewegen. Unter riesiger Anstrengung gelang es, wenigstens einen Teil zu öffnen. Doch das reichte nicht aus, um die Dämme zwischen Glinde und Barby zu entlasten.

Es kam, was kommen musste. Einige hundert Meter nördlich des Vorwerks Monplaisir und an zwei anderen Stellen brach am 22. Februar der Deich. Glinde, Pömmelte, Monplaisir und Zackmünde waren kurze Zeit danach überflutet. Stunden später wirkte ein Eisenbahndamm, der von der Strecke Magdeburg-Halle zur Schönebecker Saline abzweigte, wie ein Schutzdeich. Doch auch er wurde von den Wassermassen unterspült und fort gerissen.

In Schönebecks Gegend um die Jakobikirche schleppte man bereits Möbel und anderen empfindlichen Hausrat in obere Etagen. Sogar das Vieh wurde mit in die Wohnung genommen. Leute, die in alten Lehmhäusern wohnten, flüchteten zu Nachbarn.

In der Stadt machte sich das Gerücht breit, dass der Hochwasserscheitel gegen Mitternacht Schönebeck passiere. Doch das war Wunschdenken. Das Wasser stieg auch am Morgen des 23. Februars weiter.

Wie die Schönebecker Zeitung schrieb, waren Reiche und Arme plötzlich in einer Schicksalsgemeinschaft vereint. In Carlshall stellte man unter großen Mühen ein Klavier auf Tische. Es reichte nicht aus. Stunden später stand es trotzdem im Wasser.

Auch die im 13. Jahrhundert errichtete Jakobikirche erlitt schwere Schäden, die erst bei einer Generalreparatur 1884/85 beseitigt wurden.

 

Foto zur Meldung: Selbst gemeißelte Marke für ein Katastrophenhochwasser
Foto: Michael und Bärbel Feldbach - vielen Menschen bekannt durch den Kulturhöhepunkt Sommerkonzert in Zens - setzten die von Karl Schmidt 1973 gemeißelte Hochwassermarke im Ersatzneubau Schönebecker Worth wieder ein. Archiv/Fotos: Thomas Linßner

Leute heute

(22.02.2019)

Harald Klünker von der Ortswehr Kleinmühlingen-Zens hat den Lehrgang Truppmann II absolviert. Erfolgreich. Sehr erfolgreich sogar. „Es ist schon schön, wenn der Lehrgangsbeste aus den eigenen Reihen kommt“, verkündete Ortswehrleiter Hans-Georg Fabian sichtbar stolz während der Jahreshauptversammlung. Auch Leiter von anderen Ortswehren hätten ihn darauf angesprochen.(hl)

Foto zur Meldung: Leute heute
Foto: Harald Klünker von der Ortswehr Kleinmühlingen-Zens

In der Jugendwehr dominieren die Mädchen

(22.02.2019)

Feuerwehrnachwuchs Kleinmühlingen-Zens

Von Heike Liensdorf

Kleinmühlingen/Zens l Es sei ihnen eine Freude und sie würden mit Stolz von ihrer Kinder- beziehungsweise Jugendfeuerwehr erzählen, betonen Jugendwart Maximilian Mützelburg und Kinderwart Christian Meyer unisono während der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Kleinmühlingen-Zens. Und es ist auch den Feuerwehrleuten und Gästen eine Freude gewesen, die Berichte zu hören. Sehr ausführlich und mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern und Humor ließen die beiden Hauptverantwortlichen das vergangene Jahr in den Nachwuchs-Reihen Revue passieren.

Die Kinderfeuerwehr startete und beendete das Jahr 2018 mit zwölf Kindern. Unter anderem ist ein Mädchen zehn Jahre alt geworden und wechselte somit in die Jugendwehr. 22 Diensttage sind absolviert worden, erläuterte Christian Meyer. Es ging darum, den Kindern altersgerecht Feuerwehr bezogene Themen näherzubringen, aber auch das Spielen, Fahrten und Unternehmungen kamen nicht zu kurz. In diesem Zusammenhang dankte er seinem Betreuerteam mit Hendrik Meier, Leonie Braun, Jana Sieber, Michéle Runge und Steven Hellmuth. Sie würden mit ihrem Willen, Engagement und Kreativität die Arbeit in der Kinderfeuerwehr erst vollkommen machen.

Diese Versammlung bedeutete für Christian Meyer Abschiednehmen. „Mit meiner Wahl zum stellvertretenden Ortswehrleiter ist es an der Zeit, mein Amt als Kinderwart, welches ich vor sechs Jahren angetreten habe, abzugeben.“ Seine Nachfolgerin ist Michéle Runge.

„Wie die Jahre zuvor dominieren die Mädchen bei uns“, begann Jugendwart Maximilian Mützelburg seinen Rückblick. Acht Mädchen und sechs Jungen mit einem Altersdurchschnitt von 14,4 Jahren seien im Team. „Ein Mitglied verließ uns ...“, sagte er mit ernster Miene, ergänzte aber schmunzelnd: „Allerdings nur in die Einsatzabteilung. Daher haben wir einen großen Gewinn erzielt. Es ist mal wieder das eingetreten, was wir mit der Jugendarbeit erzielen wollen und auch müssen: Mitglieder für die Reihen der Aktiven gewinnen.“ Mit 28 Diensten sei das Jahr gut gefüllt gewesen. Dabei habe er auf Unterstützung von Christian Mennecke, Steven Hellmuth, Felix Brösel, Steffen Tscharntke und Hendrik Meier bauen könne.

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Foto: Christian Meyer FFw-Mühlingen

Schönebecker wandern durch Bördeland

(21.02.2019)

Zens (ok) l Der CDU Stadtverband Schönebeck lädt alle CDU-Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Glühweinwanderung am Sonnabend, 23. Februar, ein. „Wir treffen uns um 10.30 Uhr am Sportplatz in Zens“, wurde mitgeteilt. Von dort aus wandern alle in Richtung Großmühlingen und zurück. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

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Foto: CDU-Mitglieder

Leute heute

(19.02.2019)

 

„Einigkeit und Recht und Freiheit ...“ Der Text der deutschen Nationalhymne, den August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasst hat und deren Melodie dem 1796/97 komponierten Kaiserlied von Joseph Haydn entstammt, lag am Sonnabend zur Jahreshauptversammlung der Ortswehr Kleinmühlingen/Zens auf den Tischen. Zum Ende der Sitzung stimmten die Anwesenden die Hymne schließlich auch an. „Wir haben das bei unserer Partnerwehr Ramlingen/Ehlershausen erlebt und finden, das ist eine schöne Sache. Wir haben es heute hier bei uns erstmals gesungen und wollen es beibehalten“, sagte Ortswehrleiter Hans-Georg Fabian. „Denn die Feuerwehr ist eine Institution in Deutschland, die über politische Systeme hinweg immer bestand und weiter bestehen wird“. Die Feuerwehrleute stimmten gern mit ein. Nach dem Gesang sagte Fabian schmunzelnd: „Der Text war etwas schneller als die Melodie ... Aber eine gute Premiere in unserer Ortswehr.“ Die Idee, mit der Nationalhymne solche Versammlungen enden zu lassen, fand auch Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) gut und regte an, das auch bei der Delegiertenkonferenz der Bördeland-Feuerwehren so zu handhaben. (hl)

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Foto: Ortswehr Kleinmühlingen/Zens

3673 Stunden ehrenamtliche Arbeit

(18.02.2019)

Ortswehrleiter Hans-Georg Fabian kann auf das Engagement von 95 Mitgliedern bauen

Von Heike Liensdorf

Kleinmühlingen l Zahlen, die beeindrucken, hat Hans-Georg Fabian, Leiter der Ortswehr Kleinmühlingen-Zens, während der Jahreshauptversammlung genannt. Diese fand am Sonnabend im Sportzentrum am Mühlberg statt.

• Die Wehr zählt 95 Mitglieder: 12 in der Kinderfeuerwehr, 14 in der Jugendfeuerwehr, 30 Aktive, 9 in der Frauengruppe, 19 in der Ehren- und Altersabteilung sowie 10 Fördernde.

• Im vergangenen Jahr rückten die Einsatzkräfte zwölf Mal aus: acht Hilfeleistungen, zwei Brände, eine Übung und ein Fehlalarm. Sie leisteten dabei 243 Einsatzstunden.

• Die Ortswehr Kleinmühlingen-Zens ist 24 Stunden einsatzbereit. Das heißt, sie kann rund um die Uhr mindestens eine Stärke von sechs Aktiven vorhalten. „Dies haben wir 2018 bis auf einen Einsatz auch immer erfüllt. Dieser Einsatz war eine Türöffnung in Großmühlingen. Hier dauerte es über die gewohnte Einsatzzeit unserer Wehr, bis überhaupt jemand ausrücken konnte. Ich hoffe, dass dies nicht noch einmal der Fall sein wird und dies nur ein Ausrutscher war“, so Hans-Georg Fabian. „Denn wir können das leisten und wir werden auch weiterhin 24 Stunden einsatzbereit sein.“

• Die Feuerwehrleute absolvierten 23 Dienstabende – insgesamt 2716 Stunden. Die Dienstbeteiligung lag bei 80 Prozent. Damit zeigte sich Fabian sehr zufrieden.

