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Aktuelle Meldungen

Schadstoffentsorgung in der Gemeinde

(31.07.2020)

 

Bördeland (yk) l Die kostenlose Schadstoffentsorgung in der Gemeinde steht an. Der erste Termin ist in Welsleben am 6. August in der Krummen Straße beim Wetstoffcontainerplatz zwischen 15.15 und 16 Uhr. Die weiteren Termine sind alle am 12. August. In Biere findet die Entsorgung in der Friedensstraße am Park zwischen 12.30 und 13.30 Uhr statt, in Eggersdorf in der Lindenstraße zwischen 10.30 und 11.15 Uhr, In Eickendorf in der Bierer Straße 48 zwischen 13.45 und 14.15 Uhr, in Großmühlingen an der Ecke Viehmarkt/Sackstraße zwischen 9.30 und 10.15 Uhr und in Zens an der Dorfstraße nahe der Bushaltestelle zwischen 8 und 8.30 Uhr.

Foto zur Meldung: Schadstoffentsorgung in der Gemeinde
Foto: Gemeindewappen

Keine Veranstaltung in diesem Jahr

(28.07.2020)

Zens (yk) l Das Heimatfest am 8. August und das Halloween-Fest, am 31. Oktober, fallen in diesem Jahr aus, teilt der Heimatverein Zicken-Zens mit. Dafür stehen bereits die Termine für Feste im kommenden Jahr fest – am 30. April 2021 startet das Veranstaltungsjahr in Zens mit dem „Maibaum setzen“ und am 22. Mai 2021 folgt eine Veranstaltung der Reihe „Klänge im Raum“ im Künstlergarten der Familie Feldbach. Weitere Termine würden nach Absprache bekanntgegeben, so der Heimatverein.

Foto zur Meldung: Keine Veranstaltung in diesem Jahr
Foto: Heimatfreunde ZZ

Ringreiten in Zens auf 2021 verschoben

(15.07.2020)

 

Maßnahmen hätten Programm zu stark eingeschränkt

Von Kaya Krahn

Zens l Das alljährliche Ringreiten in Zens wird dieses Jahr nicht stattfinden, teilen Ute Ahrend und Frank Ahrend, Bürgermeister von Zens, mit. „Wir legen alle Termine in einem Treffen im Januar oder Anfang Februar fest“, erklärt Ute Ahrend. „Das Ringreiten in Zens wäre eigentlich am 18. Juli gewesen.“ Die Reitveranstaltung wird auf das kommende Jahr verschoben – dann soll es wieder regulär und mit Begleitprogramm ausgetragen werden. „Das Ringreiten in Zens wird 2021 stattfinden“, so die Medizinerin.

27 Reitveranstaltungen waren für dieses Jahr angesetzt. Der „Fahrplan“ für die Saison wurde unter der Federführung von Ute Ahrend in Zens aufgestellt. In diesem Jahr wurde auf Grund des Coronavirus noch keines der geplanten Ringreiten durchgeführt. „Wir haben auch keine Informationen bekommen, ob noch eines stattfinden soll“, so Ute Ahrend. Die geplanten Veranstaltungen waren zwischen März und Dezember angesetzt. Ob Veranstaltungen Ende des Jahres stattfinden werden, ist bisher nicht abzusehen. Dazu zählt etwa das Weihnachtsreiten in Gnadau.

Für potentiell kommende Veranstaltungen liegt Frank Ahrend etwas besonders am Herzen: „Es ist uns ganz wichtig, uns direkt mit dem Ordnungsamt abzustimmen. Wir haben noch immer Corona und es ist wichtig, die Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Sonst haben wir im Herbst ganz schnell wieder mehr Fälle“, so der Mediziner. „Es wäre schön, Veranstaltungen zu machen, aber die potentielle Gefahr ist noch immer da“, fügt er hinzu.

Programm hätte unter Maßnahmen gelitten

Doch nicht nur die generelle Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen hat zur Absage der Reitveranstaltung geführt: „Wir müssten einerseits das Reiten vermutlich mit Maske durchführen. Außerdem haben wir sonst ab Mittag noch ein Begleitprogramm, gastronomische Angebote und eigentlich gibt es abends auch immer noch einen Tanz, das hätte nicht funktioniert“, so die Chirurgin Ute Ahrend. Ein weiteres Problem ist die Unsicherheit, inwieweit Zuschauer zugelassen seien.

Eine Besonderheit bei dem Ringreiten in Zens ist, dass am selben Tag ein Ringreiten für Erwachsene sowie für Kinder angeboten wird.

Beim traditionellen Ringreiten müssen die Reiter im Galopp kleine Ringe mit einer Lanze aufspießen. Die Ringe befinden sich an einem großen hölzernen Galgen. Die Gewinner der einzelnen Ringreiten hätten dann im Master-Cup in Eggersdorf gegeneinander antreten sollen – eine weitere Veranstaltung, die dieses Jahr nicht stattfindet

Foto zur Meldung: Ringreiten in Zens auf 2021 verschoben
Foto: Ringreiten in Zens

Sport im Schatten des Gradierwerks

(14.07.2020)

In Schönebeck halten sich Frauen nach der Schwangerschaft mit Bewegung an der frischen Luft fit

Wieder fit werden nach der Schwangerschaft: Das ist das Ziel der Frauen, die unter Anleitung einer Trainerin im Schönebecker Kurpark gemeinsam Sport treiben – mit ihrem Nachwuchs. Sozusagen „fit dank Baby“ wollen sie werden.

Von Bianca Oldekamp

 

Bad Salzelmen l „Ihr habt euch ja jetzt gemerkt, welche Sportart die anderen genannt haben“, sagt Juliane Elstner zu den sieben Frauen, die an diesem Morgen zu ihrem Kurs „Fit dank Baby“ in den Schönebecker Kurpark gekommen sind. Juliane Elstner aus Ebendorf bei Barleben leitet den Kurs „Fit dank Baby“. Er richtet sich an Frauen, die vor wenigen Monaten entbunden haben und gemeinsam wieder fit werden wollen – mit Baby.

Merken und sich gleichzeitig bewegen, mussten sich die jungen Mütter, die Kombination aus dem Vornamen der jeweiligen Frau und der Sportart, die diese dann reihum mit dem Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens genannt hatten. Kursleiterin Juliane Elstern zum Beispiel sagte: „Ich bin Juliane und Jongliere.“ Nach der Bewegung am eigenen Platz galt es dann loszulaufen und eine der anderen Frauen sozusagen ins Rennen zu schicken – nachdem die aktuelle Läuferin verkündet hat, welche Sportart die nächste Läuferin genannt hatte. In Runde zwei ging das ganze dann im Rückwärtslauf und natürlich in umgekehrter Reihenfolge.

Eine Übung, die sowohl Körper als auch Denkleistung fordert. „Indem man Bewegung und Verstand verbindet, werden neue Gehirnzellen angeregt“, erklärt Kursleiterin Juliane Elstner. Warum das gerade bei frisch gebackenen Müttern wichtig ist? „Viele Frauen leiden schon zum Ende der Schwangerschaft oder nach der Entbindung unter einer Schwangerschafts- beziehungsweise Stilldemenz“, erklärt Juliane Elstner. Hormonell bedingt, und nicht, weil wie bei einer „echten“ Demenz Hirnzellen sterben, vergessen Betroffene einfach öfter mal was.

Das Merkspiel inklusive Bewegung ist aber nur einer von vielen möglichen Inhalten eines Kurses bei Juliane Elstner. So gibt es beispielsweise auch reine Sporteinheiten für die jungen Mütter. Bei denen müssen sich die Frauen konzentrieren und zwar auch ihren Körper. Denn wichtig sei die richtige Atmung erklärt Juliane Elstner und, dass der Beckenboden aktiviert wird. Denn nur so klappt die Rückbildung nach der Schwangerschaft auch richtig. Und Rückbildungskurse sind in den vergangenen Monaten aufgrund des Coronavirus reihenweise ausgefallen, fanden maximal online statt.

Sport und Natur verbinden

Eine digitale Möglichkeit, die aber lange nicht das bieten kann, was die persönliche Betreuung und Beratung bietet. Ersatz für einen Rückbildungskurs sei ihr Angebot aber nicht, stellt Juliane Elstner klar. Doch gerade weil die Frauen, die aktuell Kurse bei ihr buchen, in der Regel noch keinen Rückbildungskurs bei einer Hebamme gemacht haben oder ihn gerade erst beginnen, ist es der Ebendorferin wichtig, in der ersten Einheit jedes neu startenden Kurses abzutasten, wie es um die Bauchdecke der Frauen bestellt ist. Für Juliane Elstner ist das wichtig zu wissen, damit sie den Frauen nur Übungen zumutet, die sie wenige Monate nach der Entbindung auch wirklich machen können.

Trennen müssen sich die Frauen von ihren Babys – die zu Kursbeginn mindestens drei Monate alt sein müssen – aber nicht. Die Kleinen liegen entweder im Kinderwagen und schlafen oder nahe bei ihren Müttern auf den Gymnastikmatten und sind in einige Übungen sogar mit eingebunden – oder werden es zwangsläufig, wenn die Kinder doch mal unruhig sind. Da gibt es für den Nachwuchs während Mama im Seitstütz sportelt auch schon mal die Flasche mit der freien Hand.

Aber es gibt auch solche, an denen die Kinder bewusst beteiligt werden. So beispielsweise eine, bei der die Mütter ein Tuch nutzen und es über den Nachwuchs, der vor ihnen liegt, flattern lassen. Übungen wie diese sollen die Reaktionsfähigkeit der Kinder fördern. Und Babymassage-Griffe und Babyyoga-Übungen baut Juliane Elstner in das 75-minütige Programm der Fit-dank-Baby-Outdoor-Kurse teils auch mit ein. Die jeweiligen Gruppen treffen sich in der Regel einmal in der Woche.

Grundsätzlich passe Juliane Elstner die Kursinhalte an die Frauen und Babys an. Sobald sie merkt, dass viele Kinder eher unruhig sind, werden eben mehr Übungen mit den Kleinen gemacht, sind sie ruhiger, stehen die Frauen im Fokus und können ihre „Auszeit vom Alltag“ genießen.

Zum Ende der Einheiten dehnen sich die Frauen dann noch – so wie es jeder Sportler nach dem Training machen sollte. Während in dem aktuellen Kurs von Juliane Elstner in Schönebeck vor allem auf Matten trainiert wurde, gibt sie auch Kurse, bei denen Frauen vor allem zu Fuß mit dem Kinderwagen unterwegs sind und Sporteinheiten eingebaut werden.

Juliane Elstner selbst weiß, was es bedeutet, ein Kind zu bekommen. Sie ist Mutter von zwei Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren. Die Kurse für Schwangere und frisch gebackene Mütter bietet die Ebendorferin seit 2016 hauptberuflich an. „Nach der Geburt meiner zweiten Tochter habe ich mich selbstständig gemacht“, erzählt sie. Zuvor hatte sie Landwirtschaft studiert, kommt sie doch aus einer Landwirtschaftsfamilie. Bei Fortbildungen, um die Kurse geben zu dürfen, will es Juliane Elstner allerdings nicht belassen, bildet sich gerade mittels Fernstudium der Sportwissenschaften weiter.

Durch den Quereinstieg als Kursleiterin vor mittlerweile vier Jahren kann die Ebendorferin, die ihre Kurse auch in Wanzleben, Hohe Börde, Wolmirstedt, Barleben, Haldensleben, Flechtingen, Magdeburg und eben in Schönebeck anbietet, heute ihre beiden Leidenschaften auch beruflich verbinden: Sport und Natur.

Foto zur Meldung: Sport im Schatten des Gradierwerks
Foto: Sie halten sich im Schönebecker Kurpark „fit dank Baby“ (von links): Mandy Schröder aus Welsleben, Juliane Czarnetta aus Schönebeck, Christin Ahne aus Altenweddingen, Ricarda Weise aus Möckern, Kursleiterin Juliane Elstner, Anne Meyer aus Magdeburg, Alice Nitsche aus Magdeburg und Maria Frohne-Jahn aus Zens. Fotos: Bianca Oldekamp

Bürgerwünsche im Fokus

(29.06.2020)

Entwicklungskonzept für Gemeinde zeigt Bedürfnisse

Von Kaya Krahn

Bördeland l Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft wertete in ihrem Entwicklungskonzept IGEK 2037 für die Gemeinde Bördeland auch Bürgerumfragen zu den Wünschen und Bedürfnissen aus. Das Konzept „Bördeland – im ländlichen Raum lebenswert – bürgernah – zukunftssicher“ umfasst sehr viele verschiedene Aspekte. Darunter fallen etwa Wirtschaftskraft, Tourismusförderung, Infrastruktur, Mobilität und bauliche Entwicklung.

Bei der Erstellung des Konzepts wurden auch die Bürger der Gemeinde befragt. Positiv wurde im Konzept genannt: „Die Einheitsgemeinde wurde im Rahmen der Fragebogenaktion von den Teilnehmern vor allem als seniorenfreundliche Gemeinde, familienfreundliche Gemeinde, Gemeinde mit viel Grün, sympatische Gemeinde bewertet.“

So positiv wurde aber lange nicht alles in der Gemeinde von ihren Bewohnern empfunden. So kam auch heraus, dass „in allen Ortsteilen (...) auf den Sanierungsstau im Bereich von Straßenbaumaßnahmen hingewiesen“ wurde. Die Bewohner hätten außerdem Bedarf bei der Modernisierung und Instandhaltung von gemeindeeigenen Wohnungen angeführt und einen zusätzlichen Bedarf an ebendiesen bekundet. „Weitere Themen, die die Menschen vor Ort bewegen, sind die Bereitstellung von Bauland für junge Familien, der Breitbandausbau sowie der Erhalt bzw. der Ausbau des medizinischen Versorgungsnetzes und die Schaffung weiterer Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen und in das unmittelbare Nachbarzentrum Schönebeck (Elbe)“, heißt es in den Auswertungen zu der Fragebogenaktion weiter.

Wenig überraschend empfand die überwiegende Zahl der Teilnehmer in allen Ortsteilen die Feuerwehren, Kitas, Kirchen, Spielplätze und Sportstätten als erhaltenswert.

Wie die Wünsche der Gemeinde umgesetzt werden sollen, zeigt sich in den Handlungsfeldern und im umfassenden Maßnahmenkatalog. Dieser ist nach Prioritäten der Maßnahmen und nach den verschiedenen Ortsteilen aufgeschlüsselt. In dem Konzept wird ausdrücklich betont: „Daraus sind konkrete Maßnahmen für die weitere Zukunft abzuleiten, die in den gemeindebezogenen Maßnahmenkatalogen zusammengefasst werden.“

Die Maßnahmen orientieren sich deutlich an den Wünschen der Bevölkerung. Daraus resultieren sehr konkrete Schritte für die Gemeinde. So wird etwa in Eggersdorf unter dem Punkt Wirtschaft und Tourismus gesagt, dass die Beschilderung touristischer Attraktionen und Wegweiser erneuert werden sollen. Dieser Punkt findet sich für beinahe alle Ortsteile der Gemeinde. Ein weiteres beispiel wäre die „(barrierefreie) Neugestaltung der vorhandenen Bushaltestelle; Schaffung einer Radwegeverbindung nach Kleinmühlingen und Großmühlingen – Wartenberg“ in Zens

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Foto: Radwegenetz

Kein Ringreiten in Zens

(26.06.2020)

Zens (yk) l Wie viele andere Ringreiten in der Gemeinde, muss auch das Zenser Sportereignis dieses Jahr ausfallen. Geplant war es am 18. Juli. Dabei sollte zu dem Ringreiten der Erwachsenen auch eines für Kinder stattfinden. Durch die momentane Situation und die Verordnung zum Sportbetrieb während der Corona-Zeit kann das beliebte Ringreiten aber nicht stattfinden.

Foto zur Meldung: Kein Ringreiten in Zens
Foto: Ringreiten in Zens

Alle Beschlüsse angenommen

(20.06.2020)

Gemeinderatssitzung am Donnerstag in Eggersdorf / Einstimmigkeit bei Abstimmungen

Von Kaya Krahn

 

Eggersdorf l Obwohl das Sport- und Freizeitzentrum in Eggersdorf ein Provisorium für die Gemeinderatssitzung ist, wirkt alles hoch professionell. Die Tische sind mit weißen Tüchern abgedeckt, über die Mikrofone ist Folie gespannt und, weil die Kabel der Mikros nicht lang genug waren, damit jeder eines am Platz hat, wurden in der Mitte drei Tische mit jeweils einem Stimmverstärker platziert. Am Eingang liegt eine Liste zum Eintragen der Kontaktdaten aus.

