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Halloween in Zens

31.10.2019 um 15:00 Uhr

Zu einem Halloween-Herbst-Feuer laden die Heimatfreunde Zicken Zens e.V. ein. Es findet am Mittwoch, 31. Oktober in der „Grünen Ecke“ von 15 bis 20 Uhr statt. Der Eintritt zu dieser gruseligen Veranstaltung ist frei, entsprechende Halloween-Kostüme aber ausdrücklich erwünscht. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Übrigens:

 

An Halloween scheiden sich die Geister: Während die einen den Spuk feiern, können die anderen nichts damit anfangen. Doch wie sieht der Brauch eigentlich in unterschiedlichen Ländern aus?

 

Dublin/Washington (dpa/AFP) l Bald wühlen sich die einen wieder euphorisch durch Kostümläden, während die anderen zu Hause Tür und Tor vernageln – Halloween steht bevor. Viele glauben, das Fest käme aus den USA – doch das stimmt nicht. Michelle Dunne, Historikerin an der Dublin City University in Irland, forscht über irisches Volkstum. „Halloween war eines der vier wichtigsten keltischen Feste“, sagt Dunne. Seine Anfänge hatte der Brauch vor mehr als 2000 Jahren. Im Irischen „Samhain“ genannt, markierte er den Beginn des Winters am 1. November.Damals glaubte man, dass am Vorabend des Fests Geister auf der Erde wandelten, weil die Grenze zum Totenreich in dieser Nacht verschwamm. „Bevor man ins Bett ging, zündete man in der Küche ein Feuer an und stellte Essen für die Vorfahren bereit, falls diese zurückkommen sollten“, sagt Dunne. Bis heute wird Halloween deswegen am 31. Oktober gefeiert. Der Name entwickelte sich aus der Bezeichnung für den Abend vor Allerheiligen: All Hallows‘ Eve. Irische Einwanderer brachten den Brauch Ende des 19. Jahrhunderts auch in die USA – und von dort wurde er später zurückexportiert nach Europa. In den USA ist Halloween vor allem ein ungezwungenes Familien- und Nachbarschaftsfest. Kinder gehen verkleidet von Haus zu Haus; die Gebäude sind oft mit Kürbisfratzen oder Spinnweben dekoriert.

„Ein Haufen Süßigkeiten für Sechsjährige ist das Äquivalent eines BMW M3 für einen 40-Jährigen“, schrieb die Zeitung „Louisville Courier Journal“ zur Bedeutung von Halloween für die Kinder in den USA. Und für die meisten Erwachsenen dort ist es Ehrensache, genug Süßes im Haus zu haben, falls die Candy-Jäger klingeln.

Größte Halloween-Party Europas in Nordirland

Die größte Halloween-Party Europas steigt seit mehr als 30 Jahren in der nordirischen Stadt Derry. Elizabeth Cunningham organisiert das Festival, sie erwartet dieses Jahr mehr als 100 000 Besucher. In einer Stadt mit nur 85 000 Einwohnern braucht das „Planung, Planung, Planung“, sagt Cunningham. Die Gäste kommen von überall: aus den USA, Kanada und sogar Australien. Mehr als 600 Menschen helfen, die Konzerte, den Festumzug und das Feuerwerk auf die Beine zu stellen. Und dabei fing 1985 alles ganz klein an: Während der Unruhen in Nordirland veranstaltete ein Pub an Halloween eine Kostümparty. „Man wollte sich ablenken, an andere Dinge denken“, sagt Cunningham. Etwa 50 Gäste kamen an diesem Abend in „Doherty‘s Bar“, als plötzlich eine Bombendrohung einging. „Der Pub wurde evakuiert und die Menschen feierten einfach auf der Straße weiter, so ist das Festival entstanden.“ Halloween habe die Bevölkerung in Derry einander wieder näher gebracht, erklärt Cunningham.

Dass sich auch in Deutschland am 31. Oktober Menschen in Kürbiskostüme zwängen, liegt der Kulturwissenschaftlerin Monique Scheer zufolge auch an Hollywood: „Wir bekommen hier viel amerikanische Populärkultur zu sehen.“ Über Filme und Serien sei Halloween bekannt geworden.

In den vergangenen Jahren gab es rund um Halloween eine Vielzahl von Zwischenfällen, bei denen aus dem spaßigen Gruseln Sachbeschädigungen, Gewalttaten oder Nötigungen wurden. Das zwischenzeitlich aufgetretene Phänomen der für Angst und Schrecken sorgenden Horrorclowns flaute zwar ab. Doch ältere Jugendliche und junge Erwachsene sorgten an vielen Orten in Gruppen für Ärger. Besonders in Großstädten gilt Halloween deshalb als ein Brennpunkttag für die Polizei. In Magdeburg warnt die Polizei Eltern vor Streichen: „Wenn fremdes Eigentum beschädigt, beispielsweise ein Auto beim Einwickeln mit Toilettenpapier zerkratzt wird, ist das eine Sachbeschädigung“, so eine Polizeisprecherin. Eltern sollten deshalb mit ihren Kindern über strafrechtliche Konsequenzen sprechen.

 
 

Veranstalter

Heimatfreunde Zicken-Zens e.V.

Am Anger 10
39221 Bördeland OT Zens

Telefon (+49) 15234221087

E-Mail E-Mail:
www.heimatfreunde-zicken-zens.de

Öffnungszeiten:
jeden 2. Donnerstag im Monat 20 Uhr