• Bereits im ersten Jahr der zusammengeschlossenen Ortswehr haben sich die Kameraden bei Veranstaltungen in Kleinmühlingen und Zens gegenseitig unterstützt. Dabei seien 714 Stunden geleistet worden, durchschnittlich von 14 Mitgliedern.

„Wenn man alles zusammenrechnet, kommt die Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr auf 3673 Stunden ehrenamtliche Arbeit“, sagt der Ortswehrleiter nicht ohne Stolz und mit dem Verweis, dass Weiterbildungen und Lehrgänge nicht mitgezählt sind.

„Ihr könnt stolz auf euch sein, die Fusion hat sich bewährt, sie ist ein Erfolg“, sagte dazu Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD). Und Frank Ahrend (CDU), Ortsbürgermeister von Zens, zeigte sich erfreut, „dass eure Schlagkraft durch unsere Zenser gestärkt ist. Wir fühlen uns hier wohl.“

 

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Foto: Hans-Georg Fabian

Mit Herzblut für die Dorfgemeinschaft

(16.02.2019)

Frank Ahrend, Ortsbürgermeister von Zens, steckt hohe Ziele für die kleinste Ortschaft in Bördeland

Zu Beginn des neuen Jahres blickt die Volksstimme noch einmal mit den Bürgermeistern der Gemeinde Bördeland auf 2018 zurück und wagt einen Ausblick. Julia Puder sprach mit Frank Ahrend (CDU), Ortsbürgermeister von Zens.

 

Volksstimme: Der Jahreswechsel liegt zwar schon ein paar Wochen zurück, lassen Sie uns trotzdem auf das Jahr 2018 in Zens zurückblicken. Welche Veranstaltungen und Projekte konnten im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt werden?

 

Unsere Vereine haben auch im vergangenen Jahr wieder tolle Veranstaltungen organisiert. Zum Beispiel veranstaltete der Heimatverein Zicken-Zens zu Beginn des Jahres das Weihnachtsbaumverbrennen, das Maibaumsetzen Ende April, das Heimatfest im Juni und ein Halloweenfest im Oktober. Der Ortschaftsrat organisierte neben einer Frauentagsfeier, einem Kürbisfest und dem Weihnachtsbasteln auch eine Weihnachtsfeier.

Zusätzlich bot auch der Verein Nestwärme eine bürgeroffene Weihnachtsfeier mit Weihnachtsmarkt an. Der Reitverein beteiligte sich beim Ringreiten und dem Mastercup in Eggersdorf. Eine eigene Veranstaltung in Zens konnte auf Grund der Witterungsverhältnisse im Sommer leider nicht durchgeführt werden. Bei unserem Kindertag mit Friedensfahrt sind einige Spenden zusammengekommen, wodurch unser Spielplatz saniert und mit einer neuen Wippe ausgestattet werden konnte. Da auch nochmal der Dank an die zahlreichen Sponsoren und die Gemeinde für die Unterstützung.

Worauf sind Sie und Ihre Ortschaft 2018 besonders stolz?

Als Ortsbürgermeister von Zens und Mitglied des Gemeinderates bin ich auf jede nur erdenkliche Aktivität besonders stolz, da in jedem Fall persönliches Engagement dahinter steckt. Nur mit Herzblut kann unsere Dorfgemeinschaft funktionieren. Ich weiß seit 25 Jahren, was ehrenamtliche Arbeit bedeutet und mit wie vielen Problemen sie unter Umständen behaftet sein kann.

Natürlich freue ich mich auch über zahlreiche Preise, Medaillen und Präsente, die unsere Feste bereichern und die sich die Organisatoren immer wieder aufs Neue einfallen lassen. Stolz bin ich auch auf die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr, der Kita Bördegeißlein und der Ortsgruppe der Volkssolidarität.

Was ist für 2019 geplant?

Auch die Planungen für dieses Jahr laufen schon auf Hochtouren. So will der Heimatverein unter anderem wieder das Maibaumsetzen, das Heimatfest und eine Halloweenfeier organisieren. Der Kirchenortsrat wurde gegründet, um das kirchliche Gemeindeleben zu gestalten. Der Rat veranstaltet am 22. März eine Filmvorführung in der Kirche, ein Erntedankgottesdienst und natürlich einen Festgottesdienst zum Heiligen Abend. In diesem Jahr wollen wir dann auch wieder das Ringreiten in Zens durchführen, welches am 7. September stattfinden wird. Dieses Mal auch wieder mit einem Reiterball.

Außerdem sind wir momentan dabei, ein soziokulturelles Sportplatzkonzept für unsere „Grüne Ecke“ zu entwickeln, um den Breitensport und mehr Veranstaltungen nach Zens zu holen. Weitere Themen, mit denen wir uns beschäftigen, sind unter anderem die Kreisstraße zwischen Kleinmühlingen und Calbe, die Pflasterung des Dorfzentrums rund um den Brunnenplatz und das Radwegekonzept zwischen Kleinmühlingen und Zens.

Haben Sie privat oder als Ortsbürgermeister Vorsätze für 2019?

Auch wir wollen nach zehn Jahren Bördeland in Zens etwas bewegen und unser Dorf zukunftsorientiert weiterentwickeln. Wir, das sind unsere Bürgerinnen und Bürger, die Vereine und Unterstützer. Nur gemeinsam geht es in die neue Kommunalperiode nach den Wahlen am 26. Mai. Wir müssen die politischen und gesellschaftlichen Ebenen verbinden, miteinander agieren und uns gegenseitig unterstützen. Hier wünsche ich mir vor allem für die Zukunft einen besseren Informationsaustausch zwischen der Gemeinde und den Ortsbürgermeistern.

Meine kommunale Tätigkeit werde ich weiterführen, vorallem dank der uneigennützigen Unterstützung meiner Frau. Wir wünschen uns Gesundheit und dass sich unsere Bürger in Zens und Bördeland akzeptieren, achten und verstehen.

Foto zur Meldung: Mit Herzblut für die Dorfgemeinschaft
Foto: Zens ist mit knapp 300 Einwohnern die kleinste Ortschaft der Gemeinde Bördeland. Dennoch zählt sie einige Vereine wie Heimatfreunde Zicken-Zens und Volkssolidarität-Ortsgruppe,Jagdenossenschaft.Foto: Olaf Koch

200 Schüler finden Platz in neuem Gebäude

(12.02.2019)

Die Entwicklung der Schule in Großmühlingen (Teil 8)

Von Klaus-Dieter Schmidt

 

 

Großmühlingen l In diesem Jahr wird das rote Backsteingebäude an der Großmühlinger Hauptstraße, das größte und neben der Kirche auch das höchste Gebäude im Ort, 135 Jahre alt. Die Rede ist von dem Schulgebäude, das 1884 eingeweiht wurde.

Die folgenden Artikel sollen Auskunft über die Entwicklung des Schulwesens in Großmühlingen geben.

1964 erhielt die Schule daraufhin einen Erweiterungsbau mit sechs Klassenräumen. Dieses Projekt ist zu der damaligen Zeit der erste Schulneubau im Bezirk Magdeburg, der aus Fertigteilen hergestellt wurde.

1969 übernahm der Kollege Siegfried Dix die Leitung der Schule, die er bis 1977 ausübte.

Unter seiner Führungstätigkeit sowie unter der seines Stellvertreters, Kollege Volkhard Mühlast, wurden die Klassenräume zu Fachkabinetten umgestaltet.

Gemeinsam kämpfte das Schulkollektiv um die Verleihung des Namens „Hermann Matern“, dessen Verleihung im Oktober 1972 erfolgte. Das Lehrer- und Erzieherkollektiv wurde daraufhin auf Grund der erbrachten Leistungen zum zweiten Mal mit dem Staatstitel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ ausgezeichnet.

Zu Beginn des Schuljahres 1969 konnte ein umgebauter Saal als Turnhalle eingeweiht werden. Dadurch verbesserte sich die Schulsportarbeit zunehmend. Die Sportlehrer Henry Niehoff und Rüdiger Großmann haben hierbei Verdienst. Viele Kreismeistertitel in der Leichtathletik und im Handballsport sind Ausdruck dafür.

In den Ferienzeiten unternahmen die Lehrer viel mit ihren Schülern. In schuleigenen Zelten wurden an den Plötzkyer Seen oft campiert. Einen festen Zeltplatz bekam die Schule 1967 am Kleinen Waldsee zugesprochen. Nun wurde dort in den Jahren 1972 bis 1976, federführend durch die Kollegen Rüdiger Höhne und Volkhard Mühlast und der Mitwirkung von Lehrern, Schülern sowie gesellschaftlicher Kräfte schrittweise ein Ferienobjekt mit Bungalows aufgebaut.

Ein beliebter Erholungsstützpunkt war geschaffen, der bis zur Wende stets genutzt wurde.