Der Gemeinderatsvorsitzende Marco Schmoldt (SPD) eröffnet die Sitzung und bedankt sich zuerst dafür, dass auch in der vergangenen Zeit, in denen keine persönlichen Treffen möglich waren, die schriftlichen Abstimmungsverfahren so reibungslos funktioniert hätten. „Wir werden die schriftlichen Entschlüsse heute aber noch einmal persönlich bestätigen, um uns abzusichern“, sagt Schmoldt.

Der Bauleiter Ronald Funke berichtet vom Stand der Bauarbeiten an der Grundschule in Welsleben. Wie lange die Bauarbeiten noch dauern? „Wir rechnen statt wie geplant Oktober mit Ende des Jahres“, so Funke.

Lob für Einwohner

Des Weiteren berichtet Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) von den vergangenen Wochen. Dabei lobt er erneut die Umsicht der Bewohner, mit der sie die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umsetzen. Insgesamt hätte es in der Gemeinde vier infizierte Personen gegeben, alle sind wieder genesen, so Bürgermeister Bernd Nimmich.

Er erläutert auch die vor kurzem verhängte Haushaltssperre: Durch die bisher nicht absehbaren Einnahmeausfälle und Ausgaben in der Corona-Pandemie, wie etwa veränderte Steuereinnahmen und die ausgesetzten Kita-Gebühren, würden nun alle Ausgaben über Bernd Nimmichs Schreibtisch gehen.

Bei der Sitzung wurde außerdem über fünf Beschlüsse abgestimmt – alle wurden einstimmig verabschiedet. Der erste Antrag bezog sich auf das Wohngebiet „Am Bahnhof“ in Eggersdorf. Ein Bebauungsplan sieht die Erweiterung des Wohngebiets vor. Ein Investor trägt die Kosten, für die Gemeinde fallen keine Ausgaben an. Der zweite Beschluss lehnt sich daran an, dort wurde die Veränderung des Flächennutzungsplans in Eggersdorf auf Grund des Bebauungsplanes beschlossen. Auch der nächste Beschluss thematisierte einen Flächennutzungsplan – diesmal in Zens. Dort liegt ein bemarkungsübergreifender Bebauungsplan vor.

Die letzten beiden Beschlüsse behandelten Personalfragen – so wurde Kevin Ritter erneut zum Ortswehrleiter Eickendorf berufen. Er übte dieses Amt bereits die vergangenen sechs Jahre aus.

Die letzte Vorlage ging um die Wahl der Schiedsperson und den Vorsitz der Schiedsstelle. Hier wurde Thomas Schwenke gewählt

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Foto: Gemeinde Zens

Einzigartig - oder etwa nicht?

(17.06.2020)

Die Gemeinde Bördeland ist unvergleichlich, aber die Namen ihrer Ortsteile, die kommen noch an anderen Stellen vor

Wandertouren durch die Berge, Weingüter oder ein Künstler, der sich in seiner Arbeit auf Goya spezialisierte – das alles hört sich kaum so an, als habe es etwas mit dem Bördeland zu tun. Doch der Eindruck täuscht.

Von Kaya Krahn

 

Bördeland l Biere – ein Ortsteil der Gemeinde Bördeland und mit seinem Namen generell bereits besonders. Auch wenn er nicht von dem Lieblingsgetränk vieler Menschen abgeleitet ist. So einzigartig wie der Name scheint, auch in der Schweiz gibt es eine Gemeinde mit dem Namen Bière: Sie liegt am Fuß des Jura-Gebirges, auf etwa 700 Metern Höhe, in dem Distrikt Morges im Kanton Waadt.

Bière hat etwa 1 600 Einwohner und liegt am Fluss Aubonne. Wie auch Biere waren die Bewohner hier lange auf Landwirtschaft spezialisiert. Der Boden dürfte zwar nicht so fruchtbar gewesen sein wie der in der Börde, aber dennoch recht ertragreich. Die Höhe des Dorfes verschaffte den Bewohnern aber einen Vorteil: Sie konnten Viehzucht auf den Höhen betreiben.

Klingt gleich, hat aber einen anderen Ursprung

Interessant ist, dass die Namen der beiden Orte, wenn sie auch gleich klingen, einen unterschiedlichen Ursprung haben. „Der Ursprung des Wortes ‚Bière‘ hat je nach Quelle zwei verschiedene Wurzeln. Zuerst gibt es ‚beria‘, das bedeutet Plateau. Wir finden auch das Wort ‚Biber‘, das als ‚trinken‘ übersetzt werden kann. Die beiden Wurzeln sind heute akzeptiert“, heißt es auf der offiziellen Website der Gemeinde. Der Ursprung in Bördeland ist ein anderer: „Die älteren Belege der Siedlungsbezeichnung enthalten seit 937 häufig den Buchstaben g zwischen i und e“, erklärt Jörn Weinert, Professor für ältere deutsche Literatur. Er beschäftigt sich mit regionaler Sprachgeschichte und kann einiges zu den Ortsnamen in der Region sagen. „In den Urkunden kann man also Formen wie ‚Bigera‘ und ‚Bigere‘ finden. Damit erscheint es möglich, ein germanisches ‚Begira‘ zu erschließen, das die Bedeutung ‚sumpfige Stelle‘ haben könnte“, erläutert er. Dies würde wohl gut zu der Pferdeschwemme im Ort passen, die früher sicher größer und sumpfiger gewesen sei. Er betont aber auch: „Allerdings wird diese Namensdeutung unsicher bleiben müssen.“

Doch Biere ist nicht der einzige Ortsteil der Gemeinde, der Namensvettern im deutschsprachigen Raum hat: Eggersdorf hat sogar drei Namens-partner – zwei in Deutschland und einen in Österreich.

Eggersdorf gibt es gleich dreimal

So gibt es in Brandenburg Petershagen-Eggersdorf, wo knapp 15 200 Einwohner leben. Der Ortsteil Eggersdorf liegt direkt am Bötzsee – vier Kilometer erstreckt er sich dort. Auf ihrer Internetseite wird die Gemeinde als „die grüne Gemeinde vor den Toren Berlins“ bezeichnet.

Es gibt in Brandenburg noch ein zweites Eggersdorf: Eggersdorf/Münchenberg. Heute ist es ein Ortsteil von Münchenberg. Die Namenshäufung in der Region ist auffällig.

Dafür kämen zwei Möglichkeiten infrage, berichtet der Sprachwissenschaftler Weinert. „Darin ist der deutsche Personenname Eckehard enthalten.“ So hergeleitet bedeutet Eggersdorf erst einmal das Dorf des Eckehards. „Das ‚Dorf des Eckehards‘ ist zum Beispiel 1205 als „Ekkehardsdorp‘ bezeugt. Nachweise im ältesten erhaltenen Lehnbuch der Grafschaft Barby zeigen 1494 diese Form bereits verkürzt zu ‚Eggerstorff‘“, berichtet der Wissenschaftler. Angesichts der Häufung des Namens Eckhard, der bis heute in der Region wichtig sei, wäre es möglich, dass auch andere Siedlungen nach diesem Namen benannt wurden. Es sei auch möglich, dass andere Neugründungen namens Eggersdorf östlich der Elbe von Siedlern angelegt worden seien, „die aus unserem Eggersdorf stammten“.

Doch der Name ist nicht ausschließlich hier zu finden, auch in Österreich gibt es ein Eggersdorf bei Graz. Es liegt in der Steiermark und, wie der Name schon sagt, bei Graz. Dort leben etwa 6 700 Einwohner. Dort ist Eggersdorf nicht ein Ortsteil einer Gemeinde, sondern umfasst als Gemeindegebiet noch acht weitere Dörfer. Der Ort geht auf eine römische Siedlung zurück, das belegen Funde aus der Zeit.

Die Schützenvereine aus den Orten Eggersdorf bei Graz und Eggersdorf im Bördeland stehen in Kontakt: Sie verbindet seit Jahren eine Vereinspatenschaft.

Auch Eickendorf bleibt nicht alleine – ganz in der Nähe gibt es den Ortsnamen noch einmal: In der Börde gibt es ein weiteres Eickendorf bei Oebisfelde-Weferlingen. Besonders die Kriegerdenkmäler für Gefallene im Ersten und Zweiten Weltkrieg sind bekannt.

Weingüter und der Künstler Herwig Zens

Aber nicht nur die „größeren“ Ortsteile haben Gleichgesinnte – auch Zens, das kleinste der Bördedörfer, taucht namentlich woanders auf. Es gibt zwei Weingüter, die den Namen tragen: das Weingut Zens an der Mosel und eines in Österreich in Mailberg. Beide haben ihren Namen aber nicht auf Grund ihrer Herkunft aus Börde- land.

Es gibt zudem einen Künstler mit dem Namen Zens: Herwig Zens war ein österreichischer Maler und Kunstpäda-goge. Er setzte sich in seinen Werken intensiv mit dem Tod auseinander und arbeitete lange über die Werke von Francisco de Goya. Für seine Tätigkeiten erhielt er über die Jahre viele Auszeichnungen, etwa den Fügerpreis, den er 1965 bekam. Herwig Zens starb im September vergangenen Jahres.

Foto zur Meldung: Einzigartig - oder etwa nicht?
Foto: So sieht es in der Umgebung von Bière in der Schweiz im Kanton Waadt aus. Foto: Anthony Anex/Keystone/dpa

Grünes Licht für Projekte in Gemeinde

(11.06.2020)

Aktionsgruppe Bördeland stimmte für Förderwürdigkeit von drei eingereichten Projekten

Von Kaya Krahn

 

Kleinmühlingen l Vergangenen Montag trafen sich die Mitglieder der Leader-Aktionsgruppe der Gemeinde Bördeland zu einer Mitgliederversammlung. Dabei wurde unter anderem über die Aufnahme eines neuen Mitglieds abgestimmt, Informationen aus dem Leader-Netzwerk besprochen und Informationen seitens der Bewilligungsbehörden kundgetan.

Der größte Teil der Sitzung ging allerdings um die Vorstellung von eingereichten Projektanträgen und die Abstimmung darüber, für welche Projekte die Leader-Aktionsgruppe Bördeland ihre Zustimmung ausspricht. Dies bedeutet nicht, dass die Projekte tatsächlich gefördert werden – das wird erst später im Jahr von der Bewilligungsbehörde festgelegt. An dieser Stelle stand vorerst die Frage im Raum, welche eingereichten Projekte überhaupt für eine Förderung in Frage kommen.

Dazu werden die einzelnen Projekte nach gewissen Kriterien bewertet und erhalten dafür eine bestimmte Punktzahl – diese bestimmt unter anderem die Prioritätenliste der Projekte. Auf den ersten drei Plätzen fanden sich Projekte aus der Gemeinde Bördeland. Dass diese nun möglicherweise gefördert werden, dürfte für die Antragsteller eine große Erleichterung sein.

Modernisierung der „Grünen Ecke“

Das erste Projekt ist die Modernisierung und Erweiterung der „Grünen Ecke“ in Zens. Projektträger ist die Gemeinde Bördeland. Hier geht es vor allem um die Errichtung eines barrierefreien Zugangs, die Erweiterung des Gemeindschaftsraumes, die Modernisierung der Sanitäranlagen, Arbeiten an der Fassade und an der Eingangstür.

Für die Erweiterung des Gemeinschaftsraumes soll die Terrassenfläche genutzt werden. „Bisher haben ungefähr 15 bis 30 Personen in dem Raum Platz, nach der Erweiterung soll diese Zahl steigen“, sagt Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) während der Sitzung. „Die Räumlichkeiten werden rege von den Vereinen genutzt“, fügt er hinzu.

MTV 1887 Welsleben hat Projektblatt eingereicht

Das nächste Projekt betrifft die Modernisierung des Sportplatzes Welsleben. Hier ist der MTV 1887 Träger des Projekts. Auf dem Sportplatz soll eine neue Beregnungsanlage angelegt werden, da der Boden sehr sandig ist und die alte Beregnungsanlage bereits 20 Jahre alt ist. Die Beregnungsanlage sichere den Spielbetrieb, so Hans-Jürgen Korn, Ortsbürgermeister von Welsleben. „Es sollen auch Stellplätze dazu kommen“, fügt er an.

Außerdem soll die Mauer, die den Sportplatz eingrenzt durch einen Zaun ersetzt werden. Zusätzlich soll ein Ballfangnetz angebracht werden, da der Sportplatz an Kleingärten grenzt. „Wir wollen die Trainings- und Spielbedingungen verbessern“, so Korn.

Zudem soll der kleine angrenzende Sportplatz ausgebaut werden und eine Fläche für verschiedene Sportarten geschaffen werden, etwa ein Soccer Court, Bolz- und Volleyballplatz. Die Umbauten rechtfertigt Hans-Jürgen Korn mit der steigenden Mitgliederzahl in den letzten Jahren. „Wir müssen den Menschen da auch gerecht werden“, meint der Ortsbürgermeister.

Dacharbeiten für Sporthalle Eickendorf

Das letzte Projekt, über welches abgestimmt wurde, ist die Dachsanierung der Vereinssporthalle Eickendorf. Es geht um eine Neueindeckung, die Erneuerung der Dachentwässerung und der Dachdämmung. Außerdem soll die Sporthalle einen Blitzschutz bekommen. Antragssteller für dieses Projekt ist der Bördesportverein Eickendorf.

Die Leader-Aktionsgruppe sprach sich aber nicht für alle Projekte aus der Gemeinde aus. So wurde der Um- und Ausbau des Sporthauses in Kleinmühlingen abgelehnt, da das Projekt nicht die Kriterien für die Förderung erfüllte. Die Abstimmung über die Projekte kam Zustande, da der Leader-Aktionsgruppe Bördeland noch Restgelder zur Verfügung stehen.

Der nächste Schritt für die Projekte wird sein, dass eine genaue Aufstellung stattfinden muss. Diese soll in den nächsten Monaten eingereicht werden. Unter anderem auf Grundlage dieser Aufstellung wird dann entschieden, ob Leader die Projekte fördert. Über die genauen Fristen und die benötigten Unterlagen informiert die Leader-Aktionsgruppe die zuständigen Projektträger.

Seit 1991 fördert die Europäische Union durch Leader solche Projekte, die zur Stärkung ländlicher Räume beitragen.

Foto zur Meldung: Grünes Licht für Projekte in Gemeinde
Foto: Die „Grüne Ecke“ in Zens soll, falls das Projekt gefördert wird, ausgebaut und barrierefrei gemacht werden. Fotos: Kaya Krahn

Schadstoffentsorgung in der Gemeinde

(03.06.2020)

 

Bördeland (yk) l Die nächsten Termine zur Schadstoffentsorgung stehen fest: In allen Ortsteilen, bis auf Welsleben, findet sie am 12. August statt. In Welsleben am 6. August. Uhrzeiten sind: In Biere an der Friedensstraße am Park zwischen 12.30 und 13.30 Uhr, in Eggersdorf an der Lindenstraße 12 zwischen 10.30 und 11.15 Uhr, in Eickendorf an der Bierer Straße 48 zwischen 13.45 und 14.15 Uhr, in Großmühlingen am Viehmarkt / Sackstraße zwischen 9.30 und 10.15 Uhr, in Kleinmühlingen am Ortseingang aus Zens kommend zwischen 8.45 und 9.15 Uhr und in Zens an der Dorfstraße nahe der Haltestelle zwischen 8 und 8.30 Uhr. Der Termin in Welsleben ist am Wertstoffcontainerplatz zwischen 15.15 und 16 Uhr

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Foto: Schafstoffmobil

Eickendorf kann wieder schmökern

(12.05.2020)

Ortsbibliothek ist wieder offen / Sicherheit steht dabei an erster Stelle

Von Kaya Krahn

Eickendorf l Beinahe zwei Monate war die Ortsbibliothek in Eickendorf geschlossen, seit letzter Woche hat sie ihre Türen für Leseratten wieder geöffnet – natürlich mit Sicherheitsmaßnahmen. Denn trotz Lockerungen steht die Sicherheit der Besucher an erster Stelle. „Es muss ein Mundschutz getragen werden, der Sicherheitsabstand ist wichtig und es dürfen zeitgleich nur drei Leute in die Bibliothek“, erzählt die Leiterin Corinna Schmoldt. Außerdem stehe Desinfektionsmittel für die Besucher bereit.

Überschaubarer Anfang

Der Andrang in der Bibliothek halte sicher aber noch in Grenzen, erzählt Corinna Schmoldt. „Fünf Leute waren seit der Öffnung da“, berichtet sie. Sie hat eine Vermutung, warum vergleichsweise wenig Besucher in die Bibliothek kommen.: „Ich glaube die Leute haben einfach nicht so viel Lust mit Mundschutzmaske nach Büchern zu stöbern“, erklärt sie.