Der Bau eines weiteren Schulgebäudes

Am 3. September 1979 wurde nach kurzer Bauzeit ein neues Schulgebäude eingeweiht. Die Raumknappheit war nun endlich beseitigt. Das Gebäude bietet in acht Unterrichtsräumen für rund 200 Schüler ausgezeichnete Lernbedingungen. Mit Liebe und voller Hingabe gestalteten nun die Lehrer ihre Fachräume, die jetzt auf 15 angewachsen sind und über moderne technische Lehrmittel verfügen. Die Schule hat damit die besten Arbeitsbedingungen.

Mit Hilfe der Gemeindevertreter aller vier Dörfer des Schulbereiches sowie beider LPG’n und der Unterstützung vom Patenbetrieb, der Handelsorganisation Schönebeck (HO) war vieles erst möglich.

Der Unterricht im Schloss wurde aufgegeben.

1980 wurde die Teiloberschule (TOS) Eggersdorf aufgelöst und 1983 die TOS Kleinmühlingen, so dass nun alle Kinder der vier Dörfer Großmühlingen, Kleinmühlingen, Zens und Eggersdorf gemeinsam die Schule in Großmühlingen besuchen.

Schule feiert 100-jähriges Bestehen

1984 wurde das 100-jährige Bestehen der Schule, oder anders gesagt der 100. Geburtstag des roten Backsteingebäudes, mit einer Festwoche begangen. Die Einrichtung eines historischen Klassenzimmers erfolgte mit alten Bänken und Lehrmitteln. Eine Schulchronik wurde erarbeitet und präsentiert.

Zu dieser Zeit wurden 420 Schüler von 39 Lehrern und Erziehern unterrichtet und betreut. Für die erbrachten Leistungen im zurückliegenden Zeitraum wurde das Schulkollektiv beim großen Festempfang zum dritten Mal mit dem Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ ausgezeichnet. Allen Kollegen, die mindestens 20 Jahre an der Schule tätig waren, wurde eine Ehrenurkunde überreicht.

In diesem Zeitraum war mit der Führung der Schule Klaus-Dieter Schmidt (1977 bis 1990) beauftragt. Nach der Fertigstellung des Schulneubaus mussten vom Schulkollektiv viele Dinge selbst noch eigenständig gelöst werden, unter anderem die gesamte Außenanlage.

Erfahren Sie mehr über die Zeit nach der Wende im Teil 9 der Reihe.

Foto zur Meldung: 200 Schüler finden Platz in neuem Gebäude
Foto: 1964 erhiehlt die Schule in Großmühlingen einen Erweiterungsbau mit sechs Klassenräumen. Das Gebäude bestand aus Fertigteilen. Foto: Archiv Klaus-Dieter Schmidt

Hauptversammlung der Feuerwehr

(11.02.2019)

Kleinmühlingen/Zens (vs) l Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens findet am Sonnabend, 16. Februar, um 19.30 Uhr statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Jahresbericht des Wehrleiters, des Kinderwartes und des Jugendwartes.

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Foto: Feuerwehr

Feuerwehr trifft sich in Kleinmühlingen

(04.02.2019)

Kleinmühlingen (ji) l Die Mitglieder der Feuerwehr Kleinmühlingen-Zens kommen am Sonnabend, den 16. Februar, zu ihrer Jahreshauptversammlung im Sportzentrum am Mühlberg zusammen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Jahresberichte des Wehrleiters und des Jugendwartes. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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Foto: Feuerwehr

Ringreiter der Region planen ihre Saison

(04.02.2019)

Nach der Abstimmungsrunde in Zens stehen Termine fest

Von Heike Liensdorf

 

Zens l Gute Organisation ist alles. Und darum lädt Ute Ahrend seit nunmehr gut 15 Jahren Ende Januar Vertreter von Reitvereinen und -gemeinschaften aus dem Altkreis Schönebeck – plus Interessenten aus dem nächsten Umkreis – ein, um das Jahr zu planen. Denn für die Reiter steht fest: Jeder möchte gern möglichst viele Teilnehmer bei seiner Veranstaltung haben. Und so achten sie darauf, dass sich nach Möglichkeit keine Termine überschneiden und die Pferdefreunde einander besuchen können.

Für 2019 fand jetzt die diesjährige Abstimmungsrunde in Zens statt. Wolfgang Schoenebaum vom Reit- und Fahrverein Gnadau-Döben nutzte die Gelegenheit und lud zum Reiterball ein. Dieser findet am Sonnabend, 16. Februar, statt. Karten seien noch im Waldhaus Gnadau erhältlich.

Traditionelle Reiterbälle nach den Ringreiten gibt es in Tornitz, Pömmelte und Zens.

Als Zuhörer war in Zens Ronny Schmidt aus Groß Rosenburg dabei. Seine Kinder reiten und er wollte gern erfahren, wo Kinderringreiten angeboten werden. Gemeinsam mit seiner Frau Claudia und pferdebegeisterten Freunden habe er schon überlegt, Ringreiten auch in Groß Rosenburg anzubieten. Wenn es Mitstreiter gebe, könnte man das gemeinsam angehen, so seine Idee.

Erst zum zweiten Mal in der Runde ist Anke Caspar dabei. Sie ist Ringreiterin aus Leidenschaft und Mitglied im Pflege- und Adoptivverein Aschersleben/Staßfurt. Der Verein hat im vorigen Jahr das Ringreiten in Freckleben wieder aufleben lassen. „Weil wir Mensch und Tier, vor allem Kind und Pferd zusammenbringen wollen“, erklärt sie. Zum Tag des Denkmals biete die alte Burg genau das richtige Ambiente für diesen Wettkampf, findet sie.

Für den 8. September ist deshab das zweite Ringreiten in Freckleben. Der Pflege- und Adoptivverein richtet es gemeinsam mit dem Heimatverein aus.

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Foto: Ute Ahrend notiert die Termine für die Reiter-Saison.Foto: H. Liensdorf

Im Sommer der Mittelpunkt der Welt

(01.02.2019)

Was Volksstimme-Leser mit dem einstigen Schwimmbad Großmühlingen verbinden

Was für eine große Resonanz auf das aktuelle Heimaträtsel! Das Schwimmbad Großmühlingen war gesucht. Das Bild ließ viele Erinnerungen an Stunden im und am Becken wach werden.

Von Heike Liensdorf

 

Großmühlingen l Damit hat Matthias Wiese sicherlich nicht gerechnet. Dem Ortschronisten von Zens ist beim Durchstöbern seines Archivbestandes eine Postkarten von 1941 in die Hände gefallen: „Schwimm- und Sportbad Großmühlingen, Länge 50 Meter, Breite 20 Meter, Tiefe 3 Meter, Quellwasser“. Ein gutes Motiv für die Volksstimme-Aktion „Kennen Sie Ihre Heimat?“, dachte er sich. Und er lag richtig – goldrichtig – zahlreiche Leser meldeten sich per Mail oder Telefon.

Historisch wertvolle Dokumente zu den Anfängen der Badeanstalt steuerte Christl Schiefer bei. So hat sie noch eine Kopie der Einladung zur Badweihe am 26. Juli 1931. Darin heißt es: „Der Marktflecken Großmühlingen, der in einigen Jahren auf ein 1000jähriges Bestehen (936-1936) zurückblicken kann, hat aus der Erkenntnis heraus, daß die Arbeitsbeschaffung gerade in der jetzigen Zeit eine der dringlichsten Aufgaben der Gemeinde sein muß, um Wege von Notstandsarbeiten ein Freibad errichtet und sich somit einer der wichtigsten kulturellen Aufgaben entledigt.“ Das 1000 Quadratmeter umfassende, 1,20 bis 3,10 Meter tiefe Schwimmbassin werde durch Quellwasser gespeist, habe ständig Zu- und Abfluss und „gestattet die Durchführung selbst größter schwimmsportlicher Veranstaltungen“. Dazu „geschmückte Terrassen mit ausreichender Sitzge- legenheit und eine neuzeitlich eingerichtete Erfrischungshalle“.

Zur Einweihung gab es einen Festumzug, angeführt von der Kapelle Bergmann, vom Marktplatz zum Bad. Dort sangen die Männergesangvereine Harmonia und Liederkranz Großmühlingen, der Amts- und Gemeindevorsteher Matthée sprach. Der Schwimmsportklub Hellas Magdeburg lud zu wassersportlichen Aktionen ein.

Christl Schiefer besitzt zudem eine Foto-Chronik. Diese ist anlässlich des 168. Pflaumenkuchenmarktes veröffentlicht worden. Darin steht, dass Baubeginn am 8. August 1930 war. Die Baukosten wurden aus Spenden des Magdeburger Konsuls Walter Adam und des New Yorker Bankiers Bernhard Bendix sowie aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge erbracht. Öffentliche Gelder seien nicht verwendet worden. Die Bilder zeigen, dass Maurermeister Becker und Arbeitslose den gesamten Bau mit verhältnismäßig einfachen technischen Mitteln errichtet haben. „Am 19. Dezember 1930 sei das Schwimmbad zwar fertiggestellt, aber erst im folgenden Jahr wurden noch offene Hallen, Ankleide-, Geräte- und Erfrischungsräume errichtet“, heißt es in der Broschüre.