Bücher leihen wie gewohnt

Die Eickendorfer mussten fast zwei Monate auf neuen Lesestoff aus der örtlichen Bibliothek verzichten. „Ich glaube, ich hatte meinen letzten Tag am 18. März“, erzählt die Corinna Schmoldt. Nun steht dem Schmökern in der Eickendorfer Bibliothek aber nichts mehr im Wege. „Ich habe wieder meine normalen Öffnungszeiten“, informiert sie.

In der kleinen Bibliothek findet sich eine große Auswahl an Literatur. Rund 2600 Bücher hat Corinna Schmoldt da, davon sind etwa 630 Kinderbücher. In der gemütlichen Sitzecke haben die Besucher ein ruhiges Plätzchen zum Lesen und Verweilen. „Das ist mein Herzstück“, schwärmt die Bibliotheksleiterin.

Die Bibliothek Eickendorf ist eine von sieben Bibliothek im Bördeland. Drei davon sind unabhängig von Covid-19 momentan geschlossen: in Zens, Welsleben und Eggersdorf. Gründe sind etwa Ortswechsel oder nicht ausreichende personelle Kapazitäten. Die drei Bibliotheken in Großmühlingen, Kleinmühlingen und Biere könnten bald wieder öffnen, berichtet Erika Richter vom Bibliotheksverein Salzlandkreis.

Öffnungszeiten: Mittwochs von 14 bis 18 Uhr und jeden letzten Sonnabend im Monat von 9 bis 12 Uhr.

Foto zur Meldung: Eickendorf kann wieder schmökern
Foto: Corinna Schmoldt leitet die Eickendorfer Bibliothek. Seit vergangener Woche ist diese wieder geöffnet. Von den sieben Bibliotheken im Bördeland sind aktuell noich drei geschlossen: in Zens, Welsleben und Eggersdorf. Archivfoto: Heike Liensdorf

In der Holzwanne über die Straße paddeln

(24.04.2020)

Auflösung des Heimaträtsels führt nach Kleinmühlingen

Der Regen ist Schuld. Der hat den Dorfteich in Kleinmühlingen überlaufen lassen. Und dann? Dann wurde die Straße überflutet. Für Kinder war das mitunter ein Riesenspaß.

Von Paul Schulz

Kleinmühlingen l Das Heimaträtsel vom vergangenen Sonnabend führte nach Bördeland. Genauer gesagt: An den Dorfteich nach Kleinmühlingen. Die richtige Lösung konnte zum Beispiel Helga Wischnowski nennen. Sie schreibt in einer E-Mail: „Das Foto ist in Kleinmühlingen in der Zenser Straße aufgenommen. Ich wohne gegenüber seit 1945. Solche Hochwasser gab es früher meist nach Regengüssen. Wir sind als Kinder dann mit einer Holzwanne oder Traktorreifen auf der Straße gepaddelt. Das hat uns viel Spaß bereitet“, erinnert sich Helga Wischnowski. Außerdem erkennt sie ein paar der Menschen auf dem Foto wieder. In der Tür würden „Onkel und Tante Becker“ stehen und davor Herr Jeschke, schreibt sie. Außerdem gehöre das abgebildete Haus seit nun mehr 30 Jahren ihrem Sohn, teilt Helga Wischnowski mit. Da fiel es dann wohl nicht schwer, das Heimaträtsel zu lösen ...

Auch Sonja Schuchhardt hat der Volksstimme die richtige Lösung zugeschickt. Aus welchem Jahr die Aufnahme stammt, wisse sie zwar nicht, dafür aber, dass die Haustür nun ein Fenster ist. Außerdem berichtet sie: „Das kleine Haus dahinter steht nicht mehr. In diesem hat sechs Jahre meine Schwägerin und Schwager Familie Kötz gewohnt. Außerdem ‚Tante Epi‘ wie sie viele nannten, Erika Rendschmidt wohnte dort ebenfalls. Sie war viele Jahre Leiterin der Postfiliale in Kleinmühlingen. Die Überflutung der Straße gab es öfter bei starken Regenfällen und Gewittern. In den 80er-Jahren war das auch einmal der Fall, als wir unsere Bekannten zu Besuch hatten und das Auto in ‚Gefahr‘ war“, schreibt Sonja Schuchhardt, die direkt am Kleinmühlinger Teich wohnt.

Dass sich das gesuchte Gebäude in der Zenser Straße befindet, wusste auch Francis Deichfuß. Er schreibt der Volksstimme: „Nach einem Gewitterguss ist der Dorfteich übergelaufen. Das muss in den 1970er Jahren gewesen sein. Meine Mama hat das als Kind miterlebt.“

Mit seiner Vermutung, dass auf dem Heimaträtselfoto die Zenser Straße abgebildet ist, liegt auch Anrufer Rolf Eberling aus Kleinmühlingen richtig. Er berichtet, dass so ein Bild nach starkem Regen und Gewittern oft zu sehen war. An die Familie Becker erinnert er sich ebenfalls und weiß, dass das kleine Haus abgerissen wurde.

Gewonnen hat diese Woche Helga Wischnowski. Sie können sich nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen einen Preis in der in der Lokalredaktion in Schönebeck (Wilhelm-Hellge-Straße 71) abholen.

Foto zur Meldung: In der Holzwanne über die Straße paddeln
Foto: Kleinmühlingen heute und früher. Foto`s Helga Sebon und Peter Schulz

Umfrage: Was halten sie von der Verlängerung der Pandemie-Beschränkung?

(17.04.2020)

Weiterhin einander verantwortlich fühlen

Zens: „Ich halte sie für angemessen und hoffe, dass wir uns weiterhin für uns und andere verantwortlich fühlen. Durch Abstandhalten, durch das Tragen von Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Raum. Ich fände Tests gut, ob ich, auch unbemerkt, eine Corona-Erkrankung hatte.“ (hl)

Foto zur Meldung: Umfrage: Was halten sie von der Verlängerung der Pandemie-Beschränkung?
Foto: Dr. Wolf-Michael Feldbach

Frisches für die Dörfer

(06.04.2020)

Lebensmittelhandel Frischmarkt Bethge feiert Jubiläum / Corona-Situation beeinflusst Partyservice

Seit 1990 kümmern sich Ute Bethge und ihre Mitarbeiter um den Vertrieb von Lebensmitteln. Im Laufe der Jahre hat sich der Betrieb um einen Partyservice und die Essensversorgung der Dorfbewohner in der Gemeinde Bördeland erweitert.

Von Julia Puder

 

Kleinmühlingen/Eggersdorf l „Guten Morgen Ute, fünf Brötchen und ein Pfund Gehacktes bitte!“ An diesem Dienstagmorgen hat Ute Bethge bereits allerlei zu tun. Nach und nach trudeln die ersten Kunden in ihren Laden, um etwas für ihr Frühstück einzukaufen. Die persönliche Begrüßung ist dabei selbstverständlich. „So ist es halt auf dem Dorf, jeder kennt jeden. Und viele kommen, wie früher, in den Konsum um zu erzählen“, sagt Ute Bethge mit einem Schmunzeln.

Seit 1995 betreibt sie den Lebensmittelmarkt in der Kirchstraße in Kleinmühlingen. Doch ihre Firma gibt es bereits seit 1990. „Angefangen haben wir mit einem Gemüseladen in der Welsleber Straße in Schönebeck“, erzählt Ute Bethge. Diesen eröffnete die studierte Diplomagraringenieurin mit ihrem Mann.

„Nach der Wende haben wir die Anstellungen in unseren alten Betrieben verloren und mussten uns umorientieren“, erzählt die gebürtige Kleinmühlingerin. Da sie bereits nebenbei Produkte aus ihrer eigenen landwirtschaftlichen Produktion verkauften, bot sich die Eröffnung eines eigenen Ladens an. „Die Ausstattung des Geschäfts haben wir uns damals zusammensuchen müssen. So war das nach der Wende“, erzählt Ute Bethge von der schweren Anfangszeit.

Ein Jahr später erfolgte dann die Eröffnung ihres ersten Ladens in der Gemeinde Bördeland. In Eggersdorf gab es nun einen Frischmarkt. Zur gleichen Zeit übernahm Ute Bethge auch ein Geschäft in Seehausen in der Altmark. 1995 kamen dann noch zwei Geschäfte in Kleinmühlingen und Zens dazu. Innerhalb von fünf Jahren ist die Firma so um vier Geschäfte und elf Mitarbeiter angewachsen.

„Wir haben schnell gemerkt, dass das zu viel ist und große Märkte zu einer starken Konkurrenz worden“, erzählt Ute Bethge. Gemeinsam mit Mann Walter Bethge entschloss sie sich dazu nur die Geschäfte in den Dörfern Eggersdorf und Kleinmühlingen zu behalten. Für die Ortschaft Zens wurde ein Lieferservice eingerichtet, der auf Kundenwunsch Lebensmittel an die Haustür bringt.

Die Artikel für ihren Frischmarkt kauft die Chefin höchst persönlich ein. „Montag ist mein Einkaufstag“, erzählt die 58-Jährige. Die Einkaufsliste richtet sich dabei stets nach den Wünschen der Kunden. Die frischen Produkte wie Back- und Fleischwaren stammen von lokalen Betrieben, mit denen Ute Bethge seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Landwirtschaftliche Produkte, wie Kartoffeln, stammen, wie vor 30 Jahren auch, aus dem eigenen Betrieb in Zens. Dieses zweite Standbein helfe Familie Bethge auch die Einbußen durch die Corona-Krise auszugleichen. Die Geschäfte laufen zurzeit noch gut, meint Ute Bethge. Dennoch treffe sie Vorsichtsmaßnahmen. Die Kunden kommen nur noch durch den Hintereingang in das Geschäft. Zur Vordertür geht es dann wieder raus. Nach jedem Verkauf desinfiziert sie sich die Hände. Viele ihrer Kunden seien nachsichtig und achten selbst auf die Auflagen.

Ab zehn Euro Einkaufswert können die Kunden im Frischmarkt Bethge auch mit EC-Karte zahlen, um weniger mit Bargeld hantieren zu müssen. „Wir haben in den letzten Jahren versucht, unsere Geschäfte technisch aufzurüsten“, so Bethge. Sie versuche mit der Zeit zu gehen.

Partyservice leidet unter Krise

Besonders ihr 1995 gegründeter Partyservice leide unter der Krise. „Wir bekommen keine Bestellungen mehr rein“, erzählt Ute Bethge. Die Kunden haben eine Auswahl zwischen Vorspeisen, kalten Platten und Hauptspeisen, die je nach Kundenwunsch zusammengestellt werden können.

Seit gut 15 Jahren bietet Frischmarkt Bethge außerdem einen Mittagstisch an. Von Montag bis Freitag kocht Ute Bethge mit ihrer Köchin frisches Mittagessen und liefert es frei Haus zu den Bewohner in Bördeland. Die Küche befindet sich praktischerweise im hinteren Teil des Ladengeschäfts in Kleinmühlingen.

Die Gerichte denkt sie sich selber aus. Ab und an blättere sie dafür auch gern mal in Kochbüchern. Sie biete Hausmannskost an, „ohne Maggie Fix“, so Bethge. Das Kochen habe sie sich selbst beige- bracht.

„Momentan haben wir rund ein Drittel weniger Bestellungen und können daher nur von Dienstag bis Freitag unseren Service anbieten“, sagt Ute Bethge. Sie versuche aber durch ihre abwechslungsreiche Hausmannskost die Kunden zu halten, die ihr noch geblieben sind. Doch finanzielle Einbußen sind deutlich zu spüren, so Bethge.

Durch die Corona-Krise werde auch die Feier zum 30. Jubiläum der Firma wahrscheinlich eher klein ausfallen. „Wir werden vielleicht mit unseren fünf Mitarbeitern feiern“, sagt Ute Bethge. Denn sie blicke gerne auf die vergangenen Jahrzehnte zurück: „Ich bin stolz auf das, was wir aufgebaut haben und würde es immer wieder machen.“

Aus dem Dorfleben in der Gemeinde Bördeland ist Frischmarkt Bethge auch nicht mehr wegzudenken. Seit Jahren unterstützt der Traditionsbetrieb die lokalen Vereine und Dorffeste. Und das solle auch bis zur Rente so bleiben, erzählt Ute Bethge

Foto zur Meldung: Frisches für die Dörfer
Foto: Ute Bethge verkauft in ihren Geschäften in Kleinmühlingen und Eggersdorf Produkte des täglichen Bedarfs, von Kaffee bis Putzmittel.Foto: Julia Puder

Einsatz an den Schienen

(04.04.2020)

Eickendorf/Eggersdorf (bd) l Ein Stellwerk der Deutschen Bahn brannte am Abend des 1. Aprils. Insgesamt 56 Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehren aus Eggersdorf, Eickendorf, Großmühlingen, Kleinmühlingen-Zens und Biere waren im Einsatz, um den Brand des leerstehenden Gebäudes an der Bahnlinie am Eickendorfer Weg außerhalb der Ortschaft Eggersdorf im Bereich der Schachtteiche zu löschen. Das berichtet Bördelands Gemeindewehrleiter Hans-Georg Fabian auf Anfrage. Zum Löschen mussten rund 100 Meter Schlauch verlegt werden, da sich das Gebäude hinter der Bahnlinie befindet. „Wir konnten keine Schläuche über die Bahnlinie verlegen, da hier noch Zugverkehr war“, berichtet Hans-Georg Fabian. Deshalb hatten sich die Kameraden dem Gebäude über den Acker genähert. Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet.

Foto zur Meldung: Einsatz an den Schienen
Foto: Feuerwehr

Der Risikopatien aus dem kleinen Zens

(27.03.2020)

Zens (bd) l Christoph Bethge aus Zens ist wegen einer unheilbaren Krankheit durch das Coronavirus besonders gefährdet. Schon fast sein ganzes Leben leidet der 29-Jährige an Mukoviszidose, einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Für ihn können die nächsten Wochen lebensgefährlich werden.

Foto zur Meldung: Der Risikopatien aus dem kleinen Zens
Foto: Eine Krankenschwester auf einer Infektionsstation betrachtet in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Der Hochrisikopatient aus dem kleinen Zens

(27.03.2020)

Warum Christoph Bethge derzeit besonders gefährdet ist

 

Christoph Bethge aus Zens ist wegen einer unheilbaren Krankheit durch das Coronavirus besonders gefährdet. Für ihn können die nächsten Wochen lebensgefährlich werden.

Von Dan Tebel

 

Zens l Ganz Deutschland steht gewissermaßen unter Quarantäne. Wie viele seiner Mitmenschen ist Christoph Bethge aus Zens derzeit froh darüber, dass er sich zumindest im Garten wirklich frei bewegen kann. Etwas frische Luft schnappen, die Sonne genießen, auf andere Gedanken kommen. Obwohl er sich eine noch strengere Quarantäne selbst verordnet hat, bleibt ihm eigentlich keine andere Wahl. Geht er ein Risiko ein, könnte das für den 29-Jährigen gefährlich werden. Denn trotz seines jungen Alters gehört er in der Corona-Krise zu den Risikopatienten.

Christoph leidet schon fast sein ganzes Leben an Mukoviszidose, einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Er ist einer von etwa 8000 Menschen in Deutschland, die an diesem vererbten Gendefekt erkrankt sind. Vom Körper gebildeter Schleim kann nicht richtig abgebaut werden und beeinträchtigt zum Beispiel die Bronchien schnell und stark. „Für Keime ist das sehr günstig, es ist wie ein Biotop“, erklärt Christoph. Die Erkrankung ist unheilbar, die Lebenserwartung liegt bei etwa 50 Jahren.

„Es fühlt sich bescheiden an, ganz oben auf der Liste der Risikopatienten zu stehen“, erzählt er gegenüber der Volksstimme im Hinblick auf die Coronakrise. Noch mehr Vorsichtsmaßnahmen. Mehr Desinfektionsmittel, Gummihandschuhe und Mundschutz gehören absolut zum Alltag. An Rezepte zu kommen, ist schwieriger geworden. Seine Eltern, die sich derzeit um die alltäglichen Besorgungen kümmern, müssen besonders vorsichtig in seiner Nähe sein. Eine regelmäßige Therapie im Uniklinikum ist derzeit nicht möglich, die Gefahr ist einfach zu groß. Treffen mit anderen Betroffenen entfällt dadurch. Rausgehen, sich Fußballspiele angucken, wie sonst auch, geht nun erst recht nicht.

Er weiß um die Notwendigkeit, aber diese Isolation war besonders in jüngster Vergangenheit schwierig für Christoph. Mukoviszidose-Betroffene müssen stark abhusten, egal, wo sie sich gerade befinden. „Man sieht mir die Krankheit an sich ja nicht an. Die Leute beim Einkaufen dachten vor wenigen Wochen, ich leide wegen des starken Hustens am Coronavirus“, erzählt er aus dem Alltag. Und mit dieser Ausgrenzung ist der 29-Jährige nicht allein. Der Verein Mukoviszidose e.V. hat kürzlich sogar eine Kampagne gestartet, um für das Thema zu sensibilisieren. „Nicht jeder, der hustet oder Mundschutz trägt, ist mit dem Coronavirus infiziert. Viele Mukoviszidose-Betroffene erleben einen notwendigen Versorgungsgang in der Öffentlichkeit derzeit als Spießrutenlauf“, heißt es dort. Unter dem Hashtag #ichbinnichtansteckend finden sich bei Twitter zahlreiche Bekundungen von Betroffenen.

Sie alle eint die stete Gefahr, die die Krankheit mit sich bringt. Bereits zwei Mal hat Christoph Bethge, der Einzelhandelskaufmann gelernt hat, eine Lungenentzündung überstanden. Das letzte Mal nach einem Flug, auf dem er sich wahrscheinlich durch die Klimaanlage etwas eingefangen hatte, vermutet er.

Im August feiert Christoph seinen 30. Geburtstag. „Das wäre ein kleiner Meilenstein für mich“, erzählt er. Dann, wenn die Coronakrise hoffentlich überstanden ist, vielleicht auch im Garten und mit vielen Gästen.

 

Foto zur Meldung: Der Hochrisikopatient aus dem kleinen Zens
Foto: hristoph Bethge muss als Risikopatient nun öfter einen Mundschutz tragen. Foto: Bethge

Warum bei Corona-Infektionen keine Orte genannt werden

(25.03.2020)

Abwägen in Zeiten der Corona-Pandemie – Ortsangaben zur Warnung oder Datenschutz und Persönlichkeitsrechte?

Von Franziska Richter

Schönebeck/Staßfurt/Magdeburg/Zens l In welchem Ort genau neue Corona-Infizierte leben, erfahren Leser und Internetnutzer aktuell nicht mehr. Im Gegenteil werden die Meldungen immer allgemeiner: Am Anfang kursierten noch Geschlecht, Alter und Wohnort von Infizierten zumindest in den größeren Städten wie Aschersleben oder Bernburg in den Nachrichten. Mittlerweile kann das Gesundheitsamt im Salzlandkreis – schon wegen reiner Überlastung – nur noch grobe Infos herausgeben (siehe Foto).

Das kommt nicht überall gut an, gerade in Zeiten einer Pandemie wünschen sich manche Leser mehr Warnung vor bestimmten Orten und Gemeinden.

Allerdings ist das keine Erfindung des Salzlandkreises, sondern in ganz Sachsen-Anhalt werden die Infos zu Infizierten so gehandhabt: „Wir hatten ganz am Anfang der Krise bei einer der ersten Infektionen in der Börde die Situation, dass die Person mit Angaben zu Alter, Geschlecht und Urlaubsland in ihrem Wohnort erkennbar wurde“, erklärt der Sprecher des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt, Andreas Pinkert. „Die betroffene Person hat sich natürlich beschwert, dass von seiner Krankheit auf einmal jeder wusste.“ Es geht also um Persönlichkeitsrechte und Datenschutz. Aber die Beschwerde ist nicht der einzige Grund, warum das Sozialministerium den Gesundheitsämtern im Land empfiehlt, die Neuinfizierten in ihrem Landkreis so weit wie möglich zu anonymisieren. Auch das Robert-Koch-Institut arbeite nur mit Nennungen der Landkreise. „Und wir haben uns auch an unseren Nachbarländern orientiert. Sachsen und Thüringen handhaben dies ebenso“, so Andreas Pinkert.

Ausnahme könnten maximal einzelne Orte sein, wo Infektionen so konzentriert auftreten, dass eine Warnung der Bürger notwendig wird. Viele Städte, wie die Stadt Schönebeck am Sonnabend und Staßfurt am Montag, entscheiden sich aber bewusst gegen diese Handhabe: Die Schönebecker und Staßfurter Rathäuser meldeten ihre Information vom Gesundheitsamt des Landkreises an die Medien weiter und veröffentlichten die Info auch auf seiner Webseite.

Nach Ansicht des Oberbürgermeisters ist eine Nicht-Veröffentlichung von Infektionen in einer Stadt wie Staßfurt nicht förderlich. „Wir können solche Informationen nicht für uns behalten und einfach unter den Tisch kehren. Ich sehe eine Informationspflicht der Stadt gegenüber der Bevölkerung“, lässt Sven Wagner (SPD) mitteilen. Dabei bleibt die Maßgabe: Keine Ortsteile als Wohnorte nennen, sondern nur das größere Stadtgebiet Staßfurt.

Foto zur Meldung: Warum bei Corona-Infektionen keine Orte genannt werden
Foto: Die Meldungen des Gesundheitsamtes des Salzlandkreises werden immer kürzer, hier vom Montag. Die Verwaltung erlebt einen Ansturm und muss Prioritäten setzen, für Details bleibt keine Zeit. Repro: Richter

Wo die Zicken Zuhause sind

(24.03.2020)

Volksstimme stellt Heimatvereine in Bördeland vor / Teil 5: Heimatfreunde Zicken-Zens

Die Heimatfreunde Zicken-Zens können auf eine lange Tradition des Vereinslebens im Börde-Dorf Zens zurückblicken. Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen haben sie die Gemeinde geprägt.

Von Julia Puder

 

Zens l Das größte Mysterium um die Heimatfreunde Zicken-Zens ist wohl ihr ungewöhnlicher Name. Selbst die Mitglieder sind sich nicht sicher, wie der Name entstanden sein könnte. „Auf jeden Fall ist der Name schon sehr alt“, sagt Vereinsvorsitzende Kerstin Jungnickel. So sei der Name bereits im 19. Jahrhundert aufgetaucht. Besonders viele Ziegen soll es damals aber nicht in Zens gegeben haben.

Auch die gern als „Zicken“ bezeichneten streitsüchtigen Frauen soll es in Zens nicht gegeben haben. Zumindest gäbe es dafür keine Belege. „Die wahrscheinlichste Erklärung wäre phonetischer Natur: Zicken Zens“, erklärt Kerstin Jungnickel.

Seit der Gründung 1998 trägt der Verein wieder den traditionellen Namen. Die Heimatfreunde kümmern sich seitdem um die Organisation von Veranstaltungen in Zens und um die Erarbeitung einer Dorfchronik.

Darum machte sich vor allem Heimatfreund Matthias Wiese verdient. Er kümmert sich seit vielen Jahren um die Erstellung von Chroniken. Dazu gehört unter anderem das Lesen von Altakten in verschiedenen Archive der Region. Bisher konnten zwei Bände herausgebracht werden.

Heutzutage zählt der Verein 28 Mitglieder, darunter drei Jugendliche, die frischen Wind und gute Ideen einbringen, freut sich Kerstin Jungnickel über den Nachwuchs bei den Heimatfreunden. „Wir sind auch überwiegend ‚Zicken‘ im Verein“, bemerkt sie mit einem Schmunzeln.

Veranstaltungen hängen in der Luft

Jedes Jahr wird in der Jahreshauptversammlung des Vereins der Veranstaltungsplan für das kommende Jahr erstellt. Auch für 2020 sind wieder zahlreiche Termine geplant. Inwieweit diese umgesetzt werden können, sei aber in Zeiten der Corona-Krise noch nicht zu sagen, so Kerstin Jungnickel. Die Gesundheit der Bewohner und der Gäste stehe an erster Stelle.

Geplant war unter anderem das traditionelle Maibaumsetzen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens. Am Vorabend des 1. Mai rufen sie zunächst zu einem Fackelumzug durch das Dorf auf. Die Feuerwehr führt dann die Gruppe an und transportiert auf einem Anhänger den Kranz des Maibaumes. Dieser wird dann in der Bördestraße aufgestellt. Die Zenser seien mit die Ersten gewesen, die im Bördeland mit der Tradition des Maibaum-Aufstellens begonnen haben.

Im Sommer stünde das Heimatfest in Zens an. Dieses wird immer mit einer Bauernolympiade mit verschiedenen Disziplinen ausgeschmückt. Die Bewohner und Gäste des Festes können sich dann zum Beispiel im Milchkannenlauf, Gummistiefelweitwurf und Schubkarrenparcours duellieren.

Neben einem bunten Programm der Zenser Kindertagesstätte fand in den letzten Jahren auch eine Kleine Friedensfahrt zum Heimatfest statt.

In diesem Jahr wollten die Heimatfreunde Zicken-Zens aus zu ihrem mittlerweile fünften Halloween-Herbstfeuer einladen. Auf dem Sportplatz wird eine gruselige Party mit buntem Programm für Jung und Alt veranstaltet. In der Vorweihnachtszeit organisieren die Heimatfreunde auch das traditionelle Adventsgrillen. Der Weihnachtsmarkt findet in und um die Zenser Kirche statt.

Ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Heimatfreunde Zicken-Zens ist das Fest „Klänge im Raum“ bei Familie Feldbach, erzählt Vereinsvorsitzende Kerstin Jungnickel. „Die Familie ist selbst Mitglied im Verein und gestaltet „Klänge im Raum“ jedes Jahr auf ihrem Privatgrundstück mit viel Ehrgeiz“, sagt Jungnickel.

Zens ist eine von vielen „Klänge im Raum“-Stationen. Die Konzertreihe ist ein Förderprojekt des Landes und bringt Musik ins Salzland. Von klassisch bis modern. Die Familie Feldbach stellt dafür ihren Garten und ihre Terrasse zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Wo die Zicken Zuhause sind
Foto: Heimatfreunde-Zicken-Zens e.V.

Breitbandausbau auch in Zens

(19.03.2020)

 

Zens (jp) l Auf einer Eröffnungsveranstaltung des Unternehmens MDDSL zum Thema Breitbandausbau in der Gemeinde Bördeland sei laut einem Anwohner gesagt worden, dass in Zens kein Glasfaserausbau erfolgen wird. Wie MDDSL auf Anfrage der Volksstimme mitteilt, ist zwar ein Breitbandausbau für die Ortschaft Zens geplant, jedoch werde der Ausbau mit Glasfaser nach Bedarf vorgenommen. Bislang wurden dafür aber noch keine Planungen getroffen. In Zens seien momentan nur Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s vorgesehen.

Foto zur Meldung: Breitbandausbau auch in Zens
Foto: Breitbandausbau

Alle öffentlichen Einrichtungen dicht

(18.03.2020)

Gemeindebürgermeister gibt Einschränkungen aufgrund des Corona-Virus bekannt

Von Julia Puder

 

Biere l Nachdem die Bundes- und Länderregierung bekannt gegeben haben, dass alle öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Restaurants, Cafés und Schwimmbäder geschlossen werden müssen, trifft auch die Gemeinde Bördeland erste Vorkehrungen.

Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) gibt in einem Schreiben, auf der Gemeinde-Webseite und in der Gemeinde-App bekannt, dass alle kommunalen Räume, Sportstätten und andere öffentliche Einrichtungen voerst dicht gemacht werden.

„Wir setzen damit den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration zur Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen um“, teilt Nimmich mit. Ab Montag galt das zuerst für die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen der Gemeinde. Die Notfallbetreuung stehe nur den Kindern zu, deren Eltern zur Gruppe der unentbehrlichen Schlüsselpersonen gehören.

Ab sofort gilt dieser Erlass aber auch für andere öffentliche Einrichtungen der Gemeinde. Dazu zählen unter anderem die Dorfgemeinschaftshäuser, kommunale Räumlichkeiten für private Feiern, Sporthallen, Sportanlagen und Bibliotheken. Diese bleiben bis auf Weiteres bis mindestens 13. April geschlossen. „Die Vereine zeigen sich sehr einsichtig und haben bereits selbständig den Trainingsbetrieb eingestellt“, erzählt Nimmich.

Auch von der Schließung betroffen sind öffentliche Spielplätze in allen Ortsteilen der Gemeinde Bördeland. „Wir können nicht alle Spielplätze komplett abschließen, haben aber Hinweisschilder für die Bürger aufgestellt. Wir bitten die Anwohner darum die Weisungen zu beachten“, sagt Bernd Nimmich. Das Ordnungsamt werde regelmäßig Kontrollfahrten durchführen.

Der Dienst der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde soll weiter durchgeführt werden, jedoch auf das notwendigste beschränkt und nur in den jeweiligen Gerätehäusern beziehungsweise am Standort der jeweiligen Ortswehr, teilt die Verwaltung mit.

Sämtliche Zusatzdienste sollen entfallen. Feiern im Gerätehaus werden von der Gemeindeverwaltung untersagt, einschließlich der Vermietung an die Einwohner der Gemeinde. Es wurden zwei Ortswehren für den Einsatz „Türöffnung/Tragehilfe“ festgelegt. Für den Bereich Ost wird diese Aufgabe die Ortswehr Biere und für den Bereich West die Ortswehr Kleinmühlingen/Zens übernehmen.

Das Treffen der Alters- und Ehrenkameraden, das für den 28. März anberaumt war, wurde abgesagt. Zudem wird es in der gesamten Gemeinde keine Osterfeuer geben. Die Dienste der Kinder- und Jugendfeuerwehren sollen vorerst bis zum 17. April entfallen, so Bürgermeister Bernd Nimmich.

Zudem informiert Nimmich über die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung. „Die regulären Öffnungszeiten bleiben bestehen. Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger zu prüfen, ob eine persönliche Vorsprache in den Räumen der Verwaltung zwingend erforderlich ist“, so Nimmich.

Der Kontakt zu den Mitarbeitern sei jederzeit telefonisch und per E-Mail möglich. Gleiches gelte für die Sprechzeiten der Ortsbürgermeister.

Auch das Einwohnermeldeamt und das Standesamt seien zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt. Jedoch wird darum gebeten von Barzahlungen Abstand zu nehmen. Kartenzahlung sei jederzeit möglich.

Über die fortlaufende Entwicklung der Corona-Krise werde Bürgermeister Bernd Nimmich aktuell informieren. Dazu sollen Bürger die Internetseite der Gemeinde nutzen (www.gem-boerdeland.de).

Die Gemeindeverwaltung ist dienstags von 9 bis 12 und 13 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 und 13 bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Mitarbeiter sind unter der Telefonnummer (039297)260 und per E-Mail buergerbuero@gem-boerdeland.de zu erreichen.

[Gemeinde Bördeland]

Foto zur Meldung: Alle öffentlichen Einrichtungen dicht
Foto: Bürgermeister Bernd Nimmich

Ausbau von Breitband ab 3. Quartal

(17.03.2020)

Biere (jp) l Zurzeit laufen die Vorbereitungen für den Breitbandausbau in der Gemeinde Bördeland auf Hochtouren. In den Ortschaften Biere, Eggersdorf, Kleinmühlingen, Großmühlingen und Zens wurde die MDDSL GmbH mit dem Aus- bau der Grundversorgung betreut.

Momentan sammelt die Firma unverbindliche Interessensbekundungen der Bürger ein. Mindestens 30 Prozent der Anwohner müssen sich bei MDDSL melden, damit der Ausbau wirtschaftlich ist. Umso mehr Bürger sich melden, umso günstiger werden die Anschlusskosten.

In Kleinmühlingen und Eggersdorf wurden die 30-Prozent-Hürde bereits erreicht. MDDSL will ab dem 3. Quartal mit dem Breitband-Ausbau in Eggersdorf beginnen, teilte Bürgermeister Bernd Nimmich in der letzten Ratssitzung mit.

 

Bericht aus der Tagespresse:

Hier ist Zens zwar erwähnt, jedoch fanden in der Gemeinde weder Umfragen statt, noch ein aufklärendes Gespräch von Seiten MDDSL.

Auf der Eröffnungsveranstaltung im Nachbarort war von Zens keine Rede.

Foto zur Meldung: Ausbau von Breitband ab 3. Quartal
Foto: Glasfasernetz

Corona: Feier in Zens fällt aus

(11.03.2020)

Zens (jp) l Die geplante Frauentagsfeier in Zens am Freitag, 13. März, wird nicht stattfinden. Das teilt Ortsbürgermeister Frank Ahrend der Volksstimme-Redaktion mit. Als Grund nennt er „Präventionsmaßnahmen hinsichtlich der Corona-Infektionslage“. Die Veranstaltung soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, so Frank Ahrend.