So viel zur Geschichte.

Und nun zu den Erinnerungen.

„Meine schönsten Sommer-erlebnisse hatte ich hier, vor allem als Kind, in den 1950er Jahren“, schreibt Brigitte Otto. Die 68-Jährige hat 45 Jahre in Großmühlingen gelebt, ist jetzt Schönebeckerin. „Urlaube mit den Eltern gab es nicht. Erst auf den Acker, sagte mein Vater, dann ins Schwimmbad. Manchmal hatte ich kein Geld für den Eintritt, wir waren fünf Kinder. Dann mogelte ich mich unter dem Kassenhäuschen durch, obwohl es nur 20 Pfennig kostete.“ Von Weitem habe man schon den Krach aus dem Bad hören können. Viele Kinder aus den umliegenden Dörfern waren dort. Brigitte Otto kann sich noch an Gretchen Thiemann erinnern. „Sie hatte die Garderobe inne. Eine kleine Frau, die auf beiden Armen die Armbanduhren der Badenden um hatte.“ In den Holzumkleidekabinen habe es Gucklöcher gegeben, die wohl die Jungen reingebohrt hatten, vermutet sie. „Da wir mehrere Geschwister dort zum Baden und Schwimmen waren, kam meine Mutter manchmal mit Stullenpakete hin und kaltem Malzkaffee in der Flasche.“ Sie berichtet auch, dass es jedes Jahr in den Sommerferien ein Schwimmlager für Schönebecker gab. Auf dem Schulhof in Großmühlingen standen die Zelte, die Kinder lernten dann in der Badeanstalt das Schwimmen. „Auch als wir älter waren, dann mit eigenem Kind, sind wir gern mit dem Kinderwagen dort hingefahren. Es war ja dort immer etwas los“, so Brigitte Otto und schwärmt: „Das Mühlinger Schwimmbad war für mich im Sommer der Mittelpunkt der Welt.“

Auch Ingrid Scharsig aus Großmühlingen erkennt das Bild sofort. „Viele Kinder haben dort schwimmen gelernt. Die Parkplätze bestanden aus mehreren Reihen von Fahrrädern. Es kam vor, dass man erst 20 Räder umstellen musste, um an sein eigenes zu gelangen.“

Gerlinde Möbius aus Schönebeck erzählt, dass sie von Eickendorf nach Großmühlingen zum Baden gelaufen sei. Sie habe sich dort das Schwimmen alleine beigebracht. „Später bin ich auch mit meinen Kindern noch von Schönebeck aus zum Baden dorthin geradelt.“ Seine ganze Familie habe dort Schwimmen gelernt, weiß Eberhard Herzberg aus Schönebeck. Und sein Schwiegervater Schmied Frank Helling habe die zweite Rutsche gebaut. Mit Namen kann Hans Gertig aus Biere noch weiterhelfen: Paul Mathe hat das Bad bewirtschaftet, Marga Ziem saß an der Kasse.

Ein Foto von 1994 reicht Simone Held aus Schönebeck ein. „Das war ein sehr heißer Sommer“, erinnert sie sich. In den Ferien sei sie mit ihrer Oma aus Eggersdorf oft ins Bad Großmühlingen gefahren. „Schwimmer- und Nichtschwimmer-Bereich sind durch einen Baumstamm, der dicht über dem Wasser hing, abgegrenzt gewesen. Darauf haben viele geturnt.“ Marga Drabetzki aus Großmühlingen schreibt per Mail: „Wer im Sommer nicht in ein Ferienlager fuhr oder Verwandte besuchte, tummelte sich von morgens bis abends im Schwimmbad.“

Eine nette Geschichte kann auch Werner Schwenke beisteuern. „Ich habe in meinen jungen Jahren von 1970 bis 1985 jedes Jahr am 1. April die Badesaison für mich eröffnet“, erzählt der Großmühlinger und gesteht: „,Aber jetzt bin ich eher für wärmeres Wasser.“ Heidi Brüche aus Schönebeck schreibt von vielen Freundschaften, die dort geschlossen wurden. Und Christine Graul aus Welsleben meint: „Mit Badesachen, Essen, Trinken und Kartenspiel im Rucksack waren wir glücklich und zufrieden.“

An wunderbare Sommerferien in der Badeanstalt erinnert sich Andrea Karg: „In jedem Jahr bekam ich zum Kindertag von meiner Oma eine Jahreseintrittskarte geschenkt. Wenn ich das richtig erinnere, kostete die damals fünf Mark.“ Und von ihren ersten Tauchversuchen in den Großmühlinger Becken berichtet Astrid Bierschenk aus Eickendorf.

Des Rätsels Lösung wussten auch Enrico Adam aus Brumby, Dorit Weidlich, Anna Scharsig und Olaf Dorst (beide aus Großmühlingen), Norbert Stein aus Zens, Hans-Joachim Stephan aus Gnadau sowie Sabine Adler, Sven Ritz, HellaZick, Karl-Heinz Walther (alle aus Schönebeck).

Über den Biberticket-Gutschein kann sich Brigitte Otto freuen. Er liegt zum Abholen in der Redaktion bereit.

Foto zur Meldung: Im Sommer der Mittelpunkt der Welt
Foto: Die Badeanstalt Großmühlingen als Motiv auf einer Postkarte, datiert mit 1941

Reitsportfreunde beraten Termine

(29.01.2019)

Zens (jp) l Die traditionelle Zusammenkunft der Reitsportfreunde zu Beginn des Jahres findet am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr in der „Grünen Ecke“ in Zens statt. Auf der Tagesordnung stehen abzusprechende Termine zum Ringreiten 2019, allgemeine Fragen und der Master-Cup. Alle Vereinsmitglieder sind dazu herzlich eingeladen.

Foto zur Meldung: Reitsportfreunde beraten Termine
Foto: Ringreiten

Kameraden laden zur Hauptversammlung

(27.01.2019)

Kleinmühlingen/Zens (vs) l Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens findet am Sonnabend, 16. Februar, um 19.30 Uhr statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem das Gedenken verstorbener Kameraden, der Jahresbericht des Wehrleiters, des Kinderwartes und des Jugendwartes. Darauf werden Ansprachen der geladenen Gäste und die Ernennung und Beförderung von Kameraden folgen. Außerdem werden neue Mitglieder aufgenommen, teilt Wehrleiter Hans-Georg Fabian der Volksstimme mit.

Foto zur Meldung: Kameraden laden zur Hauptversammlung
Foto: FFW

Versammlung der Reitsportfreunde

(18.01.2019)

Zens (vs) l Die traditionelle Zusammenkunft der Reitsportfreunde zu Beginn des Jahres findet am 31. Januar um 19 Uhr in der „Grünen Ecke“ in Zens statt. Auf der Tagesordnung stehen abzusprechende Termine zum Ringreiten 2019, allgemeine Fragen und der Master-Cup.

Foto zur Meldung: Versammlung der Reitsportfreunde
Foto: Ringreiten

Treffen der Feuerwehren in Bördelan

(11.01.2019)

Feierliche Übergabe des neuen Fahrzeugs

Bördeland (jp) l Zum Beginn des Jahr halten die Ortsfeuerwehren der Gemeinde Bördeland traditionell ihre Jahreshauptversammlungen:

• 11. Januar, 19 Uhr: Ortsfeuerwehr Biere im Sitzungssaal der Gemeinde Bördeland

• 26. Januar, 19 Uhr: Ortsfeuerwehr Großmühlingen im Feuerwehrdepot und Ortsfeuerwehr Eggersdorf im Feuerwehrdepot

• 1. Februar, 19 Uhr: Ortsfeuerwehr Eickendorf im Feuerwehrdepot

• 16. Februar, 19.30 Uhr: Ortsfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens im Sportzentrum am Mühlberg in Kleinmühlingen

Zudem findet am Sonnabend, 19. Januar, die feierliche Übergabe des neu angeschafften Fahrzeuges in der Ortsfeuerwehr Biere statt. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) ist 3,30 Meter hoch 2,50 Meter breit und 7,70 Meter lang und soll die Feuerwehr in Biere stärken. Denn mit der Autobahn, der Landstraße, einem Steinbruch und einer Gärtnerei in der Umgebung muss ein anspruchsvolles Gebiet abgedeckt werden. Auch die zum größten Teil neue Ausrüstung wurde speziell für Einsätze auf der Autobahn ausgewählt. Das neue Fahrzeug bietet Platz für neun Feuerwehrleute.

Foto zur Meldung: Treffen der Feuerwehren in Bördelan
Foto: Feuerwehr

Das ganz persönliche Heimaträtsel

(11.01.2019)

Rätsel aus Bördeland führt uns ins kleinste Dorf

Von der Schlachterei zum Einfamilienhaus – dieses Haus in Zens hat eine interessante Geschichte. Die damaligen und heutigen Bewohner erzählen von ihrem ganz persönlichen Heimaträtsel.