Die nächste Sprechstunde des Ortsbürgermeisters findet am Dienstag, 31. März, um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum „Grüne Ecke“ in Zens statt. Dort stellt sich Frank Ahrend den Fragen, Anregungen und Wünschen der Anwohner. Die Sprechstunden finden jeweils am zweiten und vierten Dienstag im Monat statt.

Foto zur Meldung: Corona: Feier in Zens fällt aus
Foto: Gemeinde Wappen

Schnelles Internet gerät ins Stocken

(28.02.2020)

Telekom und MDDSL übernehmen Ausbau in Bördeland / Auf Nachfrage der Anwohner angewiesen

 

Der Breitbandausbau in Bördeland kommt immer wieder ins Stocken. Einer der Gründe sei laut Anbieter und Verwaltung das fehlende Interesse der Bürger. Infoveranstaltungen sollen über den Ausbau

informieren.

Von Julia Puder

 

Bördeland l 33 Millionen Euro will der Salzlandkreis in den Ausbau des Breitbandnetzes investieren. Landrat Markus Bauer (SPD) will dadurch „gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum“ schaffen. Jeder unterversorgte Haushalt soll dann über eine Bandbreite von mindestens 50 MBit/s verfügen. Für große Teile der Gemeinde Bördeland ist dieser Ausbau bislang noch Zukunftsmusik.

Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) erklärt warum: „In der Gemeinde haben wir einen geförderten und einen ungeförderten Bereich. Das heißt, in Welsleben und Eickendorf werden wir finanziell vom Landkreis unterstützt, in den restlichen Ortsteilen muss der Anbieter den Ausbau eigenwirtschaftlich vornehmen.“

Das Problem: Bislang bekunden zu wenige Bürger Interesse an einem Breitbandausbau. Dadurch könne der Anbieter nicht profitabel arbeiten.

Zum Hintergrund der Aufteilung: 2011 gab es eine Untersuchung der Internet-Grundversorgung in Bördeland. Vier Ortsteile, darunter Biere, Großmühlingen, Kleinmühlingen und Eggersdorf, waren mit einer Bandbreite von weniger als zwei MBit/s unterversorgt. Zens war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erschlossen.

Daraufhin wurden Fördermittel beantragt, die vom Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung und Forsten (ALFF) genehmigt wurden. Die Firma MDDSL GmbH aus Barleben hat den Zuschlag für den Ausbau der Grundversorgung bekommen.

In Welsleben und Eickendorf war die Grundversorgung hingegen bereits gegeben, wodurch sie damals nicht berücksichtigt werden mussten.

2017 erhielt der Salzlandkreis finanzielle Mittel vom Land für den Breitbandausbau. Da die fünf Ortsteile von MDDSL jedoch bereits mit einer Förderung bedacht waren und für sieben Jahre an diese gebunden sind, wurden sie bei der neuen Maßnahme nicht berücksichtigt.

MDDSL müsste den Ausbau folglich in eigenwirtschaftlicher Initiative übernehmen. Dabei seien sie abhängig von der unverbindlichen Interessensbekundung der Anwohner. „Das größte Problem ist, dass viele Interessenten bezüglich des unverbindlichen Vorvertrages Bedenken haben“, erklärt Christian Daul, Kundenbetreuer bei MDDSL. Er habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele Bürger nicht an einen „Knebelvertrag“ binden wollen. Er könne aber nur immer wieder betonen, dass die Interessensbekundung unverbindlich sei.

Auch Bürgermeister Bernd Nimmich möchte an die Bürger appellieren: „Umso mehr Bürger sich anmelden, umso grünster wird der Ausbau. Wenn kein Interesse bekundet wird, können manche Teile des Ortes nicht berücksichtigt werden.“ Er sehe den Vorteil des Breitbandausbaus vor allem in seiner Nachhaltigkeit. „Man sollte zukunftsorientiert denken. Wir schaffen damit die Grundlagen für zukünftige Generationen“, sagt Nimmich. Außerdem werte man damit das eigene Grundstück auf, betont Bauamtsleiter Ronald Funke. Es sei laut Nimmich „ein Schritt in die Zukunft“.

Was in Eggersdorf und Co. stockt, geht mittlerweile in Welsleben und Eickendorf voran. Dort agiert die Telekom im Auftrag des Landkreises. „Für Eickendorf wurden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Jetzt im März soll gebaut werden“, teilte Kreissprecher Marko Jeschor der Volksstimme mit. Für Welsleben gäbe es zwar noch keine Genehmigung, man nehme aber an, dass auch dort die Fertigstellung bis zum 30. November 2020 erfolgt.

Dort erfolgt ein sogenannter FTTC-Ausbau. „Die Glasfaserkabel werden bis zum Kabelverzweiger geführt. Die Verteilerschränke werden ertüchtigt und die vorhandenen Kupferkabel bis zum Kunden weiter genutzt“, erklärt Jeschor den Ausbau.

In den Gebieten, die durch MDDSL betreut werden, werden die Glasfaserkabel direkt bis zum Kunden verlegt. Dadurch seien Übertragungsraten bis 100 MBit/s möglich. Durch die fehlende Förderung entstehen hierbei aber Baukosten für den Verbraucher. „Die 600 Euro für den Anschluss können bei uns einmalig oder in einer Ratenzahlung beglichen werden“, erklärt Christian Daul. In beiden Fällen müssen die Anwohner neue Verträge mit den Anbietern abschließen, um die neuen Leitungen nutzen zu können.

Die MDDSL wolle jetzt erstmal weiterhin unverbindliche Vorbestellungen einsammeln, erklärt Christian Daul. „In den Teilen der Orte, in denen die Nachfrage besonders hoch ist, gehen wir bereits in die Bauplanung“, so Daul. Dadurch können man bereits in der Akquisephase die ersten Anschlüssen bauen.

In Eggersdorf fand dazu bereits eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der Gemeinde, Ortsbürgermeisterin Rosemarie Ziem und dem Geschäftsführer der MDDSL GmbH, Andreas Riedel, statt. Eine ähnliche Veranstaltung soll demnächst in Biere stattfinden. Die Anträge für die unverbindliche Anmeldung sind auf den Internetseiten der Gemeinde und der MDDSL GmbH zu finden

 

PS.: Hauptsache man verschläft die Gespräche mit Zens zu führen nicht. Denn bei der Auftaktveranstaltung, zum Verlegen von Glasfaserleitungen in Kleinmühlingen, hat MDDSL von Zens nichts erwähnt. Anscheinend ist das Interesse wegen der geringen Anzahl von Anschlüssen, nicht vorhanden.

Eigentlich schade, denn die Wertsteigerung der Grundstücke, ist nicht außer acht zu lassen.

Foto zur Meldung: Schnelles Internet gerät ins Stocken
Foto: Ein Bündel bunter Glasfaserleitungen kommt in die Erde und macht schnelles Internet möglich. Foto: dpa

Eiserne Liebe rostet nicht

(26.02.2020)

Ehepaar Charlotte und Erich Fanselow aus Kleinmühlingen sind seit 65 Jahren verheiratet

65 Jahre: So alt werden einige Menschen nicht mal. Charlotte und Erich Fanselow aus Kleinmühlingen hingegen schreiten heute auf den Tag genau seit 65 Jahren gemeinsam durchs Leben – als Ehepaar. Wie so viele Paare in den 1950er Jahren haben sich die beiden beim Tanz kennengelernt. Heute lassen es die beiden Rentner aber etwas ruhiger angehen. Doch Musik gehört noch immer zu ihrem Leben.

Von Bianca Oldekamp

 

Kleinmühlingen l Es war ein sonniger Februartag im Jahr 1955, genauer gesagt der 26. Februar 1955. „Das Wetter war schön, es lag Schnee und ein bisschen glatt war es auch“, erinnern sich Charlotte und Erich Fanselow aus Kleinmühlingen an den Tag, an dem sie sich das Ja-Wort in Brumby gegeben haben. Charlotte Fanselow war damals 20, ihr heutiger Ehemann gerade einmal 19 Jahre alt. „Eigentlich wollte ich unter 25 Jahre gar nicht Heiraten und auch noch gar keine Kinder haben“, berichtet die heute 85-Jährige. Doch dann kam alles etwas anders, als sie es vormals geplant hatte.

Denn schon im März 1955, also nur knapp einen Monat nach ihrer Hochzeit, zu der die junge Charlotte ein weißes Taftkleid getragen hatte – gefeiert wurde im kleinen Kreis zu Hause – kam das erste gemeinsame Kind der beiden auf die Welt. Vier weitere Kinder folgten in den Jahren 1958, 1960, 1962 und 1963.

Doch der Reihe nach: Kennengelernt haben sich Charlotte und Erich Fanselow Anfang der 1950er Jahre auf dem Wartenberg in Calbe. Damals habe es dort die Gaststätte Bismarck gegeben, berichtet das Paar. Weil weder im Örtchen Zens, aus dem Charlotte Fanselow stammt, noch in Brumby, wo Erich Fanselow zu dieser Zeit lebte, was los war, sei man eben zu den Tanzveranstaltungen nach Calbe gekommen. Und dort funkte es dann schnell zwischen den jungen Leuten. „Wir haben uns beim Tanzen langsam angeschlichen“, sieht Erich Fanselow das Kennenlernen noch heute vor seinem inneren Auge.

Mit dem ersten Kind ist das Paar dann 1956 nach Kleinmühlingen gezogen – und dem Bördedorf bis heute treu geblieben. Genauer gesagt lebte die Familie in Kleinmühlingen in einer Wohnung auf dem Hof der Maschinen-Traktoren-Station. Das Ehepaar selbst lebt heute zwar nicht mehr in dieser Wohnung, sieht die damaligen vier Wände aber immer noch regelmäßig. Schließlich wohnt eine Tochter des Paares heute dort, wo sie selber aufgewachsen ist, wenn auch in renovierten Räumlichkeiten. Das Ehepaar Fanselow ist vor einigen Jahren in eine kleinere Wohnung gezogen.

Während Erich Fanselow damals als Traktorist arbeitete, blieb seine Frau Charlotte insgesamt 16 Jahre zu Hause, kümmerte sich um die Kinder. Bis zur Wende war sie dann aber als Stationsgehilfin im damaligen Volksbad Salzelmen beschäftigt. „Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht“, sagt Charlotte Fanselow.

Nach der Wende standen für das Ehepaar dann auch einige Urlaube an. Besonders an eine Spanienreise erinnert sich das Paar bis heute. Denn die eine Supermarktanekdote werden sie wohl nie vergessen. Sie erzählen: „Wir wollten in Spanien Buttermilch kaufen. Die Verkäuferin konnte sogar etwas deutsch, also haben wir gefragt, wo wir Buttermilch finden. Die Frau hat uns dann aber nicht gezeigt, wo Buttermilch steht, sonder Butter und Milch.“

Auch den Harz, die Ostsee und den Schwarzwald hat das Paar gemeinsam erkundet – kleine Streitereien auch im Alltag inklusive. „Wer sagt ‚Wir haben uns noch nie gestritten‘ der schwindelt“, sagt Charlotte Fanselow überzeugt. Bei den beiden dauere es meist eine Stunde bis sie sich nach einem Streit dann doch wieder anlächeln würden. „Dann ist der Streit auch wieder vorbei“, erklärt Charlotte Fanselow unter Zustimmung ihres Mannes. Der dürfe in puncto Kreuzworträtsel, die die 85-Jährige für ihr Leben gern löst, aber nur ran, wenn Charlotte Fanselow nicht weiter weiß.

Und was die Musik angeht – schließlich haben sich die beiden bei einer Tanzveranstaltung mit Musik kennengelernt – ist Erich Fanselow derjenige, der das Radio, sobald er mit im Raum ist, etwas leiser dreht. Für seine Frau dürfte die Musik ruhig ordentlich laut sein, erzählt er und lächelt sie mit einem schelmischen Grinsen an. „Spaß muss sein“, sagt er.

Spaß werden die beiden auch haben, wenn am 7. März ihre Eiserne Liebe gefeiert wird. Denn wie an jedem besonderen Hochzeitstag kommt auch zu dieser Feier die gesamte Familie zusammen – in das Vereinsheim des Kleinmühlinger Schalmeienorchesters. Wie praktisch, dass die fünf Kinder der Eheleute ohnehin alle in der Region geblieben sind. Und auch viele der elf Enkelkinder mit den zwölf Urenkelkindern haben die Region nicht verlassen. Ein Glück, dass das Ehepaar sehr zu schätzen weiß.

Foto zur Meldung: Eiserne Liebe rostet nicht
Foto: 65 Jahre ist es heute auf den Tag genau her, dass sich Charlotte und Erich Faselow aus Kleinmühlingen das Ja-Wort gegeben haben. Ihr Hochzeitsfoto, das im Wohnzimmer ihrer Wohnung hängt, erinnert sie jeden Tag an diesen besonderen Moment. Foto: B. Oldekam

Ringreiter im Salzlandkreis unterwegs

(22.02.2020)

Pferdefreunde haben Terminplan für 2020 festgelegt / Master-Cup findet am 26. September statt

Reitsportfreunde aus der Region haben die Ringreit-Saison 2020 geplant. Im Fokus stehen auch in diesem Jahr wieder die Turniere für die jungen Reitsportler.

Von Julia Puder

 

Zens l Dass das Ringreiten in der Gemeinde Bördeland und darüber hinaus bei vielen Pferdefreunden beliebt ist, zeigt sich nicht zuletzt anhand der zahlreichen Termine. Jedes Jahr erstellen die Reitfreunde aus der Region unter der Federführung von Ute Ahrend aus Zens einen „Fahrplan“ für die neue Saison.

In der „Grünen Ecke“ in Zens gehen sie dann Wochenende für Wochenende durch, wann wo ein Ringreiten stattfindet, ob mit Fahren oder mit Kinderringreiten. „Früher kam es oft zu Terminüberschneidungen. Das wollen wir mit dieser Planungsrunde vermeiden. Denn so müssen sich die Reiter nicht zwischen mehreren Veranstaltungen an einem Wochenende entscheiden“, erklärt sie. Zur Planung waren jüngst 27 Reitsportfreunde anwesend.

Die Austragungsorte der Turniere führen von Welsleben, nach Calbe, über Wedlitz bei Nienburg bis nach Pechau (Magdeburg). Insgesamt wird es in diesem Jahr 27 Ringreit-Veranstaltungen geben.

Beim traditionellen Ringreiten müssen die Reiter im Galopp kleine Ringe mit einer Lanze, dem Stecher, aufspießen. Die Ringe befinden sich an einem großen hölzernen Galgen.

Die Besten der Besten dürfen dann beim großen Master-Cup in Eggersdorf antreten. Das Turnier schließt die Saison ab. Teilnehmen können die Reiter, die bei den Ringreiten in der Region die Plätze 1 bis 4 belegt haben.

Über fehlenden Nachwuchs kann sich der Ringreitsport nicht beklagen. „Wir bekommen jedes Jahr neue Kinderringreiter dazu, die sich beim Kinderringreiten beweisen können“, erzählt Ute Ahrend. Für die Jugendlichen gibt es in Eickendorf sogar einen gesonderten Wettbewerb.

Foto zur Meldung: Ringreiter im Salzlandkreis unterwegs
Foto: Terminverzeichnis

Heute vor 5 Jahren

(22.02.2020)

... plagte den Ort Zens in der Gemeinde Bördeland eine offene Wasserrinne. Diese befand sich in der Straße am Sportplatz und sorgte beim Überfahren von Autos und Bussen für laute Störungen. Die Anwohner der Straße baten deshalb die Verwaltung der Gemeinde um Hilfe. Mehrfach hatten die Zenser Karin und Dieter Knabe, die im benachbarten Haus zu der Querrinne an der Straße Am Sportplatz wohnen, auf den Zustand aufmerksam gemacht. „Die Rinne sieht zwar schön aus und mag dorftypisch sein. Aber wenn hier Busse durchfahren oder Autofahrer kommen, die die Stelle nicht kennen, dann scheppert es ganz schön“, berichtete Dieter Knabe. Zugelassen ist eine Geschwindigkeit von höchstens 30 Kilometer pro Stunde. „Wenn die Straße frei ist, dann wird auch mal schneller gefahren“, sagte Dieter Knabe. Die Gemeinde führte daraufhin Geschwindigkeitskontrollen durch, die diese Meinung nicht bestätigten. Die etwa 40 Zentimeter schmale und 12 Zentimeter tiefe Rinne sollte das Regenwasser in westliche Richtung in einen kleinen Bach abführen. Sie wurde einen Monat später von einer Firma entfernt.(jp)

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Foto: Gemeinde Zens

Einsätze mehr als verdoppelt

(17.02.2020)

25 Mal rückte die Feuerwehr aus, zehn Mal musste ein Brand gelöscht werden

Von Paul Schulz

Kleinmühlingen/Zens l Während der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens ließ Wehrleiter Hans-Georg Fabian das Jahr 2019 Revue passieren. In seinem Bericht legte er dar, dass die Ortswehr im vergangenen Jahr zu 25 Einsätzen ausrückte. Das sind mehr als doppelt so viele Einsätze, wie noch im Jahr 2018, wo die Kameraden lediglich zwölf Mal ausrücken mussten.