Von Julia Puder

 

Zens l Für viele Leser schien das Rätsel vom Sonnabend besonders knifflig zu sein, denn nur wenige haben sich mit der richtigen Lösung bei der Volksstimme-Redaktion gemeldet. Denen jedoch fiel es relativ leicht. Denn entweder haben sie oder wohnen sie noch in dem gesuchten Haus, das heute in der Bördestraße 8 in Zens steht. Norbert und Bettina Stein staunten nicht schlecht als sie am Sonnabend die Zeitung aufschlugen und ihr Haus entdeckten. „Mein Mann hatte richtige Gänsehaut“, erzählt Bettina Stein. 2003 haben sie das Haus erworben und komplett saniert.

„Wir haben das Haus Stück für Stück bis zur heutigen Zeit renoviert ohne dabei dessen alten Scharm zu verlieren“, erklärt Norbert Stein in seinem Schreiben an die Volksstimme. Sogar die alte Scheune hat die Familie Stein wieder hergerichtet und traditionell verputzt.

Auch das alte Foto des Hauses war dem Ehepaar bereits bekannt. „Die Fotografie des Hauses befand sich auf verschiedenen Postkarten „Gruß aus Zens“. Eine Variante befindet sich sogar in unserem Besitz. Auf dem Schild steht die Aufschrift Fleischerei E. Ladin. Später oder zur gleichen Zeit wurde der Hof von Albert Schulle bewirtschaftet. Vom Verkaufsraum konnte man bis zum Schlachthaus durchgehen“, erzählt Norbert Stein.

Dieser betrieb neben einer kleinen Landwirtschaft eben auch besagte Schlachterei samt Verkauf. Er lebte in den dreißiger Jahren gemeinsam mit seiner Frau Elsbeth und der Tochter Siegrid in dem Haus.

Als Albert Schulle in den Krieg berufen wurde, bat er seinen Freund Walter Rosemeier um einen Gefallen, weiß Dorfchronist Matthias Wiese. „Falls ihm etwas zustoßen sollte, bat er Rosemeier auf seine Frau und Tochter aufzupassen“, so Wiese. Als Schulle im Zweiten Weltkrieg fiel, kümmerten sich Elsbeth Schulle und Walter Rosemeier dann gemeinsam um den Hof. Später heirateten sie und bekamen eine kleine Tochter.

Diese Tochter heißt Elsbeth Weber und wohnt heute in Schönebeck. Auch sie hat das Heimaträtsel erkannt und sich bei der Volksstimme gemeldet. „Meine Mutter hat von 1934 bis 2003 in diesem Haus gelebt“, erzählt sie, „ich selber bin dann 1970 mit meinem Mann nach Felgeleben gezogen“. Nach ihren Angaben, sollte in dem Haus nach der Wende sogar eine Gaststube entstehen, wozu es aber nie kam.

Gewinner des Heimaträtsels sind Norbert und Bettina Stein.

Foto zur Meldung: Das ganz persönliche Heimaträtsel
Foto: Die Postkarte aus dem Jahr 1921 zeigt die Fleischerei „E. Ladin“ in Zens. Die Wirtschaft wurde später von Albert Schulle betrieben. Foto: Postkarte, Privatarchiv Dieter Knabe

Die Volksstimme fragt: Wo steht dieses Haus?

(05.01.2019)

Heimaträtsel in dieser Woche

Bördeland (ok) l Heimaträtsel nächste Runde: Und die Knobelei heute ist zugegeben nicht ganz einfach. Die Volksstimme stellt dabei wieder die Frage: Kennen Sie Ihre Heimat?

Das Rätsel führt uns heute in ein Dorf der Gemeinde Bördeland. Der Ort gehört zu den zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert entstandenen slawischen Siedlungen im Saale-Bode-Gebiet. Der alte Ortsname, der im Jahr 1330 erstmals erwähnt wird, ist vom altsorbischen abgeleitet.

Das aber nur nebenbei. Wir wollen nicht wissen, in welchen Ort das untenstehnde Foto aufgemnommen, sondern auch, was es zeigt. Hat der eine oder andere Leser zu diesem Foto noch Ideen und kann der Redaktion Geschichten erzählen? Dann melden Sie sich bei uns: am Lesertelefon am kommenden Dienstag, 8. Januar in der Zeit von 14 bis 15 Uhr unter der bekannten Telefonnummer (0 39 28) 48 68 33 oder per E-Mail an redaktion.schoenebeck@volksstimme.de(Einsendeschluss ist am Donnerstag, 10. Januar, um 10 Uhr) oder per Post an Volksstimme, Kennwort „Heimaträtsel“, Wilhelm-Hellge-Straße 71 in 39218 Schönebeck (Einsendeschluss ebenfalls am Donnerstag).

Foto zur Meldung: Die Volksstimme fragt: Wo steht dieses Haus?
Foto: Heimaträtsel in dieser Woche

Straßenzustand mangelhaft

(14.02.2018)

Die Straße von Zens nach Kleinmühlingen ist zweifelsohne eine stark beanspruchte Straße. Die besten Jahre sind wie jeder weiß lange vorbei. Flickschusterei heißt seit Jahren die Devise. Busse der Kreisverkehrsgesellschaft und Viehtransporte sowie der ein oder andere 40 Tonner brettern täglich über diese Straße. Und das alles ohne einen Fuß- bzw. Gehweg was eine Gefahr für die Bürger insbesondere Kinder bedeutet.

Foto zur Meldung: Straßenzustand mangelhaft
Foto: Straße Zens-Kleinmühlingen

defekte Kirchturmuhr

(14.02.2018)

Seit 2 Jahren ist die Turmuhr der Kirche St. Stephan defekt. Da es in der Gemeinde nun kein großen Spielraum für öffentliche Veranstaltungen gibt, hat sich viel in und um die Kirche abgespielt. Anscheinend hat die evangelische Kirchengemeinde kein Interesse mehr an dieser Kirche und die Gemeinde sowieso nicht.

Foto zur Meldung: defekte Kirchturmuhr
Foto: Kirche St. Stephan

Feuerlöschteich Zens

(13.02.2018)

Der Feuerlöschteich in Zens ist dem Verfall preisgegeben. Es ist die einzige Wasserentnahmestelle die bei Versagen der Hydranten zum Einsatz kommen würde. 

Foto zur Meldung: Feuerlöschteich Zens
Foto: Feuerlöschteich in Zens

Dorfclub Zens

(13.02.2018)

Der Dorfclub Zens, einst restauriert und für die Öffentlichkeit gedacht. Seit vielen Jahren geschlossen verfällt dieses Gebäude. Weder das Computer Kabinett noch die Bücherei hat überlebt. Auch der Außenbereich welcher einen Teich und eine Tischtennisplatte hat, ist der Öffentlichkeit zugänglich. 

Foto zur Meldung: Dorfclub Zens
Foto: Dorfclub Zens

Die Trauerhalle Zens, die will nicht mal einer Tod sehen.

(13.02.2018)

Die Trauerhalle in Zens, pietätlos und beschämend. Hier will man nicht die letzte Ruhe finden. Jede Garage oder Schuppen befindet sich in einen besseren Zustand.

Foto zur Meldung: Die Trauerhalle Zens, die will nicht mal einer Tod sehen.
Foto: Trauerhalle Zens

Versprechen wird nicht eingehalten

(12.02.2018)

 

 

Busse der Kreisverkehrsgesellschaft fahren gefühlt immer noch zu schnell durch die Straße "Am Sportplatz"

„Wenn in der Straße Am Sportplatz in Zens Busse fahren, wackeln die Häuser.“ Das schrieb die Volksstimme vor knapp einem Jahr. Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung sollte der Verkehr verlangsamt werden. Was ist daraus geworden? Die Volksstimme war vor Ort.

Von Olaf Koch und Ulrich Meinhard

 

Zens l Zugegeben: Der Eindruck kann täuschen und ist rein subjektiv. Eine gesicherte Geschwindigkeitsmessung hat die Volksstimme nicht vorgenommen. Wenngleich in der Straße Am Sportplatz ein Schild mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 Kilometer pro Stunde (km/h) steht, die meisten Fahrer – auch die Busfahrer – nehmen dieses Gebot als „freiwillige Alternative“ wahr. Nach wie vor donnern vor allem die schweren Busse der Bernburger Kreisverkehrsgellschaft (KVG) durch die enge Straße auf dem Kopfsteinpflaster.

Problem ist nicht neu

Neu ist das Problem nicht. Schon vor knapp einem Jahr machte die Volksstimme auf diese Problematik aufmerksam. Anwohner der Straße kritisierten, dass Busse der KVG im bebauten Bereich der Straße, die einem Nadelöhr gleicht, zu schnell fahren. Das führe zu Erschütterungen in den Häusern, die kleinen Erdbeben gleichen würden. „Zweitens werde immer wieder über eine Grünfläche gefahren, die dann durch tiefe Reifenspu- ren verunstaltet ist“, schrieb die Volksstimme vor einem Jahr.

Bei einem Vorort-Termin damals war schnell zu spüren, dass den Anwohnern mehr auf den Nägeln brennt als nur der zerfahrene Grünstreifen. Die Straße sei doch gar nicht ausgelegt für zwölf Tonnen schwere Busse, noch dazu, wenn sie täglich zwölf Mal oder häufiger dort entlang fahren, empörten sich die Zenser.

Früher, ja früher habe es eine Buswendeschleife im Dorf in der Mitte gegeben. Die fiel aber einem Spielplatzneubau zum Opfer.

Aus Protest parkte ein Anwohner früher sein privates Auto hin und wieder auf der schmalen Straße, obwohl der Anwohner es auch auf dem eigenen Grundstück abstellen könnte. Warum das? „Weil mein Auto die Busfahrer zwingt, langsamer zu fahren“, begründete er damals die Maßnahme.

Nach einigem Hin und Her einigt sich die Runde vor Monaten auf einige Kompromisse: Die Gemeinde Bördeland sollte ein Verkehrsschild aufstellen, das eine maximale Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde vorgibt. Das war ohne größere Probleme möglich, weil die Gemeinde hier hoheitlich zuständig ist. Die KVG sollte dafür Sorge tragen, dass die Geschwindigkeiten der Busfahrer überwacht werden. Das sei technisch etwa über den digitalen Fahrtenschreiber möglich. Bei Verstößen würden den Fahrern disziplinarische Maßnahmen drohen, versicherte die KVG damals. Entsprechend sollte es eine Belehrung der Fahrer geben. Der Anwohner schließlich erklärte sich bereit, sein Auto nicht mehr als quasi Ersatz-Schikane auf der Straße zu parken.

Schild ist nur Kosmetik

Und heute? Was ist aus der Geschichte geworden? Ernüchterung, denn das Verkehrsschild in der Straße Am Sportplatz ist – wie eingangs erwähnt – Schmuck und lediglich von kosmetischer Natur. Der Volksstimme liegt eine Liste mehrerer Tage über Busse vor, die die Straße Am Sportplatz durchfahren, und die geschätzte Geschwindigkeit. Demnach können zwischen 75 und 80 Prozent zu schnell gewesen sein. Die Volksstimme wollte die KVG beim Wort nehmen und die Zusage von damals, dass die digitalen Fahrtenschreiber der Busse ausgewertet werden können. Eine entsprechende Anfrage wurde aber aus Bernburg abgewiesen: „Sie werden sicherlich verstehen, dass wir die Fahrtenschreiber unserer Fahrzeuge nicht zum Zweck der Veröffentlichung auswerten werden“, antwortet Bill Bank, verantwortlich für Verkehrsplanung, Marketing und Tarif bei der KVG in Bernburg. Damit wird klar: Das Versprechen von damals will die KVG heute nicht eingehalten.

Insgesamt argumentiert die KVG auf eine Anfrage der Volksstimme mit allgemeinen Erklärungen. „Die Vorteile, welche eine ÖPNV-Erschließung für viele Einwohner bedeutet, bringen auch teilweise mit sich, dass Wohngebiete befahren werden. Die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH versucht, die Erschließung möglichst ohne nachteilige Auswirkungen für die Anwohner zu gestalten.“

Keine größeren Verstöße

Doch zum Schluss der E-Mail wird Bill Bank dann doch noch konkreter: „Wir haben bisher keine Hinweise, dass gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung in beachtenswertem Umfang verstoßen wurde. Auch eine Radarkontrolle, welche durch die Polizei durchgeführt wurde, stützt diese Einschätzung.“

Auf die Frage, welche technischen Bedingungen ein Wendehammer für Busse haben muss, darauf ging die KVG nicht ein. Nach Recherchen ist aber ein Wendekreis von mindestens 24 Metern erforderlich. Eine solche Baumaßnahme kostet Geld. Das müsse an anderer Stelle geklärt werden, sprich im Gemeinderat von Bördeland. Auch die Fläche dafür müsste vorhanden sein – vielleicht am Dreieck Dorfstraße und Am Anger oder im Bereich Dorfstraße, Am Sportplatz und Tränke? Denn eines steht fest: Nur eine Wendeschleife würde die empörenden Hilferufe der Anwohner an der Straße Am Sportplatz für immer verstummen lassen.

Positiv zu erwähnen ist aber noch, dass der Grünstreifen nun wirklich Grünstreifen ist. Bisher soll kein Bus mehr von der Straße dorthin ausgewichen sein und die Anlage zerfahren haben.

In Anbetracht der Sicherheit und der weiteren Handlungen gibt es noch ein wichtiges Argument: Jene Straße Am Sportplatz hat keinen Fußweg. Jeder Anwohner muss auf der Straße laufen, bei Wind und Wetter und bei Dunkelheit. Es ist sicherlich nur eine Frag der Zeit, bis etwas passiert. Oder eben passieren muss. Danach geht meist alles ziemlich schnell.

 

 

Foto zur Meldung: Versprechen wird nicht eingehalten
Foto: Busse in Zens

Kita-Kinder im Sportfieber

(24.06.2017)

Bummisportfest für die jüngsten Bördeländer lockt mit Spiel und Spaß in Eickendorf

Vom durchwachsenen Wetter ließen sich 70 Kinder aus den Kindertagesstätten Bördelands die Laune nicht verderben. Es gab so viel zu entdecken beim 13. Bummisportfest auf dem Sportplatz in Eickendorf.

Von Madlen Jirmann

 

Eickendorf l Sie hüpften, krochen durch bunte Tunnel und fuhren mit dem Fahrrad Slalom – beim 13. Bummisportfest der Kindertagesstätten aus dem Bördeland tobten sich die Kinder so richtig aus. Sieben Stationen mit Sackhüpfen, Fahrradslalom, „Kriechtunnel“, „Fröscheschießen“, Hindernisparcours, Zielwerfen und einer Hüpfburg zum Ausruhen boten jede Menge Abwechslung für die 70 aktiven Kinder.

Angereist waren Jungen und Mädchen aus den Kitas in Biere, Eggersdorf, Kleinmühlingen, Zens, Welsleben, Großmühlingen sowie Eickendorf. Ab 10 Uhr wärmten sich die Kinder gemeinsam auf, um dann in Gruppen von bis zu zehn Teilnehmern in den einzelnen Disziplinen anzutreten.

Bei der Abschlussstaffel mussten die Erzieherinnen sogar mitmachen und unter kleinen Tischen durchkriechen.Marco Schmoldt, Ortsbürgermeister von Eickendorf, zeigte sich begeistert: „Wir führen die Kitas der Region zusammen, damit sie gemeinsam Spaß haben und sich kennenlernen.“

Foto zur Meldung: Kita-Kinder im Sportfieber
Foto: KIndergartenkinder

Lesung in Zens

(10.05.2017)

Zens (hl) l Der Bibliotheksverein im Salzlandkreis e.V. Biere hat für Freitag, 12. Mai, eine Lesung in Zens organisiert. Ulrich Heuer ist ab 19 Uhr mit seinem Buch „Mallorca hin und zurück - Die Geschichte einer Auswanderung“ in der „Grünen Ecke“, Am Sportplatz 15, zu Gast.

Die Auswanderung ans Meer, auf die Sonneninsel Mallorca, realisierte der Autor gemeinsam mit seiner Ehefrau 2011. In 23 Kapiteln plaudert Ulrich Heuer über die langjährige Vorbereitung, den anstrengenden Gang durch das Labyrinth spanischer Behörden und vom Leben als Resident auf Mallorca.

Einen angemessenen Platz nehmen Schilderungen und Erlebnisse vom inseltypischen Leben ein, eine Sichtweise, die ein Urlauber so nicht zu sehen bekommt. Die Schönheit der Insel im Wandel der Jahreszeiten, Details der Kultur und Lebensart der Mallorquiner werden anschaulich beschrieben. Mit Humor und sanfter Ironie zeigt er sowie inseltypische Tücken als auch Kuriositäten auf. Der Autor amüsiert auch immer wieder mit humorigen Betrachtungen der eigenen Verhaltensweisen und seinen Erlebnissen von „Pech und Pannen“.

Warum es dennoch einen Rückflug von Mallorca gab, hat der Autor selbstkritisch und sachlich beschrieben.

Ob Urlauber, Resident oder Auswanderungswilliger, für alle ist dieses Buch gleichermaßen eine kurzweilige Lektüre.

Foto zur Meldung: Lesung in Zens
Foto: Ulrich Heuer

Geheimnisumwittert: Bunker der Börde

(26.11.2016)

Vergessene Relikte aus der Zeit des Kalten Krieges bei Kleinmühlingen, Zens und Eickendorf

von Thomas Linßner

Die Zeit des Kalten Krieges bescherte auch dem damaligen Kreis Schönebeck einige paramilitärische Bunkeranlagen. Die beiden größten wurden Anfang der 1960er Jahre auf dem Dreihöhenberg bei Eickendorf und dem Mühlberg bei Kleinmühlingen gebaut.

einmühlingen/Großmühlingen/Eickendorf l „Was der olle Bunker auf dem Dreihöhenberg für ‘ne Aufgabe hatte? Na, da wollte doch die Führung unterkommen, bei einem Bombenangriff“, sagt ein alter Mann, der in Eickendorf gerade die Straße kehrt. Auch wenn es danach klingt: Mit „Führung“ meint er nicht die Vertreter der Jahre 33 bis 45, sondern die aus DDR-Tagen. In der Zeit des Kalten Krieges sorgte man für den Ernstfall vor.