Die Einsätze 2019 gliederten sich in 15 Hilfeleistungseinsätze und zehn Brandeinsätze. Besonders der große Feldbrand vom 30. Juni in der Gemarkung „Grube Alfred“, sei sicher noch so manchem Kameraden gut in Erinnerung, so Fabian.

Überdies gab der Wehrleiter einen Überblick über die Mannstärke der Ortswehr und über die zahlreichen Stunden, die die Kameraden in die ehrenamtliche Arbeit investiert haben.

Demnach kommt die fusionierte Ortswehr auf 94 Mitglieder. Davon sind 27 Kameraden in der Einsatzabteilung, 23 Mitglieder in der Ehren- und Altersabteilung, 13 Jugendliche in der Jugendwehr und zwölf Kinder in der Kinderfeuerwehr. Hinzu kommen noch zehn fördernde Mitglieder sowie neun Kameradinnen in der Frauengruppe.

„Rechnet man die Stunden aus Ausbildung, Einsatz und Veranstaltungen zusammen, kommt die Ortsfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens im Jahr 2019 auf 2596 Stunden ehrenamtliche Arbeit“, hob Fabian hervor.

Im Laufe der Jahreshauptversammlung wurde auch immer wieder betont, wie gut die Fusion der Wehren aus Kleinmühlingen und Zens funktioniert hat. Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) sagte: „Die Fusion hat sich eindeutig gelohnt. Die Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens ist eine Stärke, die aus Bördeland nicht mehr wegzudenken ist.“

Und auch der Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend (CDU) lobte die „beispielhafte Zusammenarbeit“ der Kameraden. „Genau so muss das funktionieren“, sagte er.

Fabian gab auch einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2020. Unter anderem wird es neue Handsprechfunkgeräte geben, sagte er. Und natürlich stünden auch bereits einige Veranstaltungen aus dem Dorfleben auf dem Plan.

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Foto: Hans-Georg Fabian, Ortswehrleiter

Prävention

(13.02.2020)

von Julia Puder

Alle fünf Minuten Desinfektionsmittel benutzen oder aufs Händeschütteln verzichten – als freundlicher Journalist hat man es schon nicht einfach. Nachdem ich zum wiederholten Mal mit einer Erkältung krank im Bett lag, muss ich nun Vorkehrungen treffen. Doch welche Methode zur Prävention von Ansteckungen mit Infektionskrankheiten ist am effektivsten und vor allem freundlichsten? Verweigere ich meinem Gegenüber den Handschlag zur Begrüßung oder verwende ich direkt nach dem Händeschütteln Desinfektionsmittel? Entweder hält derjenige mich für unfreundlich oder er denkt, dass ich ihn als unrein empfinde. So oder so kann ich eigentlich nur verlieren. Aber besonders in der Grippesaison sollte man auf Hygiene und Desinfektion achten. Darauf wies auch kürzlich Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend hin. Der Arzt und Ratsmitglied der Gemeinde Bördeland verteilte auf der Sitzung Handdesinfektionsmittel für seine Ratskollegen und anwesenden Gäste – mich eingeschlossen. Ich werde seinen Rat befolgen und es so oft wie möglich benutzen, damit ich nicht wieder mit tropfender Nase auf dem heimischen Sofa liege.

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Foto: Infektionsschutz

Sprechzeiten

(12.02.2020)

Zens (ok) l Ortsbürgermeister Frank Ahrend bietet für die Einwohner von Zens Sprechstunden an. Diese finden seinen Informationen nach an folgenden Tagen statt: 25. Februar, 10. März und 31. März. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

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Foto: Gemeinde Zens

Feuerwehrbilanz

(12.02.2020)

Kleinmühlingen/Zens (jp) l Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Kleinmühlingen-Zens kommen am kommenden Sonnabend, 15. Februar, zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Um 19.30 Uhr treffen sie sich im Sportzentrum am Mühlberg in Kleinmühlingen.

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Foto: Ffw

Feuerwehr zieht Bilanz

(03.02.2020)

Kleinmühlingen/Zens (jp):

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Kleinmühlingen-Zens kommen am Sonnabend, 15. Februar, zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Um 19.30 Uhr treffen sie sich im Sportzentrum am Mühlberg in Kleinmühlingen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Jahresbericht des Wehrleiters Hans-Georg Fabian, die Berichte der Kinder- und Jugendwarte und Ernennungen und Beförderungen der aktiven Mitglieder der Feuerwehr.

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Foto: FFw

Meldung

(28.01.2020)

Zusammenkunft der Reitsportfreunde

Zens (jp) l Die erste Versammlung der Reitsportfreunde im neuen Jahr findet am 11. Februar um 19 Uhr in der „Grünen Ecke“ in Zens statt. Auf der Tagesordnung stehen abzusprechende Termine zum Ringreiten 2020, allgemeine Fragen und Vorbereitungen für den Master-Cup. Alle Reitsportfreunde der Region sind zu diesem Termin nach Zens eingeladen, teilte Vorsitzende Ute Ahrend der Volksstimme mit.

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Foto: Ringreiten in Zens

Kameraden ziehen Bilanz

(17.01.2020)

Bördeland (jp) l Die nächsten Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren in der Gemeinde Bördeland finden am 25. Januar um 19 Uhr in Großmühlingen und Eggersdorf statt. Darauf folgt am 7. Februar um 19 Uhr die Versammlung in Eickendorf. Am 15. Februar versammeln sich dann alle Kameraden der Ortsfeuerwehr Kleinmühlingen/Zens um 19.30 Uhr.

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Foto: Gemeinde Zens

Zens ist im Fernsehen

(09.01.2020)

MDR besucht Dorf

Zens (ok) l Für die neue „Dorfgeschichten“-Folge, die am kommenden Sonnabend, 11. Januar, um 19 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen ist, ist Redakteurin Susi Brandt mit ihrem Team nach Zens gefahren. Das Dörfchen liegt im Südosten der Magdeburger Börde, um die 280 Einwohner sind dort zu Hause. Vor Ort trifft die Reporterin am Friedhof auf Gemeindearbeiterin Carola Jähnke. Die fröhliche Zenserin schwärmt von der Bauernolympiade, die einmal jährlich im Dorf statt findet: „Die gab es schon zu DDR-Zeiten. Da gibt’s auf dem Sportplatz Gummistiefelweitwurf, Schubkarrenslalom und Milchkannentransport … es ist immer jede Menge los, schöne Dorftradition.“

Direkt vor der Friedhofsmauer fordert Susi Brandt die Zenserin zum Schubkarren-Slalom heraus, denn eine Schubkarre hat Carola gerade dabei, und die Abfall-Tonnen dienen für die Slalomstrecke. Wer von den beiden die bessere Zeit beim „Dorfgeschichten-Slalom“ hatte, ist am Sonnabend im Fernsehen zu erleben.

Rentner Georg Gödecke hat gerade Mittag gegessen und erzählt der MDR-Reporterin, warum man im Wappen von Zens eine Ziege sieht – und auch im Dorf ganz viele auf Häuserwänden gemalt sind. „Wir heißen ja auch Zicken-Zens“, lacht Georg Gödecke.

[MDR Sachsen Anhalt heute]

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Foto: Gemeinde Zens

Mehrere Treffen der Feuerwehren

(31.12.2019)

Mehrere treffen der Feuerwehren

Bördeland (jp) l Die Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren der Gemeinde Bördeland finden an folgenden Terminen statt: Die Kameraden der Feuerwehr Welsleben treffen sich am Sonnabend, 4. Januar, um 19 Uhr. In Biere findet die Veranstaltung am Freitag, 10. Januar, ebenfalls um 19 Uhr statt. In Großmühlingen versammeln sich die Kameraden am Sonnabend, 25. Januar, um 19 Uhr. Am gleichen Tag kommen auch die Feuerwehrleute in Eggersdorf zusammen. Die Eickendorfer Kameraden treffen sich am Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr. Die Versammlung der Feuerwehr Kleinmühlingen/Zens findet am Sonnabend, 15. Februar, um 19.30 Uhr statt.

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Foto: FFW Bördeland

Salzländer Bauern protestieren in Berlin

(26.11.2019)

Landwirte fordern Mitspracherecht
Von Julia Puder

Boudewijn Tonkens


Berlin/Zens l Landwirte aus dem Salzland beteiligten sich an deutschlandweiten Protesten gegen die Agrarpolitik der Großen Koalition. Für heute hat die Bewegung „Land schafft Verbindung“ eine Großdemo in Berlin angekündigt. Bauern aus dem ganzen Land sind dazu aufgerufen mit ihren Traktoren zum Brandenburger Tor zu fahren.

Unter ihnen auch circa 30 Landwirte aus dem Salzlandkreis, bestätigt Susanne Brandt, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Salzland. Der erste Konvoi startete bereits um 0.30 Uhr morgens ab Langenweddingen. Ihre Route führt unter anderem über die B 1 durch Magdeburg, Genthin und Brandenburg.

Organisiert wird der Protest von einer Interessengesellschaft, die sich aus mehreren WhatsApp-Gruppen gebildet hat, erklärt Mitorganisator Boudewijn Tonkens. Der Landwirt aus Zens ist der Überzeugung das endlich etwas bewegt werden muss in der Agrarpolitik. „Die Politik muss mit uns und nicht nur über uns reden. Dann verstehen sie auch, dass die Auflagen des Agrarpakets für uns Landwirte nicht umzusetzen sind“, so Tonkens.

Er hofft, dass man sich durch die Protestaktion Gehör bei den Berliner Politikern verschaffen kann. Er wünscht sich außerdem eine bessere Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt.Weitere Diskussionspunkte der Landwirte sind außerdem die Düngeverordnung, Verbraucherschutz, Tierhaltung, Pflanzenschutz und Klimaschutz.

 

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Foto: Bodewijn Tonkens

Drei Orgelkonzerte in sechs Stunden

(10.09.2019)

 

Zens/Kleinmühlingen/Bad Salzelmen (ok) l Gleich drei Konzerte im Rahmen des Rühlmann-Orgel-Festivals finden am Sonnabend, 21. September, in der Region statt. Auftakt wird ab 15 Uhr in der Kirche Zens sein. Danach wird Organist Matthias Müller ab 17 Uhr in der Kirche Kleinmühlingen zu Gast sein. Zum Abschluss des Tages spielt er ab 19 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen. Das wurde der Volksstimme mitgeteilt.

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Foto: Kirche Zens

Und ab geht die elektronische Post

(23.07.2019)

 

Langsames Internet ade / Wann das Glasfasernetz zu den Bördeländern kommt

Mal eben schnell eine Mail verschicken. Zeitgleich Serien gucken im Wohnzimmer und mit Freunden am Handy chatten. Dies ist in einigen Ortschaften in der Gemeinde Bördeland ein kühner Zukunftstraum. Bis jetzt!

Von Sebastian Rose

 

Kleinmühlingen/Eggersdorf l Mit großem politischem Tamtam forderte die SPD kürzlich das Recht auf „Home Office“, neudeutsch für „von zu Hause aus arbeiten“. Voraussetzung dafür ist letztendlich aber der Breitbandausbau, sprich die flächendeckende Erweiterung des schnellen Internetnetzes. Nun sollen in der Gemeinde Bördeland die Ortschaften sogar mit an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Zumindest teilweise.

Welche Dörfer bekommen das Glasfasernetz?

Was lange wärt, wird endlich gut. Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD) klingt zuversichtlich, wenn er über den geplanten Breitbandausbau spricht. „Die ersten Schritte sind endlich gegangen“, meint er.

Die Firma MDDSL mit Sitz in Magdeburg kümmert sich in gleich fünf Bördedörfern um die Erweiterung. Bisher herrscht dort streckenweise eine Internetgeschwindigkeit von 2 Megabits die Sekunde (MBit/s) in einigen Tarifen. Zum Vergleich: In anderen deutschen Städten wird unter anderem das 225-fach schnellere Internet angeboten.

Im Jahr 2011 galt die im Volksmund genannte „2000er Leitung“ noch als fortschrittlich. Zumindest in Deutschland. In Zens, Kleinmühlingen, Großmühlingen, Eggersdorf und Biere können die Bürger jetzt aufatmen.

In den kommenden Jahren wird der Ausbau durch die Firma MDDSL erfolgen. „Bis zu 450 MBit/s können Haushalte mit Glasfaseranschluss dann erreichen“, erklärt Christian Daul. Der Beauftragte für den Glasfaserausbau von der Magdeburger Firma kennt zudem den weiteren Ablauf in der Gemeinde Bördeland. „Zuerst bieten wir zwei Infoveranstaltungen in Kleinmühlingen und Eggersdorf an. Bis dahin können wir auch die voraussichtlichen Preise für die Haushalte ungefähr voraussagen.“

Laut Aussagen der Firma gab es in Hohenwarsleben ein ähnliches Projekt. Dort beliefen sich die Anschlusskosten auf circa 600 bis 800 Euro pro Haushalt. „Je mehr Leute sich an das Glasfasernetz anschließen lassen, desto günstiger wird es natürlich“, so Daul.

Schon jetzt können die meisten Haushalte in den fünf Ortschaften über eine 30 KBit/s Leitung verfügen. Je nach Tarif.

„Der Ausbau erfolgte in den letzten Jahren. Die Kunden erhalten aber nicht automatisch auch schnelleres Internet. Das ist in den verschiedenen Tarifen gedeckelt“, so Daul weiter.

Die Glasfaserkabel werden durch einzelne Löcher „durchgespült“. Das heißt, dass das Aufreißen der Fahrbahndecke nicht nötig sein wird. Das Glasfaserkabel wird nur durch die einzelnen Löcher durchgezogen.

In den anderen zwei Ortschaften Eickendorf und Welsleben betreibt die Telekom nicht nur die Kabel bis hin zu den Verteilerkästen, sondern auch die Kabel zu den Haushalten selbst. „Hier ist vorerst kein Glasfaserausbau vorgesehen“, weiß Bürgermeister Nimmich aus Gesprächen mit der Telekom.

Wann Zens, Großmühlingen und Biere endgültig an das Glasfasernetz angeschlossen werden, konnte Christian Daul noch nicht final sagen. „Nach den Arbeiten in Kleinmühlingen und Eggersdorf sind die anderen drei Ortschaften an der Reihe.“

 

 

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Foto: zwei Firmen teilen sich die sieben Ortschaften in der Gemeinde auf

Zwischen Haushaltswaren und den ersten Ohrringen

(28.06.2019)

Heimaträtsel weckt bei Volksstimme-Lesern Erinnerungen an ein belebtes Schönebecker Geschäftsviertel 

Schönebeck l Wo das undatierte Foto aus dem Schönebecker Stadtarchiv aufgenommen worden ist, war vielen Volksstimme-Lesern sofort klar: Es handelt sich um die Salzer Straße. Genauer gesagt, ist das sogenannte Bäreneck zu sehen. Da sind sich auch Dieter Knabe aus Zens, Beate Wunschik aus Bamberg, Karl Ibner aus Calbe, Roland Wentzel und Familie Eichhorn aus Schönebeck sicher. 

Dieter Knabe ergänzt: „Deutlich zu erkennen ist das heute noch existierende Uhren- und Schmuckgeschäft Schwartzer.“ Auch Helga Wischnowski weiß: „Das Schmuckgeschäft Schwartzer ist noch immer dort.“ Über das Ladenlokal im Vordergrund weiß sie zu berichten: „ Im Lindnergeschäft war zu DDR-Zeiten der Laden ‚1000 kleine Dinge‘. Dort haben wir öfter eingekauft. Gegenüber war die Gaststätte Zum Frieden.“ 

An das Geschäft „1000 kleine Dinge“ erinnert sich auch Astrid Bierschenk aus Eickendorf. Die gebürtige Schönebeckerin Henny Köppel weiß außerdem zu berichten: „Das Eckhaus, in dem sich auf dem Bild noch das Kaffee-Geschäft Kaiser befindet, beherbergt heute ein griechisches Restaurant.“ 

Schienen und Oberleitungen 

„Zur heutigen Zeit ist das große Geschäft leerstehend und auf der anderen Seite befindet sich das Restaurant Adria“ schreibt Peter Klein aus Calbe und nennt den Griechen beim Namen, der sich im Kreuzungsbereich Salzer Straße/Tischlerstraße/Böttcherstraße befindet. 