Es hat sich bis heute nicht so richtig herumgesprochen, was die Anfang der 60er Jahre gebauten Bunkeranlagen auf dem Großmühlinger Weinberg, dem Dreihöhenberg bei Eickendorf und dem Kleinmühlinger Mühlberg für eine Funktion hatten. Wie man sich in Eickendorf erzählt, war die eingezäunte Anlage auf dem Dreihöhenberg ein sehr geheimnisumwitterter Ort. Die Leute vermuteten einen Atomschutzbunker, der mit allem Komfort ausgerüstet, der kreislichen Führungselite das Überleben sichern sollte.

Doch war die Anlage wirklich so wichtig und komfortabel? Schließlich wurde sie nur von einem sehr hohen Holzzaun gegen neugierige Besucher geschützt. (Weil man in der DDR vor jedem Zaun Respekt haben musste, reichte der Holzzaun offenbar.)

Ein Zeitzeuge erinnert sich daran, dass die Bunkeranlage auf dem Dreihöhenberg „12 oder 13 Räume“ hatte. Auf der Südseite befand sich der Eingang, dessen Treppe viele Stufen in die Tiefe führte. Über zwei noch heute sichtbare Betonsäulen wurde Frischluft angesaugt. Die Ausstattung war funktionell: Liegen, Tische, Schränke, Toilette, Trinkwasser, Notstromaggregat, eine Küche. Über eine Doppeltürenschleuse aus Stahl gelangte man ins Innere. Der Bunker des Eickendorfer Dreihöhenberges sollte in der Tat der Kreiseinsatzleitung (Rat des Kreises) im Ernstfall als Ausweichort und zentraler Führungspunkt dienen.

Gustav Kampe, nach der Wende Bürgermeister von Kleinmühlingen und davor 30 Jahre lang Ökonomischer Leiter der LPG, konnte sich kurz vor seinem Tod 2003 noch genau an die „Bunker-Geschichte“ erinnern: „Die Anlagen von Eickendorf und Kleinmühlingen standen mit dem Krähenberg zwischen Salzelmen und Welsleben in Verbindung. Vor dort wurden Kabel verlegt.“

Sowjet-Soldaten hätten durch den halben Kreis Kabelgräben gebuddelt, die von der Deutschen Post bestückt wurden. Ein Kollege von der Post habe verraten, dass das nicht nur normale Kabel für Telefon, sondern auch stärkere für Fernzündungen seien.

Krähenberg, Dreihöhenberg und Mühlberg waren also untereinander vernetzt. Gustav Kampe berichtete, dass die Leitungen weiter über die Calbenser Saalebrücke bis in den Diebziger Forst reichten. Dort war Militär stationiert. Im Ernstfall hätten die westlich gelegenen Beobachtungspunkte im Kreis Schönebeck Signal geben können, dass der Feind anrückt.

„Für uns war damals besonders das Bodenprofil interessant, als man einen Brunnen für den Kleinmühlinger Bunker bohrte“, erinnerte sich Kampe damals. Weil die Anlage auf dem Mühlberg Trinkwasser brauchte, bohrte man über 30 Meter tief, blieb aber erfolglos.

Der Mühlberg-Bunker ähnelte von der Ausstattung dem auf dem Dreihöhenberg. Man geht davon aus, dass die Baugrube rund fünf bis sechs Meter tief gewesen sein muss. Die Raumhöhe betrug etwa 2,50 Meter, die Betondecke darüber etwa einen Meter. Darüber wurde dann ein fast zwei Meter hoher Erdhügel aufgefüllt.

Nach der Wende ließ die Gemeinde den Eingang zum Kleinmühlinger Bunker zuschütten und mit Beton versiegeln. Weil nichts geheimnisvoller als eine unterirdische Anlage ist, dauerte es nicht lange und der Zugang war von Kindern wieder aufgebuddelt und aufgemeißelt worden.

Die genervten Besitzer des Grundstücks versiegelten den Eingang erneut mit Beton und schenkten das Land dann vorsichtshalber der Gemeinde …

Auf dem Weinberg zwischen Zens und Großmühlingen befand sich dagegen ein überirdischer Beobachtungsbunker. Laut Gustav Kampe mussten seine LPG-Kollegen in den 60er Jahren eine Schneise in den Wald schlagen, damit der Bunkerblick in Richtung Schönebeck und Krähenberg frei war.

Die Anlagen wurden in den 70er und 80er Jahren von verlässlichen, linientreuen Rentnern gewartet. Heute sind sie allesamt Ruinen.

Der Bunkerzugang auf dem Eickendorfer Dreihöhenberg war viele Jahre mit Betonbrocken zugeschüttet. Die Neugier der Menschen war aber stärker: In mühevoller Handarbeit wurde er wieder frei geräumt, so dass sich dort heute wieder Fledermäuse und vielleicht auch neugierige Menschen tummeln.

Foto zur Meldung: Geheimnisumwittert: Bunker der Börde
Foto: Halb oberirdisch wurde der Bunker auf dem Weinberg zwischen Großmühlingen und Zens gebaut. In der Nähe steht die letzte erhaltene mittelalterliche Warte des Altkreises Schönebeck. Früher war das Haupt des Weinberges kahl, der guten Beobachtung wegen. Foto

Weihnachtsmarkt in Zens

(19.11.2016)

Zens (hh) l Die Heimatfreunde Zicken Zens und die Feuerwehr des Ortes laden am Sonnabend, 3. Dezember, zum Weihnachtsmarkt ein. Dieser beginnt um 16 Uhr an der Stephaniuskirche. Angeboten werden weihnachtliche Präsente, Gebäck, Glühwein und Gegrilltes. Alle Zenser sowie Gäste aus nah und fern sind herzlich willkommen. Die Veranstalter versprechen stimmungsvolle Stunden in gemütlicher, vorweihnachtlicher Runde.

Foto zur Meldung: Weihnachtsmarkt in Zens
Foto: Weihnachtsmann

Leute heute

(07.07.2016)

Nein, dass Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) ausgesprochen viel Erfahrungen beim Kutschieren von Mist hat, ist nicht überliefert. Bei der jüngsten Bauern-olympiade in Zens zeigte der Eickendorfer zumindest großes Geschick im Umgang mit Dung. Geschickt umkurvte der sportliche Bürgermeister, der im nächsten Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, die Slalomstangen und erntete dafür viel Beifall.(ok)

 

Foto zur Meldung: Leute heute
Foto: BM Bernd Nimmich / Archivfoto

Löwen-Anteil für Kinder und Jugendliche

(09.10.2015)

Mitglieder des Lionsclub Schönebeck-Bad Salzelmen übergeben 250 Euro an das Kinderheim in Zens

Zum Kinderheim in Zens gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte: Der Umzug ins „neue“ alte Haus bis Weihnachten wird nicht klappen. Die gute: Mit der Sanierung des Gebäudes kann nun in den nächsten Wochen begonnen.

Zens l Alles braucht seine Zeit. „Leider“, gibt der Geschäftsführer des Vereins Nestwärme, Remo Kannegießer, zu. „Wir würden unseren Kindern und Jugendlichen lieber heute als morgen das alte Haus saniert zurückgeben. Aber so schnell geht das leider nicht.“ Die ursprüngliche Planung, dass das Haus entkernt, wieder aufgebaut wird und die Mädchen und Jungen bis Weihnachten wieder in die alten Räume zurückziehen können, ist zerplatzt wie eine Seifenblase.

Schuld im eigentlichen Sinne trägt dafür niemand – nicht der Verein Nestwärme, nicht der Landwirt, der das Grundstück mit dem Haus besitzt, nicht der Landkreis, nicht die Gemeinde Bördeland oder gar die Ortschaft Zens. Viel mehr sind viele Gespräche vor allem hinter den Kulissen notwendig gewesen, um Klarheit in die Maßnahme zu bringen. „Ich will nur so viel sagen: Der Grundstücksbesitzer ist Landwirt. Er mag den Verein, er mag das Heim und er mag die Kinder. Aber wir mussten uns trotzdem in beiderseitigem Interesse auf einen gemeinsamen Weg einigen“, macht Remo Kannegießer deutlich.

Größter Knackpunkt waren steuerliche Bedingungen und nachfolgend weitere Finanzierungen. Doch die seien nach Aussage des Geschäftsführers im Großen und Ganzen nun gelöst. Auch die Finanzierung des Aufbaus des Hauses ist in trockenen Tüchern. „Wenn alles gut läuft, werden wir in einigen Wochen, vielleicht schon im November, mit der Rekonstruktion des alten Bauernhauses beginnen“, so Remo Kannegießer.