Leicht herauszufinden war der Ort des Rätselfotos allerdings nicht nur durch das heute noch existierende Juweliergeschäft Schwartzer, sondern auch durch die Schienen und Oberleitungen der Straßenbahn. 

„Die Straßenbahn aus Magdeburg führte einst durch diese Straße bis zum Schönebecker Hauptbahnhof“, sagt Henny Köppel. Helga Wischnowski erinnert sich, dass sie als Kind noch mit der Straßenbahn von Schönebeck nach Magdeburg gefahren ist. 

Mit seinen über 90 Jahren erinnert sich Rudi Banse aus Schönebeck durch dieses Bild an seine Jugend zurück. „Als Jugendliche haben wir uns dort gern getroffen. Das war eine schöne Zeit in einem lebendigen Schönebeck.“ 

Simone Held aus Schönebeck – Jahrgang 1964 – erinnert sich noch an das Tabakgeschäft an der Ecke Salztor/Tischlerstraße. „Ich fand es immer spannend, dass es hier in diesem kleinen Laden zwei Türen gab. Egal von wo: Man konnte schnell rein“, sagt sie. Zudem berichtet sie: „Zum Schwartzer-Geschäft noch so viel: Im Alter von sieben Jahren hat mir meine Oma dort meine ersten Ohrringe gekauft.“ Doch sie habe Probleme mit den Ohrlöchern gehabt. So seien die Ohrringe zurück in die Schachtel gewandert und die Löcher wieder zugewachsen. 

Für diesen Einblick in ihre ganz persönlichen Erinnerungen an das Rätselfoto darf sich Simone Held in der Redaktion an der Wilhelm-Hellge-Straße 71 ihren Gewinn abholen

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Foto: Heimaträtsel

Leute heute

(19.02.2019)

 

„Einigkeit und Recht und Freiheit ...“ Der Text der deutschen Nationalhymne, den August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasst hat und deren Melodie dem 1796/97 komponierten Kaiserlied von Joseph Haydn entstammt, lag am Sonnabend zur Jahreshauptversammlung der Ortswehr Kleinmühlingen/Zens auf den Tischen. Zum Ende der Sitzung stimmten die Anwesenden die Hymne schließlich auch an. „Wir haben das bei unserer Partnerwehr Ramlingen/Ehlershausen erlebt und finden, das ist eine schöne Sache. Wir haben es heute hier bei uns erstmals gesungen und wollen es beibehalten“, sagte Ortswehrleiter Hans-Georg Fabian. „Denn die Feuerwehr ist eine Institution in Deutschland, die über politische Systeme hinweg immer bestand und weiter bestehen wird“. Die Feuerwehrleute stimmten gern mit ein. Nach dem Gesang sagte Fabian schmunzelnd: „Der Text war etwas schneller als die Melodie ... Aber eine gute Premiere in unserer Ortswehr.“ Die Idee, mit der Nationalhymne solche Versammlungen enden zu lassen, fand auch Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) gut und regte an, das auch bei der Delegiertenkonferenz der Bördeland-Feuerwehren so zu handhaben. (hl)

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Foto: Ortswehr Kleinmühlingen/Zens

Straßenzustand mangelhaft

(14.02.2018)

Die Straße von Zens nach Kleinmühlingen ist zweifelsohne eine stark beanspruchte Straße. Die besten Jahre sind wie jeder weiß lange vorbei. Flickschusterei heißt seit Jahren die Devise. Busse der Kreisverkehrsgesellschaft und Viehtransporte sowie der ein oder andere 40 Tonner brettern täglich über diese Straße. Und das alles ohne einen Fuß- bzw. Gehweg was eine Gefahr für die Bürger insbesondere Kinder bedeutet.

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Foto: Straße Zens-Kleinmühlingen

defekte Kirchturmuhr

(14.02.2018)

Seit 2 Jahren ist die Turmuhr der Kirche St. Stephan defekt. Da es in der Gemeinde nun kein großen Spielraum für öffentliche Veranstaltungen gibt, hat sich viel in und um die Kirche abgespielt. Anscheinend hat die evangelische Kirchengemeinde kein Interesse mehr an dieser Kirche und die Gemeinde sowieso nicht.

Foto zur Meldung: defekte Kirchturmuhr
Foto: Kirche St. Stephan

Feuerlöschteich Zens

(13.02.2018)

Der Feuerlöschteich in Zens ist dem Verfall preisgegeben. Es ist die einzige Wasserentnahmestelle die bei Versagen der Hydranten zum Einsatz kommen würde. 

Foto zur Meldung: Feuerlöschteich Zens
Foto: Feuerlöschteich in Zens

Dorfclub Zens

(13.02.2018)

Der Dorfclub Zens, einst restauriert und für die Öffentlichkeit gedacht. Seit vielen Jahren geschlossen verfällt dieses Gebäude. Weder das Computer Kabinett noch die Bücherei hat überlebt. Auch der Außenbereich welcher einen Teich und eine Tischtennisplatte hat, ist der Öffentlichkeit zugänglich. 

Foto zur Meldung: Dorfclub Zens
Foto: Dorfclub Zens

Die Trauerhalle Zens, die will nicht mal einer Tod sehen.

(13.02.2018)

Die Trauerhalle in Zens, pietätlos und beschämend. Hier will man nicht die letzte Ruhe finden. Jede Garage oder Schuppen befindet sich in einen besseren Zustand.

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Foto: Trauerhalle Zens

Versprechen wird nicht eingehalten

(12.02.2018)

 

 

Busse der Kreisverkehrsgesellschaft fahren gefühlt immer noch zu schnell durch die Straße "Am Sportplatz"

„Wenn in der Straße Am Sportplatz in Zens Busse fahren, wackeln die Häuser.“ Das schrieb die Volksstimme vor knapp einem Jahr. Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung sollte der Verkehr verlangsamt werden. Was ist daraus geworden? Die Volksstimme war vor Ort.

Von Olaf Koch und Ulrich Meinhard

 

Zens l Zugegeben: Der Eindruck kann täuschen und ist rein subjektiv. Eine gesicherte Geschwindigkeitsmessung hat die Volksstimme nicht vorgenommen. Wenngleich in der Straße Am Sportplatz ein Schild mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 Kilometer pro Stunde (km/h) steht, die meisten Fahrer – auch die Busfahrer – nehmen dieses Gebot als „freiwillige Alternative“ wahr. Nach wie vor donnern vor allem die schweren Busse der Bernburger Kreisverkehrsgellschaft (KVG) durch die enge Straße auf dem Kopfsteinpflaster.

Problem ist nicht neu

Neu ist das Problem nicht. Schon vor knapp einem Jahr machte die Volksstimme auf diese Problematik aufmerksam. Anwohner der Straße kritisierten, dass Busse der KVG im bebauten Bereich der Straße, die einem Nadelöhr gleicht, zu schnell fahren. Das führe zu Erschütterungen in den Häusern, die kleinen Erdbeben gleichen würden. „Zweitens werde immer wieder über eine Grünfläche gefahren, die dann durch tiefe Reifenspu- ren verunstaltet ist“, schrieb die Volksstimme vor einem Jahr.

Bei einem Vorort-Termin damals war schnell zu spüren, dass den Anwohnern mehr auf den Nägeln brennt als nur der zerfahrene Grünstreifen. Die Straße sei doch gar nicht ausgelegt für zwölf Tonnen schwere Busse, noch dazu, wenn sie täglich zwölf Mal oder häufiger dort entlang fahren, empörten sich die Zenser.

Früher, ja früher habe es eine Buswendeschleife im Dorf in der Mitte gegeben. Die fiel aber einem Spielplatzneubau zum Opfer.

Aus Protest parkte ein Anwohner früher sein privates Auto hin und wieder auf der schmalen Straße, obwohl der Anwohner es auch auf dem eigenen Grundstück abstellen könnte. Warum das? „Weil mein Auto die Busfahrer zwingt, langsamer zu fahren“, begründete er damals die Maßnahme.

Nach einigem Hin und Her einigt sich die Runde vor Monaten auf einige Kompromisse: Die Gemeinde Bördeland sollte ein Verkehrsschild aufstellen, das eine maximale Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde vorgibt. Das war ohne größere Probleme möglich, weil die Gemeinde hier hoheitlich zuständig ist. Die KVG sollte dafür Sorge tragen, dass die Geschwindigkeiten der Busfahrer überwacht werden. Das sei technisch etwa über den digitalen Fahrtenschreiber möglich. Bei Verstößen würden den Fahrern disziplinarische Maßnahmen drohen, versicherte die KVG damals. Entsprechend sollte es eine Belehrung der Fahrer geben. Der Anwohner schließlich erklärte sich bereit, sein Auto nicht mehr als quasi Ersatz-Schikane auf der Straße zu parken.

Schild ist nur Kosmetik

Und heute? Was ist aus der Geschichte geworden? Ernüchterung, denn das Verkehrsschild in der Straße Am Sportplatz ist – wie eingangs erwähnt – Schmuck und lediglich von kosmetischer Natur. Der Volksstimme liegt eine Liste mehrerer Tage über Busse vor, die die Straße Am Sportplatz durchfahren, und die geschätzte Geschwindigkeit. Demnach können zwischen 75 und 80 Prozent zu schnell gewesen sein. Die Volksstimme wollte die KVG beim Wort nehmen und die Zusage von damals, dass die digitalen Fahrtenschreiber der Busse ausgewertet werden können. Eine entsprechende Anfrage wurde aber aus Bernburg abgewiesen: „Sie werden sicherlich verstehen, dass wir die Fahrtenschreiber unserer Fahrzeuge nicht zum Zweck der Veröffentlichung auswerten werden“, antwortet Bill Bank, verantwortlich für Verkehrsplanung, Marketing und Tarif bei der KVG in Bernburg. Damit wird klar: Das Versprechen von damals will die KVG heute nicht eingehalten.

Insgesamt argumentiert die KVG auf eine Anfrage der Volksstimme mit allgemeinen Erklärungen. „Die Vorteile, welche eine ÖPNV-Erschließung für viele Einwohner bedeutet, bringen auch teilweise mit sich, dass Wohngebiete befahren werden. Die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH versucht, die Erschließung möglichst ohne nachteilige Auswirkungen für die Anwohner zu gestalten.“

Keine größeren Verstöße

Doch zum Schluss der E-Mail wird Bill Bank dann doch noch konkreter: „Wir haben bisher keine Hinweise, dass gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung in beachtenswertem Umfang verstoßen wurde. Auch eine Radarkontrolle, welche durch die Polizei durchgeführt wurde, stützt diese Einschätzung.“

Auf die Frage, welche technischen Bedingungen ein Wendehammer für Busse haben muss, darauf ging die KVG nicht ein. Nach Recherchen ist aber ein Wendekreis von mindestens 24 Metern erforderlich. Eine solche Baumaßnahme kostet Geld. Das müsse an anderer Stelle geklärt werden, sprich im Gemeinderat von Bördeland. Auch die Fläche dafür müsste vorhanden sein – vielleicht am Dreieck Dorfstraße und Am Anger oder im Bereich Dorfstraße, Am Sportplatz und Tränke? Denn eines steht fest: Nur eine Wendeschleife würde die empörenden Hilferufe der Anwohner an der Straße Am Sportplatz für immer verstummen lassen.

Positiv zu erwähnen ist aber noch, dass der Grünstreifen nun wirklich Grünstreifen ist. Bisher soll kein Bus mehr von der Straße dorthin ausgewichen sein und die Anlage zerfahren haben.

In Anbetracht der Sicherheit und der weiteren Handlungen gibt es noch ein wichtiges Argument: Jene Straße Am Sportplatz hat keinen Fußweg. Jeder Anwohner muss auf der Straße laufen, bei Wind und Wetter und bei Dunkelheit. Es ist sicherlich nur eine Frag der Zeit, bis etwas passiert. Oder eben passieren muss. Danach geht meist alles ziemlich schnell.

 

 

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Foto: Busse in Zens

Kita-Kinder im Sportfieber

(24.06.2017)

Bummisportfest für die jüngsten Bördeländer lockt mit Spiel und Spaß in Eickendorf

Vom durchwachsenen Wetter ließen sich 70 Kinder aus den Kindertagesstätten Bördelands die Laune nicht verderben. Es gab so viel zu entdecken beim 13. Bummisportfest auf dem Sportplatz in Eickendorf.

Von Madlen Jirmann

 

Eickendorf l Sie hüpften, krochen durch bunte Tunnel und fuhren mit dem Fahrrad Slalom – beim 13. Bummisportfest der Kindertagesstätten aus dem Bördeland tobten sich die Kinder so richtig aus. Sieben Stationen mit Sackhüpfen, Fahrradslalom, „Kriechtunnel“, „Fröscheschießen“, Hindernisparcours, Zielwerfen und einer Hüpfburg zum Ausruhen boten jede Menge Abwechslung für die 70 aktiven Kinder.

Angereist waren Jungen und Mädchen aus den Kitas in Biere, Eggersdorf, Kleinmühlingen, Zens, Welsleben, Großmühlingen sowie Eickendorf. Ab 10 Uhr wärmten sich die Kinder gemeinsam auf, um dann in Gruppen von bis zu zehn Teilnehmern in den einzelnen Disziplinen anzutreten.

Bei der Abschlussstaffel mussten die Erzieherinnen sogar mitmachen und unter kleinen Tischen durchkriechen.Marco Schmoldt, Ortsbürgermeister von Eickendorf, zeigte sich begeistert: „Wir führen die Kitas der Region zusammen, damit sie gemeinsam Spaß haben und sich kennenlernen.“

Foto zur Meldung: Kita-Kinder im Sportfieber
Foto: KIndergartenkinder

Lesung in Zens

(10.05.2017)

Zens (hl) l Der Bibliotheksverein im Salzlandkreis e.V. Biere hat für Freitag, 12. Mai, eine Lesung in Zens organisiert. Ulrich Heuer ist ab 19 Uhr mit seinem Buch „Mallorca hin und zurück - Die Geschichte einer Auswanderung“ in der „Grünen Ecke“, Am Sportplatz 15, zu Gast.

Die Auswanderung ans Meer, auf die Sonneninsel Mallorca, realisierte der Autor gemeinsam mit seiner Ehefrau 2011. In 23 Kapiteln plaudert Ulrich Heuer über die langjährige Vorbereitung, den anstrengenden Gang durch das Labyrinth spanischer Behörden und vom Leben als Resident auf Mallorca.

Einen angemessenen Platz nehmen Schilderungen und Erlebnisse vom inseltypischen Leben ein, eine Sichtweise, die ein Urlauber so nicht zu sehen bekommt. Die Schönheit der Insel im Wandel der Jahreszeiten, Details der Kultur und Lebensart der Mallorquiner werden anschaulich beschrieben. Mit Humor und sanfter Ironie zeigt er sowie inseltypische Tücken als auch Kuriositäten auf. Der Autor amüsiert auch immer wieder mit humorigen Betrachtungen der eigenen Verhaltensweisen und seinen Erlebnissen von „Pech und Pannen“.

Warum es dennoch einen Rückflug von Mallorca gab, hat der Autor selbstkritisch und sachlich beschrieben.

Ob Urlauber, Resident oder Auswanderungswilliger, für alle ist dieses Buch gleichermaßen eine kurzweilige Lektüre.

Foto zur Meldung: Lesung in Zens
Foto: Ulrich Heuer

Geheimnisumwittert: Bunker der Börde

(26.11.2016)

Vergessene Relikte aus der Zeit des Kalten Krieges bei Kleinmühlingen, Zens und Eickendorf

von Thomas Linßner

Die Zeit des Kalten Krieges bescherte auch dem damaligen Kreis Schönebeck einige paramilitärische Bunkeranlagen. Die beiden größten wurden Anfang der 1960er Jahre auf dem Dreihöhenberg bei Eickendorf und dem Mühlberg bei Kleinmühlingen gebaut.

einmühlingen/Großmühlingen/Eickendorf l „Was der olle Bunker auf dem Dreihöhenberg für ‘ne Aufgabe hatte? Na, da wollte doch die Führung unterkommen, bei einem Bombenangriff“, sagt ein alter Mann, der in Eickendorf gerade die Straße kehrt. Auch wenn es danach klingt: Mit „Führung“ meint er nicht die Vertreter der Jahre 33 bis 45, sondern die aus DDR-Tagen. In der Zeit des Kalten Krieges sorgte man für den Ernstfall vor.