Weitere Details zur Finanzierung und zur Mitwirkung des Grundstücksbesitzers und Landwirts aus Mecklenburg-Vorpommern möchte der Verein Nestwärme in den nächsten Wochen bekanntgeben. Das auch zur Freude der Zenser, denn die Bauruine an der Hauptstraße, der Bauzaun und die halb gesperrte Straße tragen derzeit nicht zum bunten Dorfbild bei.

Heim ist eine Großfamilie

Dass das kleine Kinderheim nicht unbedingt ein Heim im wörtlichen Sinne ist, sondern viel mehr eine Großfamilie, davon konnten sich in dieser Woche zwei Vertreter des Lionsclub Schönebeck-Bad Salzelmen, Michael Feldbach und Gordon Gol, überzeugen. Die beiden Herren kamen aber nicht mit leeren Händen: Sie übergaben im Auftrag der Lionsclub-Mitglieder eine Spende über 250 Euro. „Das hatten wir auf der Septembersitzung beschlossen, dass wir dem Verein und damit den Kindern des Heimes diesen Betrag zukommen lassen wollen“, so Michael Feldbach. Der Lionsclub hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Kindern zu helfen und in allen Situationen zu unterstützen.

Die Summe, das sagte Nestwärmegeschäftsführer Kannegießer, soll den Kindern und Jugendlichen später komplett zur Verfügung gestellt werden. Der Verein hat mehre Konten, so dass die 250 Euro nicht in den Wiederaufbau fließen werden. „Wenn später alles fertig ist, werden wir noch Geld benötigen, um alle Bewohner wieder so auszustatten, wie es früher war“, betont Remo Kannegießer.

Foto zur Meldung: Löwen-Anteil für Kinder und Jugendliche
Foto: 250 Euro: Die Mitglieder des Lionsclubs Schönebeck-Bad Salzelmen spendeten diese Summe dem Kinderheim in Zens. Das Geld kommt nach dem Wiederaufbau des Hauses den Mädchen und Jungen zugute.Fotos: Olaf Koch

Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade

(04.07.2015)
Gruppe:        
1. "Börderocker" Bernd Nimmich, Alfred Bethge, Werner Schwenke
2. "Fire Girls" Loenie Braun, Linda Irmscher, Jody Fabian
3. " Pferdemädchen" Sophie Ahrend, Marie Ahrend, Lea Tscharnke
   
Einzelwertung  
Meterklasse  
Mädchen: 1. Emily Helge
Jungen: 1. Lennert Tonkens
bis 14 Jahren  
Mädchen: 1. Jody Fabian, 2. Linda Irmscher, 3. Leonie Braun
Jungen: 1, Maurice Vincent Brauer, 2. Jonas Brösel, 3. Marco Sievert
bis 21 Jahren  
Damen: 1. Christin Jungnickel
über 21 Jahren  
Damen: 1. Stefanie Jungnickel
Herren: 1. Nils Eckert, 2. Boudewijn Tonkens, 3. Tim Bethge
über 55 Jahren  
Damen 1. Carola Jähnke
Herren 1. Bernd Nimmich, 2. Alfred Bethge, 3. Werner Schwenke

Foto zur Meldung: Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade
Foto: Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade

Bürgermeister sagen Einsatzkräften Danke

(14.03.2015)

Zens (ok) Lobende Worte für die Einsatzkräfte: Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) und Ortsbürgermeister Frank Ahrend (CDU) bedanken sich während der Ratssitzung für den professionellen Einsatz beim Brand des Kinderheimes in Zens. Zudem gilt auch der Dank an die Zenser Bevölkerung, die sich noch in der Nacht um die Einsatzkräfte kümmerten. Nicht unerwähnt bleibt der Gaststättenbetreiber „Zum Pferdestall“ aus Eggersdorf.

Foto zur Meldung: Bürgermeister sagen Einsatzkräften Danke
Foto: OBM Frank Ahrend und BM Bernd Nimmich

Alles oder nichts: Wehr will durchstarten

(09.02.2015)

Zenser Kameraden suchen Verstärkung und Leitung / Wichtige Einheit für Bördeland soll selbständig bleiben

2015 soll zum Schicksalsjahr für die Freiwillige Feuerwehr Zens werden. Die Kameraden wollen sich neu aufstellen und so ihre Selbständigkeit als Ortswehr weiter erhalten. Personelle Unterstützung aus dem Ort wird dringend gebraucht.

 

Von Daniel Wrüske

Zens l Eine überschaubare Gruppe von acht aktiven Einsatzkräften, keine eigene Jugendfeuerwehr, die Einsatzbereitschaft der Zenser Feuerwehr ist nicht mehr rund um die Uhr gegeben: Zu den Nachwuchs- und Kräftesorgen kommt die Leitungsfrage. Nachdem Wehrleiter Udo Lorenz zum Jahresende 2014 seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erklärt hat, ist jetzt Eckhard Seiler kommissarischer Ortswehrleiter. Wie die Kameraden hinter ihm ist er beruflich stark eingebunden und nicht immer zu Hause.

Ernst ist die Lage deshalb, weil die Gemeinde als Feuerwehrträger dem Landkreis eine Meldung abgeben muss. Will eine Wehr selbständig sein, muss sie über eine dementsprechend ausgebildete Leitung und über genug Einsatzkräfte verfügen. Eckhard Seiler hat die Qualifikation als Feuerwehrchef, würde sich auch zur Wahl stellen, allein es fehlt an einem Stellvertreter.

Die ehrenamtlichen Retter im kleinsten Ort der Gemeinde Bördeland stehen vor großen Herausforderungen. Probleme, die das Vereinswesen kennt, die aber im Zenser Fall existenziell werden können. Wenn bis zum Sommer, so der selbst gesteckte Zeitplan, nichts passiert.

Dass die Zenser selbständig bleiben und nicht als Löschzug an eine andere Wehr angegliedert werden wollen, ist das Ergebnis der Diskussion bei der Jahreshauptversammlung. Anfänge sind gemacht: Es gibt gemeinsame Ausbildungen mit den Blauröcken in Kleinmühlingen. Die Verwaltung lobt das, die Ausbildung dort sei fundiert, hieß es.

Um sich nun aber auch personell zu stärken, wollen die Blauröcke eine große Werbeaktion starten. In Zusammenarbeit mit dem Ortsrat und dem Bördeland-Ordnungsamt sollen mögliche Mitglieder in Zens gezielt angesprochen und zu einem Treffen eingeladen werden - Männer wie Frauen. Ortsbürgermeister Frank Ahrend will hier moderieren. „Wir können so unsere Lage schildern und um Engagement werden“, sagt der bisherige Wehrleiter Udo Lorenz.

Auch Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich unterstützt. Er wird jetzt auf Anregung der Kameraden zu Landwirten und in Betriebe gehen, und für die Feuerwehrarbeit die Werbetrommel rühren. Ordnungsamtsleiter Bernd Möhring erklärt, dass Abschnittsleitung und Landkreis zugesichert hätten, schnell Schulungsplätze für die Feuerwehrnachrücker zur Verfügung zu stellen.

Frank Ahrend wie Bernd Nimmich sehen zur Selbständigkeit keine Alternative. Wie bei einem Puzzle jedes Teil wichtig sei, so gehöre Zens in die Reihe der Bördeland-Feuerwehr. „Die Ortskenntnis hier ist von entscheidender Bedeutung“, so Bernd Nimmich. Frank Ahrend betont die Bedeutung einer eigenen Feuerwehr für Gefahrenabwehr, Ordnung, Sicherheit, Brandschutz und auch das kulturelle Leben im Ort. Er wirbt für strategisches Vorgehen, um den Neuanfang für eine Wehr „mit neuer Qualität“ stemmen zu können.

Udo Lorenz betont, dass die kleine Zenser Wehr sich nicht verstecken müsse. Man verfüge über gute Technik und sei gut ausgebildet. Auch damit könne man überzeugen.

Jetzt beginnt die Arbeit und die Einladung an die Zenser. Bürgermeister Bernd Nimmich erklärt, dass Gemeinde und Rat hinter den Aktionen stehen würden und die Feuerwehr, wie bisher auch, so gut es die finanziellen Ressourcen hergeben, unterstützen.

Foto zur Meldung: Alles oder nichts: Wehr will durchstarten
Foto: Jahreshauptversammlung der FFw Zens


Veranstaltungen

31.10.​2019
15:00 Uhr
Halloween in Zens
Zu einem Halloween-Herbst-Feuer laden die Heimatfreunde Zicken Zens e.V. ein. Es findet am ... [mehr]
 
30.04.​2020
Maibaum setzen
Ein Maibaum ist ein geschmückter Baum oder Baumstamm, der am 30. April aufgerichtet wird. In den ... [mehr]
 
 

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06.11.2010:
 
05.09.2010:
 
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10.01.2010:
 
 

Gastroangebote

31.10.​2019 bis
31.10.​2019
15:00 Uhr
Halloween in Zens
Zu einem Halloween-Herbst-Feuer laden die Heimatfreunde Zicken Zens e.V. ein. Es findet am ... [mehr]