Es hat sich bis heute nicht so richtig herumgesprochen, was die Anfang der 60er Jahre gebauten Bunkeranlagen auf dem Großmühlinger Weinberg, dem Dreihöhenberg bei Eickendorf und dem Kleinmühlinger Mühlberg für eine Funktion hatten. Wie man sich in Eickendorf erzählt, war die eingezäunte Anlage auf dem Dreihöhenberg ein sehr geheimnisumwitterter Ort. Die Leute vermuteten einen Atomschutzbunker, der mit allem Komfort ausgerüstet, der kreislichen Führungselite das Überleben sichern sollte.

Doch war die Anlage wirklich so wichtig und komfortabel? Schließlich wurde sie nur von einem sehr hohen Holzzaun gegen neugierige Besucher geschützt. (Weil man in der DDR vor jedem Zaun Respekt haben musste, reichte der Holzzaun offenbar.)

Ein Zeitzeuge erinnert sich daran, dass die Bunkeranlage auf dem Dreihöhenberg „12 oder 13 Räume“ hatte. Auf der Südseite befand sich der Eingang, dessen Treppe viele Stufen in die Tiefe führte. Über zwei noch heute sichtbare Betonsäulen wurde Frischluft angesaugt. Die Ausstattung war funktionell: Liegen, Tische, Schränke, Toilette, Trinkwasser, Notstromaggregat, eine Küche. Über eine Doppeltürenschleuse aus Stahl gelangte man ins Innere. Der Bunker des Eickendorfer Dreihöhenberges sollte in der Tat der Kreiseinsatzleitung (Rat des Kreises) im Ernstfall als Ausweichort und zentraler Führungspunkt dienen.

Gustav Kampe, nach der Wende Bürgermeister von Kleinmühlingen und davor 30 Jahre lang Ökonomischer Leiter der LPG, konnte sich kurz vor seinem Tod 2003 noch genau an die „Bunker-Geschichte“ erinnern: „Die Anlagen von Eickendorf und Kleinmühlingen standen mit dem Krähenberg zwischen Salzelmen und Welsleben in Verbindung. Vor dort wurden Kabel verlegt.“

Sowjet-Soldaten hätten durch den halben Kreis Kabelgräben gebuddelt, die von der Deutschen Post bestückt wurden. Ein Kollege von der Post habe verraten, dass das nicht nur normale Kabel für Telefon, sondern auch stärkere für Fernzündungen seien.

Krähenberg, Dreihöhenberg und Mühlberg waren also untereinander vernetzt. Gustav Kampe berichtete, dass die Leitungen weiter über die Calbenser Saalebrücke bis in den Diebziger Forst reichten. Dort war Militär stationiert. Im Ernstfall hätten die westlich gelegenen Beobachtungspunkte im Kreis Schönebeck Signal geben können, dass der Feind anrückt.

„Für uns war damals besonders das Bodenprofil interessant, als man einen Brunnen für den Kleinmühlinger Bunker bohrte“, erinnerte sich Kampe damals. Weil die Anlage auf dem Mühlberg Trinkwasser brauchte, bohrte man über 30 Meter tief, blieb aber erfolglos.

Der Mühlberg-Bunker ähnelte von der Ausstattung dem auf dem Dreihöhenberg. Man geht davon aus, dass die Baugrube rund fünf bis sechs Meter tief gewesen sein muss. Die Raumhöhe betrug etwa 2,50 Meter, die Betondecke darüber etwa einen Meter. Darüber wurde dann ein fast zwei Meter hoher Erdhügel aufgefüllt.

Nach der Wende ließ die Gemeinde den Eingang zum Kleinmühlinger Bunker zuschütten und mit Beton versiegeln. Weil nichts geheimnisvoller als eine unterirdische Anlage ist, dauerte es nicht lange und der Zugang war von Kindern wieder aufgebuddelt und aufgemeißelt worden.

Die genervten Besitzer des Grundstücks versiegelten den Eingang erneut mit Beton und schenkten das Land dann vorsichtshalber der Gemeinde …

Auf dem Weinberg zwischen Zens und Großmühlingen befand sich dagegen ein überirdischer Beobachtungsbunker. Laut Gustav Kampe mussten seine LPG-Kollegen in den 60er Jahren eine Schneise in den Wald schlagen, damit der Bunkerblick in Richtung Schönebeck und Krähenberg frei war.

Die Anlagen wurden in den 70er und 80er Jahren von verlässlichen, linientreuen Rentnern gewartet. Heute sind sie allesamt Ruinen.

Der Bunkerzugang auf dem Eickendorfer Dreihöhenberg war viele Jahre mit Betonbrocken zugeschüttet. Die Neugier der Menschen war aber stärker: In mühevoller Handarbeit wurde er wieder frei geräumt, so dass sich dort heute wieder Fledermäuse und vielleicht auch neugierige Menschen tummeln.

Foto zur Meldung: Geheimnisumwittert: Bunker der Börde
Foto: Halb oberirdisch wurde der Bunker auf dem Weinberg zwischen Großmühlingen und Zens gebaut. In der Nähe steht die letzte erhaltene mittelalterliche Warte des Altkreises Schönebeck. Früher war das Haupt des Weinberges kahl, der guten Beobachtung wegen. Foto

Weihnachtsmarkt in Zens

(19.11.2016)

Zens (hh) l Die Heimatfreunde Zicken Zens und die Feuerwehr des Ortes laden am Sonnabend, 3. Dezember, zum Weihnachtsmarkt ein. Dieser beginnt um 16 Uhr an der Stephaniuskirche. Angeboten werden weihnachtliche Präsente, Gebäck, Glühwein und Gegrilltes. Alle Zenser sowie Gäste aus nah und fern sind herzlich willkommen. Die Veranstalter versprechen stimmungsvolle Stunden in gemütlicher, vorweihnachtlicher Runde.

Foto zur Meldung: Weihnachtsmarkt in Zens
Foto: Weihnachtsmann

Leute heute

(07.07.2016)

Nein, dass Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) ausgesprochen viel Erfahrungen beim Kutschieren von Mist hat, ist nicht überliefert. Bei der jüngsten Bauern-olympiade in Zens zeigte der Eickendorfer zumindest großes Geschick im Umgang mit Dung. Geschickt umkurvte der sportliche Bürgermeister, der im nächsten Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, die Slalomstangen und erntete dafür viel Beifall.(ok)

 

Foto zur Meldung: Leute heute
Foto: BM Bernd Nimmich / Archivfoto

Löwen-Anteil für Kinder und Jugendliche

(09.10.2015)

Mitglieder des Lionsclub Schönebeck-Bad Salzelmen übergeben 250 Euro an das Kinderheim in Zens

Zum Kinderheim in Zens gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte: Der Umzug ins „neue“ alte Haus bis Weihnachten wird nicht klappen. Die gute: Mit der Sanierung des Gebäudes kann nun in den nächsten Wochen begonnen.

Zens l Alles braucht seine Zeit. „Leider“, gibt der Geschäftsführer des Vereins Nestwärme, Remo Kannegießer, zu. „Wir würden unseren Kindern und Jugendlichen lieber heute als morgen das alte Haus saniert zurückgeben. Aber so schnell geht das leider nicht.“ Die ursprüngliche Planung, dass das Haus entkernt, wieder aufgebaut wird und die Mädchen und Jungen bis Weihnachten wieder in die alten Räume zurückziehen können, ist zerplatzt wie eine Seifenblase.

Schuld im eigentlichen Sinne trägt dafür niemand – nicht der Verein Nestwärme, nicht der Landwirt, der das Grundstück mit dem Haus besitzt, nicht der Landkreis, nicht die Gemeinde Bördeland oder gar die Ortschaft Zens. Viel mehr sind viele Gespräche vor allem hinter den Kulissen notwendig gewesen, um Klarheit in die Maßnahme zu bringen. „Ich will nur so viel sagen: Der Grundstücksbesitzer ist Landwirt. Er mag den Verein, er mag das Heim und er mag die Kinder. Aber wir mussten uns trotzdem in beiderseitigem Interesse auf einen gemeinsamen Weg einigen“, macht Remo Kannegießer deutlich.

Größter Knackpunkt waren steuerliche Bedingungen und nachfolgend weitere Finanzierungen. Doch die seien nach Aussage des Geschäftsführers im Großen und Ganzen nun gelöst. Auch die Finanzierung des Aufbaus des Hauses ist in trockenen Tüchern. „Wenn alles gut läuft, werden wir in einigen Wochen, vielleicht schon im November, mit der Rekonstruktion des alten Bauernhauses beginnen“, so Remo Kannegießer.

Weitere Details zur Finanzierung und zur Mitwirkung des Grundstücksbesitzers und Landwirts aus Mecklenburg-Vorpommern möchte der Verein Nestwärme in den nächsten Wochen bekanntgeben. Das auch zur Freude der Zenser, denn die Bauruine an der Hauptstraße, der Bauzaun und die halb gesperrte Straße tragen derzeit nicht zum bunten Dorfbild bei.

Heim ist eine Großfamilie

Dass das kleine Kinderheim nicht unbedingt ein Heim im wörtlichen Sinne ist, sondern viel mehr eine Großfamilie, davon konnten sich in dieser Woche zwei Vertreter des Lionsclub Schönebeck-Bad Salzelmen, Michael Feldbach und Gordon Gol, überzeugen. Die beiden Herren kamen aber nicht mit leeren Händen: Sie übergaben im Auftrag der Lionsclub-Mitglieder eine Spende über 250 Euro. „Das hatten wir auf der Septembersitzung beschlossen, dass wir dem Verein und damit den Kindern des Heimes diesen Betrag zukommen lassen wollen“, so Michael Feldbach. Der Lionsclub hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Kindern zu helfen und in allen Situationen zu unterstützen.

Die Summe, das sagte Nestwärmegeschäftsführer Kannegießer, soll den Kindern und Jugendlichen später komplett zur Verfügung gestellt werden. Der Verein hat mehre Konten, so dass die 250 Euro nicht in den Wiederaufbau fließen werden. „Wenn später alles fertig ist, werden wir noch Geld benötigen, um alle Bewohner wieder so auszustatten, wie es früher war“, betont Remo Kannegießer.

Foto zur Meldung: Löwen-Anteil für Kinder und Jugendliche
Foto: 250 Euro: Die Mitglieder des Lionsclubs Schönebeck-Bad Salzelmen spendeten diese Summe dem Kinderheim in Zens. Das Geld kommt nach dem Wiederaufbau des Hauses den Mädchen und Jungen zugute.Fotos: Olaf Koch

Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade

(04.07.2015)
Gruppe:        
1. "Börderocker" Bernd Nimmich, Alfred Bethge, Werner Schwenke
2. "Fire Girls" Loenie Braun, Linda Irmscher, Jody Fabian
3. " Pferdemädchen" Sophie Ahrend, Marie Ahrend, Lea Tscharnke
   
Einzelwertung  
Meterklasse  
Mädchen: 1. Emily Helge
Jungen: 1. Lennert Tonkens
bis 14 Jahren  
Mädchen: 1. Jody Fabian, 2. Linda Irmscher, 3. Leonie Braun
Jungen: 1, Maurice Vincent Brauer, 2. Jonas Brösel, 3. Marco Sievert
bis 21 Jahren  
Damen: 1. Christin Jungnickel
über 21 Jahren  
Damen: 1. Stefanie Jungnickel
Herren: 1. Nils Eckert, 2. Boudewijn Tonkens, 3. Tim Bethge
über 55 Jahren  
Damen 1. Carola Jähnke
Herren 1. Bernd Nimmich, 2. Alfred Bethge, 3. Werner Schwenke

Foto zur Meldung: Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade
Foto: Sieger unserer diesjährigen Bauernoplympiade

Bürgermeister sagen Einsatzkräften Danke

(14.03.2015)

Zens (ok) Lobende Worte für die Einsatzkräfte: Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD) und Ortsbürgermeister Frank Ahrend (CDU) bedanken sich während der Ratssitzung für den professionellen Einsatz beim Brand des Kinderheimes in Zens. Zudem gilt auch der Dank an die Zenser Bevölkerung, die sich noch in der Nacht um die Einsatzkräfte kümmerten. Nicht unerwähnt bleibt der Gaststättenbetreiber „Zum Pferdestall“ aus Eggersdorf.

Foto zur Meldung: Bürgermeister sagen Einsatzkräften Danke
Foto: OBM Frank Ahrend und BM Bernd Nimmich

Alles oder nichts: Wehr will durchstarten

(09.02.2015)

Zenser Kameraden suchen Verstärkung und Leitung / Wichtige Einheit für Bördeland soll selbständig bleiben

2015 soll zum Schicksalsjahr für die Freiwillige Feuerwehr Zens werden. Die Kameraden wollen sich neu aufstellen und so ihre Selbständigkeit als Ortswehr weiter erhalten. Personelle Unterstützung aus dem Ort wird dringend gebraucht.

 

Von Daniel Wrüske

Zens l Eine überschaubare Gruppe von acht aktiven Einsatzkräften, keine eigene Jugendfeuerwehr, die Einsatzbereitschaft der Zenser Feuerwehr ist nicht mehr rund um die Uhr gegeben: Zu den Nachwuchs- und Kräftesorgen kommt die Leitungsfrage. Nachdem Wehrleiter Udo Lorenz zum Jahresende 2014 seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erklärt hat, ist jetzt Eckhard Seiler kommissarischer Ortswehrleiter. Wie die Kameraden hinter ihm ist er beruflich stark eingebunden und nicht immer zu Hause.

Ernst ist die Lage deshalb, weil die Gemeinde als Feuerwehrträger dem Landkreis eine Meldung abgeben muss. Will eine Wehr selbständig sein, muss sie über eine dementsprechend ausgebildete Leitung und über genug Einsatzkräfte verfügen. Eckhard Seiler hat die Qualifikation als Feuerwehrchef, würde sich auch zur Wahl stellen, allein es fehlt an einem Stellvertreter.

Die ehrenamtlichen Retter im kleinsten Ort der Gemeinde Bördeland stehen vor großen Herausforderungen. Probleme, die das Vereinswesen kennt, die aber im Zenser Fall existenziell werden können. Wenn bis zum Sommer, so der selbst gesteckte Zeitplan, nichts passiert.

Dass die Zenser selbständig bleiben und nicht als Löschzug an eine andere Wehr angegliedert werden wollen, ist das Ergebnis der Diskussion bei der Jahreshauptversammlung. Anfänge sind gemacht: Es gibt gemeinsame Ausbildungen mit den Blauröcken in Kleinmühlingen. Die Verwaltung lobt das, die Ausbildung dort sei fundiert, hieß es.

Um sich nun aber auch personell zu stärken, wollen die Blauröcke eine große Werbeaktion starten. In Zusammenarbeit mit dem Ortsrat und dem Bördeland-Ordnungsamt sollen mögliche Mitglieder in Zens gezielt angesprochen und zu einem Treffen eingeladen werden - Männer wie Frauen. Ortsbürgermeister Frank Ahrend will hier moderieren. „Wir können so unsere Lage schildern und um Engagement werden“, sagt der bisherige Wehrleiter Udo Lorenz.

Auch Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich unterstützt. Er wird jetzt auf Anregung der Kameraden zu Landwirten und in Betriebe gehen, und für die Feuerwehrarbeit die Werbetrommel rühren. Ordnungsamtsleiter Bernd Möhring erklärt, dass Abschnittsleitung und Landkreis zugesichert hätten, schnell Schulungsplätze für die Feuerwehrnachrücker zur Verfügung zu stellen.

Frank Ahrend wie Bernd Nimmich sehen zur Selbständigkeit keine Alternative. Wie bei einem Puzzle jedes Teil wichtig sei, so gehöre Zens in die Reihe der Bördeland-Feuerwehr. „Die Ortskenntnis hier ist von entscheidender Bedeutung“, so Bernd Nimmich. Frank Ahrend betont die Bedeutung einer eigenen Feuerwehr für Gefahrenabwehr, Ordnung, Sicherheit, Brandschutz und auch das kulturelle Leben im Ort. Er wirbt für strategisches Vorgehen, um den Neuanfang für eine Wehr „mit neuer Qualität“ stemmen zu können.

Udo Lorenz betont, dass die kleine Zenser Wehr sich nicht verstecken müsse. Man verfüge über gute Technik und sei gut ausgebildet. Auch damit könne man überzeugen.

Jetzt beginnt die Arbeit und die Einladung an die Zenser. Bürgermeister Bernd Nimmich erklärt, dass Gemeinde und Rat hinter den Aktionen stehen würden und die Feuerwehr, wie bisher auch, so gut es die finanziellen Ressourcen hergeben, unterstützen.

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Foto: Jahreshauptversammlung der FFw Zens


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